Obsession
Mit seinem Low Budget Kinodebüt ließ Youtuber Curry Baker viele Big Budget Filme an den Kinokassen regelrecht Staub schlucken. Den Hype um diesen Film habe ich mitgekriegt aber ansonsten nicht wirklich mit diesem Film befasst, da mich das Ganze jetzt nicht so wirklich interessiert hat, aber nachdem mir dieser Film im Szenerie Podcast sehr schmackhaft gemacht wurde, dachte ich mir: Ach schaue ich ihn doch mal an.
Alter Schwede wtf war das bitte schön für ein Film. Ich sage ich selten aber diesen Film sollte man im Kino sehen oder zumindest in einem komplett dunklen Raum, mit einer guten Soundanlage ohne irgendwelche Ablenkungen. Dadurch dass hier mit wenig Licht gearbeitet wird und das meiste Nachts spielt ist dieser Film eher dunkel gehalten und gleichzeitig spielen die Soundeffekte eine wichtige Rolle, entsprechend muss man sich voll und ganz auf diesen Film konzentrieren um möglichst nichts zu verpassen, dabei ist dieser Film an sich inhaltlich nichts neues. Es ist im Grunde eine Mischung aus Wishcraft und Fatal Attraction und braucht auch anfangs um etwas in Fahrt zu kommen aber nach 20 Minuten geht es ab. Die Erzählweise bliebt zwar stets ruhig und charakterfokussiert aber gleichzeitig zeugt dieser Film für ein solches Unbehagen wie ich es nur selten bei einem Film gesehen habe, erst recht bei jemanden der noch nicht so viel in Sachen Film gedreht hat. Spontan fallen mir nur Saw und It Follows ein, wo ich ein ähnliches Gefühl bei einem Film von einem so jungen Regisseur gekriegt habe.
Die Atmosphäre hat es in sich und das ganze im Zusammenspiel zwischen dem wenigen Licht und den Soundeffekten ist wirklich ganz großes Kino. Man erschreckt sich nur in wenigen Momenten aber dann richtig. Die wenigen Lastspitzen in dem Bereich schlagen von 0 ohne Vorwarnung mit unglaublicher Wucht auf 100, dass selbst erfahrene Filmkenner sich hier erschrecken. Ich habe es zumindest einige male getan.
Und dann ist da natürlich noch Hauptdarstellerin Inde Navarrette, die bisher nur bei kleinen unbekannten Filmen mitgespielt hat und bei diversen Serien dabei war. Was diese Frau hier abliefert ist unglaublich, eine schier krasse intensive Darstellung, eine Frau so wunderschön und so furchteinflößend zugleich. Jede Bewegung, jede Mimik pure Perfektion was sie hier abliefert. Es war regelrecht ein Genuss ihr hier bei der Arbeit zuzusehen.
Michael Johnston als Gegenpol macht seine Sache zwar recht gut, aber wird von seiner weiblichen Gegendarstellerin regelrecht an die Wand gespielt.
Es ist toll anzusehen wie das Ganze im Verlauf immer mehr außer Kontrolle gerät und die letzten 20 Minuten sind so bitter und so böse mit einem Ende der wie ein Schlag in die Magengrube ist.
In der Summe ist das wirklich ein Film der seinem Hype gerecht wird, ein Film den man sich wirklich mal ansehen sollte und ein Paradebeispiel wie man mit wenigen Mitteln einfach nur durch Atmosphäre und klasse aufspielenden Cast ein wirklich tolles Film Erlebnis schaffen kann. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Film von Curry Baker, welches im selben Universum wie Obsession spielen soll, denn dieser Film gab mir dass Gefühl dass man hier soeben die Geburtsstunde zukünftigen ganz ganz großen Regisseur gesehen zu haben.
9,5/10 Punkte
Mit seinem Low Budget Kinodebüt ließ Youtuber Curry Baker viele Big Budget Filme an den Kinokassen regelrecht Staub schlucken. Den Hype um diesen Film habe ich mitgekriegt aber ansonsten nicht wirklich mit diesem Film befasst, da mich das Ganze jetzt nicht so wirklich interessiert hat, aber nachdem mir dieser Film im Szenerie Podcast sehr schmackhaft gemacht wurde, dachte ich mir: Ach schaue ich ihn doch mal an.
Alter Schwede wtf war das bitte schön für ein Film. Ich sage ich selten aber diesen Film sollte man im Kino sehen oder zumindest in einem komplett dunklen Raum, mit einer guten Soundanlage ohne irgendwelche Ablenkungen. Dadurch dass hier mit wenig Licht gearbeitet wird und das meiste Nachts spielt ist dieser Film eher dunkel gehalten und gleichzeitig spielen die Soundeffekte eine wichtige Rolle, entsprechend muss man sich voll und ganz auf diesen Film konzentrieren um möglichst nichts zu verpassen, dabei ist dieser Film an sich inhaltlich nichts neues. Es ist im Grunde eine Mischung aus Wishcraft und Fatal Attraction und braucht auch anfangs um etwas in Fahrt zu kommen aber nach 20 Minuten geht es ab. Die Erzählweise bliebt zwar stets ruhig und charakterfokussiert aber gleichzeitig zeugt dieser Film für ein solches Unbehagen wie ich es nur selten bei einem Film gesehen habe, erst recht bei jemanden der noch nicht so viel in Sachen Film gedreht hat. Spontan fallen mir nur Saw und It Follows ein, wo ich ein ähnliches Gefühl bei einem Film von einem so jungen Regisseur gekriegt habe.
Die Atmosphäre hat es in sich und das ganze im Zusammenspiel zwischen dem wenigen Licht und den Soundeffekten ist wirklich ganz großes Kino. Man erschreckt sich nur in wenigen Momenten aber dann richtig. Die wenigen Lastspitzen in dem Bereich schlagen von 0 ohne Vorwarnung mit unglaublicher Wucht auf 100, dass selbst erfahrene Filmkenner sich hier erschrecken. Ich habe es zumindest einige male getan.
Und dann ist da natürlich noch Hauptdarstellerin Inde Navarrette, die bisher nur bei kleinen unbekannten Filmen mitgespielt hat und bei diversen Serien dabei war. Was diese Frau hier abliefert ist unglaublich, eine schier krasse intensive Darstellung, eine Frau so wunderschön und so furchteinflößend zugleich. Jede Bewegung, jede Mimik pure Perfektion was sie hier abliefert. Es war regelrecht ein Genuss ihr hier bei der Arbeit zuzusehen.
Michael Johnston als Gegenpol macht seine Sache zwar recht gut, aber wird von seiner weiblichen Gegendarstellerin regelrecht an die Wand gespielt.
Es ist toll anzusehen wie das Ganze im Verlauf immer mehr außer Kontrolle gerät und die letzten 20 Minuten sind so bitter und so böse mit einem Ende der wie ein Schlag in die Magengrube ist.
In der Summe ist das wirklich ein Film der seinem Hype gerecht wird, ein Film den man sich wirklich mal ansehen sollte und ein Paradebeispiel wie man mit wenigen Mitteln einfach nur durch Atmosphäre und klasse aufspielenden Cast ein wirklich tolles Film Erlebnis schaffen kann. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Film von Curry Baker, welches im selben Universum wie Obsession spielen soll, denn dieser Film gab mir dass Gefühl dass man hier soeben die Geburtsstunde zukünftigen ganz ganz großen Regisseur gesehen zu haben.
9,5/10 Punkte






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