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    Auf dem Highway ist wieder die Hölle los (Blu-Ray)

    Luxusschlitten, quietschende Reifen und das vertraute Brummen von V8-Motoren: Cannonball Run II (wie er im Original heißt) aus dem Jahr 1984 holt uns sofort zurück in das goldene Zeitalter der seichten VHS-Unterhaltung. Burt Reynolds grinst mit Schnauzer um die Wette, während Dom DeLuise im Beifahrersitz hyperventiliert. Es fühlt sich an wie ein Klassentreffen alter Freunde. Das legendäre Rat Pack um Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin versprüht puren Retro-Charme. Zusammen mit Jackie Chan, Telly Savallas und Shirley MacLaine bietet der Film ein Staraufgebot, das es heute so nicht mehr gibt.

    Die flotten Sprüche fliegen tief und die Autos, allen voran der legendäre weiße Lamborghini Countach, sind absolute Traumwagen unserer Kindheit. Es ist ein filmgewordenes Nostalgie-Fest voller Slapstick, welches ich damals als kleiner Knirps, wie auch den Erstling, auf VHS rauf und runter geschaut habe.

    Doch bei aller Liebe für die guten alten Zeiten. Der Motor schnurrt leider nicht mehr so wie damals. Der Nachfolger erreicht leider nicht mehr die spielerische Leichtigkeit von Teil 1. Die Handlung wirkt streckenweise extrem unrund und wild zusammengeschustert. Viele Gags zünden auch nicht mehr richtig (z Bale Szenen mit dem Schimpansen). Man merkt dem Spektakel an, dass die Stars oft getrennt voneinander gefilmt wurden. Auch fehlt der rote Faden, der das Original zu einem Kultklassiker des Road-Movie-Genres machte.

    Am Ende bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge. „Auf dem Highway ist wieder die Hölle los“ ist kein filmisches Meisterwerk, sondern ein unperfektes Stück 80er-Jahre-Kino. Für einen gemütlichen Abend auf der Couch reicht der Nostalgie-Klamauk aber allemal. Man schaut den Film nicht wegen der Logik, sondern für das wohlige Gefühl der Vergangenheit.

    6,5 von 10 verrückte Cannonballers

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    • IMG_5669.jpeg Und gleich einen weiteren Burt Reynolds Klassiker hinterher…



      Ein ausgekochtes Schlitzohr (Blu Ray)

      Der Trucker Bandit wird angeheuert, eine Ladung Bier über die Staatsgrenze zu fahren, verfolgt von einem nervtötenden Sheriff.

      Stuntman und Regisseur Hal Needham inszenierte 1977 diesen Roadmovie Klassiker. Klar, die Story ist äußert simpel, dafür gibts einen charmanten Cast wie Burt Reynolds, Sally Field, Countrysänger Jerry Reed, Hund Gottfried und einen großartigen Jackie Gleason alias Sherrif Buford T. Justice aus Texas.

      Ergänzt wird das ganze mit handgemachter toller Action, beeindruckenden Stunts, irrwitzigen Dialogen und ein starker Country-Soundtrack, sodass man beim Schauen einfach nur gute Laune haben muss.
      Nicht nur für mich ein zeitloser Klassiker eines Genres, das leider so gut wie ausgestorben ist.

      Die Blu Ray hätte allerdings ein 4K Upgrade verdient… auch hier bei uns.

      „Bye bye Baby!“

      8 von 10 Südstaaten Autokennzeichen

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      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Sawasdee1983 ich weiß, aber ich liebe unsere gute dt. Synchronarbeit.

      • Sonny
        Sonny kommentierte
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        Großartig!!!

        "Sobald wir nach Hause kommen werde ich mir deine Frau Mutter schnappen und ihr erstmal kräftig eins auf die Schnauze hauen!" (Buford T. Justice)

        Herrlich ...

      • Quickslay
        Quickslay kommentierte
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        Von dem Film brauche ich definitiv eine UHD mit dt. Synchro....

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      Schlaf!Nicht!Ein! (Prime)

      Erst- bzw. Letztsichtung. "Schlaf!Nicht!Ein" (im Original „Double Blind“) ist ein filmisches Schlafmittel, das fälschlicherweise als Thriller etikettiert wurde. Regie und Drehbuch scheinen hier dem Filmtitel alle Ehre machen zu wollen, denn das Werk liefert eine fast unerträgliche Trägheit. Das größte Problem des Films ist sein offensichtliches Billig-Ambiente. Von den schlecht ausgeleuchteten Kulissen bis hin zu den lächerlichen Toneffekten verströmt jede Szene den deprimierenden Charme einer hastig heruntergekurbelten Low-Budget-Produktion.

