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Mord auf La Gomera

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  • Mord auf La Gomera

    Lorenzo Silva gehört zu den erfolgreichsten Romanautoren Spaniens. Als Autor von Kinderbüchern und Krimiromanen konnte er bereits mehrere Preise für sich verbuchen.

    Seine bekannteste Romanreihe ist die „Bevilacqua y Chamorro“ Reihe, wo bereits 11 Romane rund um die La Guardia Civil Beamten Bevilacqua und Chamorro erschienen sind. International wird die Reihe schlichtweit als „La Guardia Civil Reihe“ bezeichnet und ist vor allem bei der La Guardia Civil äußerst beliebt, da sie diese Romane als sehr authentisch betrachten.

    2002 wurde bereits der zweite Roman der Reihe „El alquimiste Impaciente“ sehr erfolgreich verfilmt.

    Es sollte aber dann ganze 15 Jahre dauern, bis nun eine Fortsetzung erschien. Íngrid Rubio und Roberto Enríquez sind aber nicht in ihre Rollen als Chamorro und Becilacqua zurückgekehrt, stattdessen übernahmen nun Aura Garrido und Quim Gutiérrez die Hauptrolle.

    Als Vorlage wurde hier der dritte Roman der Reihe genommen mit dem Titel: „La niebla y la doncella“ im deutschen unter dem Titel „Mord auf La Gomera“.

    Atlas Film hat den Film nun auch bei uns auf DVD rausgebracht und zwar unter dem Titel: „Mord auf La Gomera“ Story:

    Vor drei Jahren wurde ein 20-Jähriger in den Wäldern von La Gomera brutal ermordet. Es gab zwar einen Tatverdächtigen, aber ihm konnte der Mord nie bewiesen werden. Null soll der Fall noch mal neu aufgerollt werden und die beiden La Guardia Civil Beamten vom Festland, Chamorro und Becilacqua, sollen den Fall auf Wunsch des Tatverdächtigen übernehmen. Unterstützt werden die beiden von Polizistin Ruth Anglada, die damals für den Fall zuständig war.

    Dieser Crime Thriller ist anders, als man heutzutage von Hollywood gewohnt ist, es gibt keine wilden Schießereien und keine Verfolgungsjagden, egal ob zu Fuß oder mit dem Auto. Hier wird wirklich klassische Ermittlungsarbeit gezeigt, wie Tatortbesichtigungen, Spurensuche, Befragung, dann Überlegungen anstellen und weitere Befragungen und Spurensuche gefolgt von Überlegungen anstellen, bis der Fall halt am Ende gelöst wird.

    Klingt jetzt auf dem ersten Blick schon recht langweilig, aber diese klassische Art von Crime Story tut dem Film schon ganz gut und wirkt aus heutiger Sicht sehr erfrischend anders und ist definitiv nicht langweilig, denn mit seiner Laufzeit von 99 Minuten ist die Erzählgeschwindigkeit sehr hoch. Man springt förmlich von Szene zur Szene, wobei einem immer wieder das Gefühl hochkommt, dass etwas fehlt, auch wenn man die Romanvorlage nicht kennt.

    Das Buch selbst hat ca. 368 Seiten und beim Schauen des Films merkt man schon als Nichtkenner der Vorlage, dass es sehr zusammen gestutzt wurde und für die Story da vieles sehr oberflächlich abgehandelt wurde. Vor allem bei den Charakteren fällt es sehr deutlich auf.

    Von der Ausstrahlung her machen das Dreiergespann Gutiérrez, Garrido und Echigui zwar sehr gut und man nimmt ihnen die Ermittlerarbeiten auch sehr gut ab, leider bleibt vom Charakter alles sehr oberflächlich da man so gut wie gar nichts über sie erfährt und auch kaum große Gefühlsregungen zeigen. Sie wirken teilweise wie Maschinen, die ihre Arbeit runterrasselten. Auch hier hat man schnell das Gefühl, dass, was deren Persönlichkeit angeht, man vieles aus der Vorlage weggelassen hat und man davon ausgehen, dass nur Kenner der Vorlage den Film schauen und somit über alles Bescheid wissen. Man erfährt im Grunde nur Kleinigkeiten über deren Vergangenheit, die kaum der Rede wert sind. Wer sich jetzt typische Hollywood Streitdialoge eines Buddy Movies erhofft liegt auch hier falsch, denn hier geht jeder sehr kameradschaftlich und sachlich miteinander um.

    Optisch ist dieser Film aber sehr hochwertig in Szene gesetzt und vor allem die Original-Kulisse von La Gomera kommt wirklich klasse zur Geltung. Die Berglandschaften, die Wälder und die Häuser sehen wirklich klasse aus und bieten dem Film so eine tolle Authentizität und Atmosphäre und auch von der Ausstattung her wirkt dieser Film alles andere als günstig, und braucht sich somit nicht vor Hollywood zu verstecken.

    Die Story selbst ist sehr gradlinig erzählt, ohne jetzt groß mit

    Wendungen zu spielen, wie man es sonst aus dem Genre her kennt, auch wenn man natürlich nicht sofort auf den Mörder kommt und die Auflösung somit schon ganz ordentlich ist, wobei ich auch hier sagen muss, gegen Ende geht es dann recht schnell.

