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DragonBall Super: Broly

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    „Dragonball“ ist neben „One Piece“ das erfolgreichste Anime/Manga Franchise aller Zeiten, ein weltweites Phänomen und genießt mehr als nurKultstatus.

    1997 ging dann mit Dragonball GT die letzte Dragonball TV-Serie eher unrühmlich zu Ende, da diese von den Fans eher gespalten angenommen wurde, zumal die Serie selbst auch nicht von Manga Autor Akira Toryama geschrieben wurde, sondern dieser nur als Berater tätig war, fiel auch die Qualität entsprechend ab.

    2015 änderte sich die Situation schlagartig. „Dragonball GT“ wurde aus dem Kanon gestrichen, stattdessen sollte die Manga-Reihe, die nach „Dragonball Z“ endete fortgesetzt werden und gleichzeitig als Anime unter dem Titel „Dragonball Super“ starten, diesmal wieder von Akira Toryama. Die Erwartungen waren riesig, aber der Start war holprig.

    Die ersten 27 Folgen waren nämlich nur erweiterte Versionen von den Kinofilmen „Battle of Gods“ und „Golden Freeza“. Schnell mussten die Macher wieder enorme Kritik einstecken, doch die verstummten mehr und mehr, als dann ab Folge 28 endlich eine neue Storyline anfing. Denn von da an war die Serie schlichtweg ein Level für sich und steigerte sich von Folge zu Folge. Jede Woche lieferte die Serie Traumquoten in Japan ab und wurde mehr und mehr von den Fans gefeiert. Die auf eigentlich 100 Folgen ausgelegte Serie wurde zur Freude der Fans auf 131 Folgen erweitert, nur um dann zu sagen: Wir brauchen eine Pause.

    Die Zeichner und Toryama gaben nämlich 131 Wochen alles, ohne große Pause und waren kräftemäßig am Ende, auch wenn Fuji TV natürlich gerne mehr Folgen gesehen hätte, aber die Macher brauchte eine Pause. „Dragonball Super“ wurde abgeschlossen und weitere Folgen sind bis heute erst mal nicht in Sicht, doch schnell kam ein weiteres Gerücht auf. Man wollte nämlich keine Pause von der Serie, um sich etwas auszuruhen, sondern man wollte einfach keine Doppelbelastung, da man einen Dragonball Super Kinofilm machen wollte, der auch bald darauf bestätigt wird: „Dragonball Super: Broly“.


    Es sollte ein Reboot der Mitte der 90er erschienenen Broly Filmtrilogie“ werden, nur dieses Mal nicht im Z Universum, sondern im Super Universum. Sprich, auch hier wurde die alte Filmreihe für nichtig erklärt. In Japan brach der Film alle Rekorde und wurde am Ende eines der erfolgreichsten Animefilme aller Zeiten.

    Am 30.07.2019 kommt nun auch endlich bei uns der Film mit deutscher Syncro in die Kinos, nachdem bereits im Januar die Originalversion bei den KAZÈ Anime Nights 2019 für Riesen Furore gesorgt hatte. Die Frage ist natürlich, wird der Film dem riesen Hype gerecht.

    Wir konnten den Film für euch ansehen. Story:

    Vegeta soll der neue König der Saiyajin werden und hat im Brutkasten bereits ernorme Kräfte, doch Baby Broly ist sehr zum Missfallen von Vegetas Vater bereits stärker als Vegeta. Deswegen wird Broly auf einen entfernten Planeten verbannt. Unter dem Drill seines Vaters geht Broly jedoch durch die Hölle und entwickelt weiterhin enorme Kräfte.

    41 Jahre später finden ihn Freezas Männer und er wird in Freezas Crew aufgenommen. Freeza selbst ist auf der Suche nach den Dragonballs, und da sich Son Goku und Vegeta ihm mal wieder in den Weg stellen beschließt Freeza, seinen neuen Soldaten Broly zu testen. Schnell liefert sich Broly eine erbitterte Schlacht gegen Son Goku und Vegeta, und bald gerät die Sache außer Kontrolle.

    Die Erwartungen an dem Film nach der sensationellen „Dragonball Super Reihe“ waren riesig und ich muss sagen, sie wurden klar erfüllt. Zuerst mal können sich Syncro Fans freuen, denn nahezu alle Original -Syncrosprecher aus dem alten Broly Film bzw. der Dragonball Z Serie rund um Tommy Morgenstein, Oliver Siebeck, Claudia Urbaschat-Mingues und David Nathan sind wieder an Bord. Einzig Freeza musste mit einer neuen Stimme auskommen, diese ist aber sehr gelungen.

