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    Good Luck, Have Fun, Don’t Die (4K UHD, HDR, Dolby Atmos)

    „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ markiert die Rückkehr von einem meiner Lieblingsregisseure, Gore Verbinski. Nach Blockbustern wie „Fluch der Karibik“, dem oscarprämierten Animationshit „Rango“ (ich liebe diesen Film) und dem visuell berauschenden Psychothriller „A Cure for Wellness“ beweist er erneut sein unverkennbares Händchen für außergewöhnliche Filme. Mit diesem Werk liefert er eine vollkommen abgedrehte Sci-Fi-Satire ab, die das Thema Künstliche Intelligenz im Alltag ins Visier nimmt und gekonnt mit rabenschwarzem Humor würzt.

    Die Story glänzt durch extreme Originalität: Ein mysteriöser, namenloser Mann aus der Zukunft platzt in ein typisches Diner in Los Angeles. Seine Mission lautet, ein exzentrisches Team aus den dort anwesenden Gästen zusammenzustellen, um die Menschheit in einer einzigen, chaotischen Nacht vor der endgültigen Apokalypse durch eine übermächtige KI zu retten.

    Gespielt wird dieser Zeitreisende von Sam Rockwell, der hier einmal mehr untermauert, warum er zu den besten Schauspielern überhaupt gehört. Rockwell trägt das Werk mit einer unwiderstehlichen Energie und Charisma.

    Erzählt wird das Ganze episodenhaft: Die Hintergrundgeschichten der einzelnen Figuren entfalten sich durch clevere Rückblenden. Zu Beginn wirken diese Einzelschicksale noch völlig unzusammenhängend, doch im Verlauf des Films fügen sich die Handlungsstränge wie ein Puzzle zusammen. Diese Struktur erinnert in ihrer treffenden Sozialkritik und der düsteren Tech-Satire stark an eine überlange Episode von „Black Mirror“. Der Film warnt dabei weniger vor der Technologie an sich, sondern seziert vielmehr humorvoll und bissig unsere moderne Smartphone-Abhängigkeit und den unreflektierten Umgang mit dem digitalen Fortschritt.

    Trotz aller Originalität verliert die eigentlich rasant inszenierte Weltrettung im Mittelteil etwas an Boden. Das Pacing zeigt sich hier mit Schwächen im Timing sehr wechselhaft. Die Rahmenhandlung weicht stellenweise sich wiederholenden Flucht- und Verfolgungsjagden sowie kryptischen Dialogen, was den Erzählfluss merklich ausbremst. Mit einer stolzen Laufzeit von 134 Minuten ist der Streifen letztlich gut mindestens 20 Minuten zu lange geraten. Ein strafferer Schnitt hätte der Dynamik des Independent-Projekts sichtlich gutgetan.

    Wer auf der Suche nach einem gewöhnlichen und „Mainstreamigen“ Science-Fiction-Film ist, wird hier vermutlich den Kopf schütteln. Für Fans von morbider Gesellschaftskritik, absurden Twists und brillanten Darstellern ist Verbinskis neuester Streifen jedoch ein absoluter Pflichttermin.

    „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ ist ein skurriler, unvorhersehbarer und herrlich zynischer Ritt, der immerhin für eine einmalige Sichtung reichen sollte.





    Die 4,6K-Kameras fangen feinste Texturen ein. Das abgenutzte Leder der Diner-Sitze, Schweißperlen auf Sam Rockwells Gesicht und die metallischen Oberflächen der futuristischen Gadgets wirken extrem plastisch.
    Da der Großteil des Films nachts oder in schummrigen Kulissen spielt, zeigt HDR hier seine Muskeln. Neonlichter, blinkende Bildschirme und die surrealen Tech-Glitches leuchten intensiv, ohne zu übersteuern oder in angrenzende Bildbereiche auszubluten. Teilweise wird es „dank“ einem satten Schwarzwert aber schon mal zu dunkel – vor allem in Gesichtern.
    Trotz der oft aggressiven, kühlen oder neongetränkten Farbdarstellung behalten die Gesichter der Schauspieler eine glaubwürdige, warme Farbe.
    Ein minimales, digitales Rauschen tritt nur dort auf, wo es als Stilmittel für die "Glitch"-Ästhetik der KI-Apokalypse gewollt ist.