      Besonders frustrierend ist das Seherlebnis, weil das Projekt Potenzial andeutet. Ab und zu blitzen tatsächlich kleine Lichtblicke auf. Eine unerwartet stimmungsvolle Kameraperspektive oder ein plötzlich starker Dialogmoment ließen kurz hoffen, dass der Film die Kurve kriegt – daher habe ich auch nicht abgebrochen. Doch diese Momente der Brillanz werden sofort wieder zerstört. Kaum keimt Spannung auf, wird sie durch das hölzerne Schauspiel der Hauptdarsteller oder einen hanebüchenen Logikfehler im Keim erstickt. Es fühlt sich an, als würden die Macher absichtlich jede gute Idee sabotieren, um schnellstmöglich zum nächsten generischen Klischee zurückzukehren.

      Die Dialoge wirken oft wie Phrasen aus einem schlechten Textgenerator. Die Motivationen der Charaktere bleiben völlig im Dunkeln. Am Ende bleibt kein Gefühl von Mystery oder Horror, sondern lediglich die pure Frustration über verschwendete Lebenszeit. Da hilft es auch nichts, wenn man den Film mit Schlagzeilen wie „Mit Horror-Ikone Pollyanna McIntosh – Bekannt aus The Walking Dead“ betitelt. Wer die Dame vielleicht nicht kennt: das ist die Verrückte Jadis aus The Walking Dead mit dem hässlichen Haarschnitt, die am Müllplatz wohnt.

      "Schlaf!Nicht!Ein" scheitert nicht nur an seinen begrenzten finanziellen Mitteln, sondern vor allem an seiner kreativen Inkonsequenz. Ein Film, der seine wenigen Stärken im Sekundentakt selbst vernichtet und den Zuschauer enttäuscht im Dunkeln zurücklässt. Spart euch dieses filmische Desaster.

      2 von 10 Kapseln, die keine Placebos sind

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      • Sonny
        Sonny kommentierte
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        Alter, watt'n Veriss! Aber selbst der noch ausführlich und gewohnt unterhaltsam geschrieben!

    • Leon der Profi

      Es gab tatsächlich mal eine Zeit da machte Luc Besson noch gute Filme und dann gab da noch einen Moment wo er einen richtig, richtig guten Film rausgebracht hat. Ein Film der beim US Kinostart noch als mittelmäßig empfunden wurde aber dann später als Directors Cut mit der Zeit als Meisterwerk und inzwischen als großen Filmklassiker genannt wird. Die Rede ist natürlich von Leon der Profi.
      Meine letzte Sichtung ist schon eine ganze Weile her, aber als Teenie lief dieser Film bei mir rauf und runter und ich muss sagen bis heute hat dieser Film nichts von seiner Klasse verloren.
      Die Story über eine ungewöhnliche Freundschaft ist toll und mit sehr viel Gefühl erzählt und Natalie Portman hier in ihrem Schauspieldebüt liefert eine schier unglaubliche Leistung ab. Hier sah man direkt schon was für ein grandioses Talent sie später werden würde. Sie liefert hier wirklich ein tolles Wechselbad der Gefühle ab und dann als grandiose Bösewicht Gary Oldman der diese Rolle mit einer mega Intensität spielt, dass jede Szene mit ihm unter die Haut geht. Es hat schon seinen Grund warum dieser Bösewicht zu den besten Filmbösewichten aller Zeiten gehört und so genial diese beiden schauspielern, da geht fast schon der eigentliche Hauptdarsteller Jean Reno unter, wobei auch er eine klasse Ausstrahlung in der Rolle des Killers mit Herz hat und er eine schier ungeheure Coolness verströmt. Alleine schon seine Blicke verraten hier unglaublich viel und das ohne irgendwie zu versuchen cool zu sein. Jean Reno war es hier einfach.
      New York als Kulisse wird unglaublich gut einfangen und das ganze im Einklang mit dem Score gibt dem Ganzen eine richtig gute Atmosphäre.
      Action in dem Film ist wohldosiert über den Film verteilt. Man lässt sich immer wieder viel Zeit die Charaktere zu entwickeln und dafür zu sorgen dass sie einem ans Herz wachsen. Wenn aber Action kommt dann richtig, mit tollen handgemachten Shootouts und das Finale was sich immer mehr steigert hat es in sich, mit einem Ende was unter die Haut geht, bitter, traurig und konsequent.
      Immer noch nach so vielen Jahren ein tolles Wechselbad der Gefühle mit atemberaubend gut spielendem Cast.