    Der Film selbst ist aber trotzdem gut abgeschlossen und nicht, wie man sonst aus Reihen her kennt, sofort auf eine Fortsetzung ausgelegt. Bild:

    Von den Farben ist das Bild eher kühl geraten. Es gibt keine Pixelbildung und kein Filmkorn. Bei der Schärfe ist es sehr wechselhaft, manchmal, für eine DVD mit guter Schärfe, aber dann auch immer mal wieder aus dem Focus geratene Unschärfe. Insgesamt eher mittelmäßiges DVD Niveau, da gibt es schon weit bessere auf dem Markt – aber auch schlechtere. Ton:

    Der spanische und der deutsche Ton liegt in Dolby Digital 5.1 vor. Der spanische Ton hat einen sehr starken Bass und einen sehr guten detaillierten Raumklang. Beim deutschen Ton ist der Bass schwächer und es werden ab und an Details verschluckt in den Räumen. Es kommt mehr Kraft von vorne. Den spanischen Ton finde ich von der Qualität für eine DVD sehr gut, der deutsche Ton dagegen eher auf Mittelmaß.

    Die Deutsche Syncro klingt komplett anders als im Original. Nicht nur dieKlangfarbe der Stimmen ist merklich anders, auch die Art und Weise wie gesprochen. Im Spanischen reden sie schnell wie Maschinengewehr aber im ruhigen Ton. Im deutschen Ton reden sie merklich langsamer, aber dafür gibt man den Wörtern mehr Gefühl. Ob Syncro oder O-Ton besser ist, ist Geschmackssache. Fakt ist nur, beide Tonspuren könnten nicht unterschiedlicher sein. Extras:

    • Making of
    • Trailer
    • Trailershow

    Als Bonusmaterial gibt es ein sehr interessantes, wenn auch mit 13 Minuten recht kurzes Making of, welches aber mit deutschem Voiceover unterlegt wurde. Dazu gibt es noch Trailer zum Hauptfilm, sowie ein paar Trailer zum weiteren Titeln. Insgesamt jetzt nicht die Masse aber immerhin wenigstens etwas. Fazit:

    Ein für heutige Verhältnisse sehr unüblicher Crime-Thriller der erfrischend anders und nie langweilig ist, jedoch ist der Film auch sehr oberflächlich geraten und das Gefühl, dass ständig was fehlt, ist schon sehr präsent, hier hätte man wirklich mehr aus dem Ganzen machen können und vielleicht auf etwas mehr Laufzeit setzten sollen. Insgesamt ist es ein ganz ordentlicher Film geworden mit Potenzial für den Start einer neuen Reihe von Bevilacqua und Chamorro, jedoch auch mit Luft nach oben.

    (Pierre Schulte)

    ©Bilder und Trailer Atlas Film – Alle Rechte vorbehalten!

  • #2
    Nur als Info... es gibt ein kleines Sprüchlein... günstig ist nicht immer gleich billig.

    Günstig würde heißen, wenn bei wenig Geldeinsatz das Ergebnis immer noch richtig gut ist. "Billig" heißt es wenn man sich keine Mühe gegeben hat, als Beispiel man hat nicht auf La Gomera gedreht sondern in Hintertupfingen und die Felsen wirken wie aus Pappmache und das Meer ist ein Standbild, das wäre dann "billige" Machart. :zwinker:

    Damit hat mich schon mein Deutschlehrer genervt.
    Serienjunkie durch und durch...

    Kommentar


    • #3
      Zitat von jackoneill Beitrag anzeigen
      Nur als Info... es gibt ein kleines Sprüchlein... günstig ist nicht immer gleich billig.

      Günstig würde heißen, wenn bei wenig Geldeinsatz das Ergebnis immer noch richtig gut ist. "Billig" heißt es wenn man sich keine Mühe gegeben hat, als Beispiel man hat nicht auf La Gomera gedreht sondern in Hintertupfingen und die Felsen wirken wie aus Pappmache und das Meer ist ein Standbild, das wäre dann "billige" Machart. :zwinker:

      Damit hat mich schon mein Deutschlehrer genervt.
      Ich weiß warum ich Deutsch abgewählt habe

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Sawasdee1983 Beitrag anzeigen

        Ich weiß warum ich Deutsch abgewählt habe
        Als Realschüler musste durch, da is nix mit abwählen...:zwinker:

        Moment...seit wann kann man eigentlich Deutsch abwählen... is doch ne faule Ausrede. :zunge:
        Serienjunkie durch und durch...

        Kommentar


        • #5
          Zitat von jackoneill Beitrag anzeigen

          Als Realschüler musste durch, da is nix mit abwählen...:zwinker:

          Moment...seit wann kann man eigentlich Deutsch abwählen... is doch ne faule Ausrede. :zunge:
          Man kann es abwählen wenn man als Leistungskurs Mathe wählt und als grundkurs ne andere Sprache, in dem Fall war es bei mir Spanisch :zwinker:

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          • #6
            Zitat von Sawasdee1983 Beitrag anzeigen

            Man kann es abwählen wenn man als Leistungskurs Mathe wählt und als grundkurs ne andere Sprache, in dem Fall war es bei mir Spanisch :zwinker:
            Du habla espanol? Hättest lieber mal thailändisch als Kurs eingeführt und ausgewählt. :zwinker:
            Serienjunkie durch und durch...

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            • #7
              Zitat von jackoneill Beitrag anzeigen

              Du habla espanol? Hättest lieber mal thailändisch als Kurs eingeführt und ausgewählt. :zwinker:
              Sí soy habla espanol :zwinker:

              reicht aber für solche Filme wie Mord auf La gomera null, weil die sowas von schnell reden, das ist unglaublich

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              • #8
                Zitat von Sawasdee1983 Beitrag anzeigen

                Sí soy habla espanol :zwinker:

                reicht aber für solche Filme wie Mord auf La gomera null, weil die sowas von schnell reden, das ist unglaublich
                Ich weiß Spanier sprechen immer als wären sie gerade auf der Flucht.
                Serienjunkie durch und durch...

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