    Die Dolby Atmos-Tonspur der 4K UHD ist ein akustisches Highlight und fängt das surreale Chaos des Films perfekt ein. Sobald die Zeitreise-Action im Diner losbricht, wandelt sich das Wohnzimmer in eine packende 3D-Klangkulisse – zwar nicht oft aber immer passend.
    Das Prasseln des nächtlichen Regens auf das Blechdach des Diners, die Schulglocke, der einstürzende Beton oder das Summen der alten Neonröhren wird perfekt über die Köpfe der Zuschauer gelegt.
    Der Subwoofer darf ordentlich zupacken. Jedes Mal, wenn die KI zuschlägt oder die Apokalypse ein Stück näher rückt, untermalt der Tiefbass das Geschehen mit einem staubtrockenen, physisch spürbaren Grollen – auch beim coolen elektronischen Score.
    Dennoch bleiben Dialoge jederzeit sauber.

    Bonusmaterial gibt´s lediglich auf der beiliegenden Blu-Ray. Achja, einen Pappschuber und drei Artcards.


    7 von 10 bissige und perfekt sitzende Sozialkritiken

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    • Predator: Badlands - 6/10

      So, jetzt auch mal einen Blick auf den neusten Beitrag in der Predator Reihe geworfen und festgestellt, das es doch eher enttäuschend ist in welche Richtung man das Franchise jetzt wohl entwickelt. Dan Trachtenberg hatte eigentlich mit PREY einen wirklich guten, frischen Neuansatz gefunden der mir auch gefallen hat. Mit Bandlands werden die Predatoren, die jetzt Yautja heißen, in den Mittelpunkt gerückt. Der junge Dek wird von seinem Clan verstoßen und muss sich auf einer fremden Welt behaupten. Dabei trifft er auf einen Androiden namens Thia. Als etwas ungleiches Buddy-Duo versuchen Sie eine geheimnisvolle Kreatur namens Kalisk zu finden, das Dek wieder bei seines Gleichen rehabilitieren soll....

      Badlands hat nur noch recht wenig mit dem Kern des Franchise zu tun und macht einen großen Fehler: es vermenschlicht die Predatoren. Die können hier jetzt nämlich sprechen und handeln auch teilweise extrem menschlich. Wo bleibt das Fremdartige, das einst den Predator auszeichnete? Davon sieht man leider viel zu wenig. Das ganze Worldbuilding und die Machart geht hier in eine völlig andere Richtung, die Inszenierung der Action erinnert mehr an sowas wie The Mandalorian, also an die früheren Teile der Reihe. Die Welten und die Effekte sind clean, von der Härte der früheren Filme sieht man so gut wie gar nichts.Auch mit den beiden Protagonisten konnte ich wenig anfangen. Dafür werden auf der anderen Seiten durch den sauberen Sci-Fi Look aber auch neue Zielgruppen angesprochen, die eher klassische Action mit bunten Effekten sehen wollen. Als Fastfood für Zwischendurch kann man den Streifen sich schon mal ansehen, aber nichts was in Erinnerung bleibt und in die Sammlung muss..

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        Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle (Blu Ray)

        "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" aus dem Jahr 1972 markiert einen Meilenstein: Es ist der erste gemeinsame Film, den Bud Spencer und Terence Hill bewusst als das ikonische Duo drehten, das wir heute lieben. Doch wer hier den reinen, klamaukigen Slapstick späterer Meisterwerke erwartet, wird überrascht.

        Der Film schlägt deutlich ernstere Töne an. Der Humor ist spürbar reduzierter und weicht einer rauen, abenteuerlichen Atmosphäre. Das tut dem Werk jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die dichte Stimmung profitiert massiv von den grandiosen Landschaftsaufnahmen. Die Kamera fängt die unbarmherzige Weite Südamerikas perfekt ein. Beim Zuschauen spürt man die drückende, staubige Hitze des Dschungels und der Savanne förmlich auf der eigenen Haut.

        Ein kleiner Schwachpunkt ist das wechselhafte Pacing. Der Film nimmt sich viel Zeit für seine Charaktere und die Kulisse, wodurch die Erzählung stellenweise ins Stocken gerät. Längere, ruhige Phasen wechseln sich abrupt mit Action ab. Das nimmt der Story manchmal die Dynamik.

        Ausgeglichen wird dies durch den absolut genialen Soundtrack von Oliver Onions. Der legendäre Ohrwurm „Flying Through the Air“ verleiht den Flugszenen (mit einigen wirklich coolen Modellen) eine unbeschwerte Freiheit und brennt sich sofort ins Gedächtnis ein.

        "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" ist kein typischer Prügelfilm, sondern ein atmosphärisches Abenteuer, der nur etwas seltener gesehen werden kann. Für Fans des Duos ist dieser charmante, raue Vorreiter dennoch ein absolutes Must-Watch mit großartiger Musik.

        7 von 10 absichtlich abgestürzte Flugzeuge

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