      10/10 Punkte
      Letterboxd: Sawasdee1983

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    • Karate Kid: Legends - 6/10



      In KARATE KID: LEGENDS wird das Original von 1984 mit dem Remake aus dem Jahr 2010 zusammengeführt: zwei Äste eines Baumes, wie es im Film so schön beschrieben wird. Dabei wird zum Einen versucht den Charme des 1984er Originals einzufangen, aber auch den aktuellen Vorstellungen eines Coming of Age Martial Arts Films gerecht zu werden. Inszenatorisch hat sich das Rad hier weiterbewegt und die Optik ist an die Sehgewohnheiten der TikTok-Generation angepasst. So sind die Kämpfe deutlich kürzer und knackiger geschnitten, was leider auch auf Kosten der Stunt Choreographie geht. Ben Wang der hier in die Rolle des Schülers schlüpft hat definitiv was drauf, aber so richtig zur Geltung kommt das etwas zu wenig. Da er bereits unter Jackie Chan Kung Fu gelernt hat, fängt man auch nicht bei Null an, sondern kann auf ein Fundament aufsetzen.

      Die Ausbildung wird daher auch eher kurz und knapp wiedergegeben, ist etwas Geschmackssache. Dafür steht eine kleine Romanze deutlich stärker im Mittelpunkt als das eigentliche Training. Sicherlich etwas Geschmackssache, aber durch das Großstadtfeeling mit schönen Bildern wird das ganze visuell gut umgesetzt. Ansonsten ist der Film inhaltlich zu verfahren und versucht zu viele Zielgruppen zu bedienen, Fans des Originals die mit etwas Nostalgie bedient werden und eben ein junges Publikum. Das Turnier gerät dabei deutlich in den Hintergrund. Ich weiß daher nicht ob es diesen Film gebraucht hätte, die Zusammenführung der beiden Filme macht für mich wenig Sinn und funktionieren besser als eigenständige Werke... und leider ist Jackie Chan hier auch nicht mehr der Frischeste, was übrigens auch für Ralph Macchio gilt.

      Insgesamt daher eher ein Film für die harten Fans der Reihe und deren Serienableger, aber nicht unbedingt was für Martial Arts Fans. Ich bleibe dann doch lieber beim 2010er Remake als alleinstehenden Film.

      ---

      Bild 4K: Leider konnte mich hier Bildqualität der 4K-Scheibe nicht vollends überzeugen. Das Bild ist filmisch und leicht körnig, aber in punkto Schärfe sehe ich hier keinen wirklichen Mehrwert gegenüber einer normalen HD-Scheibe. Die Farben sind dafür satt, aber auch wirklich viel wird aus HDR auch nicht rausgeholt, so bleibt am Ende ein etwas zwiespältiger Eindruck wo ich sagen würde, das die normale BluRay nicht signifikant schlechter sein wird. 3,5/5
      Zuletzt geändert von movieguide; Gestern, 13:32.

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      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Also ich fand den Film solide bis gut und fühlte mich als Fan des Franchises gut unterhalten- auch wenn man merkt, dass hier mehrere Zielgruppen angesprochen werden sollen, wie du ja geschrieben hast.
        PS: das UHD Bild ist doch super. Schärfe, Kontrast, Farben, Schwarzwert. Hm.

      • Kaneda
        Kaneda kommentierte
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        Mir hat er bekanntermaßen auch gut gefallen, ich hatte Spaß am Film, meine Töchter ebenfalls. Meine letzte(n) Bewertungen von 8 bis 8,5/10 bleiben bestehen. Und wie Alex erwähnte, so wie ich es auch sehe, das UHD-Bild ist Klasse.

      • movieguide
        movieguide kommentierte
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        Hmm, das Bild ist nicht schlecht - vielleicht lags am filmischen Look - war jedenfalls nur so semi-begeistert

    • Obsession - Du sollst mich lieben - Kino - 9/10

      Nicht nur zwecks Pierre Begeisterung zu dem Film, nein, auch ein paar Arbeitskollegen gaben mir eine dicke Empfehlung den Film im Kino zu schauen.

      Also mit Frau geschaut, und ja, ein wirklich großartiger Film. Den man wirklich im Kino schauen sollte, der total dunkle Raum, in Kombination mit den großen atmosphärischen Bildern und eben dem Sounddesign, welches im Kino dann teils zu den entsprechenden Szenen, brachial wiedergegeben wurde. Genau das bringt diesem Film bestimmt 2 Punkte mehr ein, daheim am TV geht da sehr wahrscheinlich einiges an Wirkung verloren.
      Apropos Wirkung, Inde Navarrette zaubert eine Performance auf die Leinwand, einfach Wahnsinn. Wenn sie immer wahnhafter wird, ihre Gesichtszüge plötzlich bizarrer erscheinen, dann gruselt es einen definitiv und nicht nur ihrem Freund Bear. Bei Bear (Michael Johnston) sehe ich es ähnlich wie Pierre, er hat einige gute Momente, spielt ansonsten solide auf.
      Aber Inde spielt ihn wirklich komplett an die Wand, letztlich tut das dem Filmvergnügen keinen Abbruch, man wird hier wirklich sehenswert unterhalten. Abschließend, einige blutige Szenen bietet der Film ebenfalls, sie wurden dezent, sowie gut platziert eingesetzt und verstärken gewisse Szenen/Momente zusätzlich.
      Kurzum, eine klare Empfehlung und eine glasklare Empfehlung, den Film im Kino zu schauen.