    Inhaltlich setzt der Film nach der „Dragonball Super“ Serie an, sprich nach der Universum Turnier Storyline und es nicht einfach eine simple Nacherzählung der alten Broly Reihe, nein, man bekommt hier eine komplett andere und neue Story geboten, wobei es natürlich auch jede Menge Fan Insider gibt, mit den Original-Filmen von damals hat es im Grunde nur noch die Charaktere gemeinsam, was dem Film aber deutlich zu Gute kommt.

    In den ersten 20 Minuten gibt es einiges an Wiedersehen alter „Dragonball Z“ Charaktere und zum Jubel des Fans auch Bardock, Son Gokus Vater, der für viele ein kleiner Fan Liebling geworden ist. Hier bekommt auch Son Gokus Origin eine komplett neue Faszette und erinnert schon etwas an die von Superman.

    Broly selbst bekommt hier auch bedeutend mehr Tiefe in der ersten Hälfte des Filmes geboten, als in der alten Reihe. Die Story selbst ist hier nämlich sehr ruhig erzählt und lässt dem Zuschauer Zeit, Broly kennen zu lernen. Aus einem sehr oberflächlichen Schläger wird hier eine sehr tragische Figur gemacht, mit dem man als Zuschauer wirklich sehr gut mitfühlen kann. Als Fan der Reihe weiß man natürlich, worauf es früher oder später hinauslaufen wird, aber so bekommt der Film auch eine sehr gewissen Intensität geboten.

    Vegeta und Son Goku selbst tauchen mehr oder weniger erst in der zweiten Hälfte des Films auf und agieren natürlich, wie man beide nicht besser kennt. Die Dialoge zwischen dem naiven Goku und dem eitlem Vegeta sind mal wieder richtig großes Kino. Wer aber noch auf viele andere alte Charaktere aus dem Dragonball Universum hofft, ist leider falsch, man konzentriert sich hier in erster Linie auf eine Handvoll Hauptcharaktere, die restlichen kommen so gut wie gar nicht vor.

    Die zweite Hälfte ist auch dann mehr oder weniger Action pur und wer die Schlachten in der „Dragonball Super Serie“ genossen hat, der bekommt auch hier was ganz, ganz Feines geboten. Wie in der Serie werden auch hier wieder jede Menge alte schon längst vergessene Moves ausgepackt und dieser Kampf hat es in sich. Hervorragend choreographiert, steigert dieser sich von Sekunde zu Sekunde, immer stärker werdender Dramatik, Intensität und Härte. Musikalisch wirklich gänsehautmäßig unterlegt, wagt man es als Zuschauer kaum zu atmen und gleichzeitig will man jubeln, so enorm geht es ab.

    Das Ende macht dann richtig Laune, es geht zwar dann auf einmal sehr schnell, aber sorgt auch gleichzeitig für ein Grinsen im Gesicht, weil es recht typisch Son Goku bzw. Dragonball ist und es zeigt klar, dass es nicht der letzte Auftritt von Broly werden wird und lässt den Zuschauer natürlich gespannt hoffen auf die Dinge, die vielleicht noch folgen werden, zumal die Macher nie gesagt haben, dass Dragonball Super beendet ist.

    Von den Animationen her ist der Film ebenfalls sehr gelungen und sehr hochwertig gezeichnet. Vor allem der große Kampf in der zweiten Hälfte ist zeichnerisch extrem gelungen und lässt schnell so manche Kritik zum Start der „Dragonball Super Reihe“ vergessen, wo die Zeichnungen teilweise sehr minderwertig waren.

    Was Vorkenntnisse angeht, ist es zwar jetzt nicht unbedingt erforderlich, dass man die „Dragonball Super Reihe“ gesehen hat, ist aber definitiv von Vorteil, einfach, weil man sonst viele Transformationen, Insider und auch Kampftechniken so nicht kennt und natürlich auch einige Charaktere dann komplett unbekannt sind. Es wird zwar viel erklärt, es gibt kleine Miniflashbacks, aber halt auch alles nur recht kurz, deswegen würde ich persönlich empfehlen, erst die Serie zu schauen und dann im Anschluss den Film. Fazit:

    Alter Schwede was für eine sensationelle Neuinterpretation der Broly Story. Der Charakter wird wunderbar in der Super Universum eingeführt mit jeder Menge Potenzial für tolle weiterer Auftritte. Actionfans kommen dann in der zweiten Hälfte voll auf ihre Kosten und bekommen gewohnt atemberaubende Dragonball Martial Arts geboten. Für Fans der Reihe ist der Film absoluter Pflichtprogramm. Wo die meisten Dragonball Filme recht gespalten rüberkommen und teilweise sogar sehr schlecht sind, kann ich zumindest sagen, dies ist bis dato der beste Dragonball Film, der bisher erschienen ist und lässt die alte „Broly Trilogie“ komplett vergessen. Ein Dragonball Animiefeuerwerk wie es kaum hätte besser sein können.

    (Pierre Schulte)

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