      Gruß Harry

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      • Sawasdee1983
        Sawasdee1983 kommentierte
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        Die Sequenz beim Spieleabend feier ich immer noch ;-)

      • Kaneda
        Kaneda kommentierte
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        Sawasdee1983. Ja die war Klasse, meinst du den Moment mit …. Zu deiner linken?!

      • Sawasdee1983
        Sawasdee1983 kommentierte
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        Kaneda genau und dann was im Anschluss geschieht ohne Worte, ohne Musik nur durch Taten. Genial gemacht

    • Volcano (WT)

      Alter, was habe ich mich amüsiert!

      Allerdings nur im Geiste und nicht laut, ist ja schließlich ne ernste Sache, so'n Vulkanausbruch im Herzen L. A.s!

      Wobei wir beim Hauptthema wären: der Ernsthaftigkeit! Denn offensichtlich haben es die Macher seinerzeit wirklich ernst gemeint, dem zahlenden Kinobesucher soviel Bullshit wie möglich in einem Film zu verkaufen! Was die da alles an Unlogischem und völlig absurdem reingeballert haben geht auf keine Kuhhaut! Hat schon einen Grund, daß der Streifen nicht Bestandteil der heimischen Sammlung ist.

      Mehr will ich gar nicht schreiben, das ist vergebene Liebesmüh.

      4 (mit gaanz viel Wohlwollen)


      Den brauche ich nicht nochmal!
      "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

      Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
      4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Der fast gleichzeitig erschienene Dantes Peak ist da schon unterhaltsamer.

      • movieguide
        movieguide kommentierte
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        fand den seinerzeit auch eger schwach. Dann doch lieber Dantes Peak

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      Greedy (Blu Ray)

      Die gierige Verwandtschaft des sterbenskranken Milliardärs Joe McTeague (Kirk Douglas) zittert um das Erbe. Als eine junge Frau auftaucht, schleusen die Erbschleicher den gutmütigen Neffen Daniel (Michael J. Fox) ein. Er soll das Vertrauen des alten Mannes gewinnen.

      Der Film bietet scharfzüngigen Humor und eine treffende Satire auf die menschliche Gier. Michael J. Fox spielt gewohnt charmant. Dennoch ist es nicht die beste Fox-Komödie. Ihm fehlt hier der rasant-leichte Witz aus Meisterwerken wie „Zurück in die Zukunft“ oder „Das Geheimnis meines Erfolges“.

      Allerdings schießt das Drehbuch bei seiner Figur quer. Der alte Douglas geht manchmal einfach zu weit. Seine Boshaftigkeit verliert in einigen Szenen den komödiantischen Charme. Zudem leidet das Tempo im Mittelteil. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden ist der Film gut 10 Minuten zu lange geraten. Einige Handlungsstränge ziehen sich zäh in die Länge.

      Trotz der Längen bleibt „Greedy“ unterhaltsam. Wer tiefschwarzen Humor und klassisches 90er-Jahre-Kino mag, wird gut bedient. Ein starkes Ensemble rettet die gestreckte Story.

      7 von 10 charmante Schrottplätze

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      • Sonny
        Sonny kommentierte
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        Habe den im April 24 zuletzt gesehen ( https://www.filme.eu/node/1232?p=413655#post413655 ) und ihm eine 2-3 gegeben.

        Putzigerweise habe ich ihn gar nicht mehr so gut in Erinnerung.

        Kirk Douglas glaubte im absoluten Herbst seines Lebens immer noch, er wäre der größte Schauspieler aller Zeiten und ein Gottesgeschenk an die Menschheit und das merkt man dann leider auch.

      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Sonny stimmt. Ich hätte anstelle von ihm lieber Walther Mattau gesehen - wäre vielleicht passender gewesen.

    • Rush Hour - 7,5/10

      RUSH HOUR ist wohl die bekannteste US-Actionkomödie von Hongkong Superstar Jackie Chan und sein erfolgreichstes Franchise außerhalb seiner Heimat. Quasi der internationale Zenit seiner Karriere.

      Brad Rattner inszenierte RUSH HOUR als unterhaltsames Buddy Movie in der Tradition diverser Genre-Klassiker der 80er Jahre. Auf der einen Seite der engagierte Inspektor Lee (Chan) und ihm als Aufpasser an die Seite gestellt das Großmaul Carter (Chris Tucker). Das hier nicht alles nach Plan verläuft liegt auf der Hand...
      Chris Tucker ist nach wie vor etwas gewöhnungsbedürftig und nervt von Zeit zu Zeit, dafür liefert er aber auch einige gelungene Steilvorlagen für Gags. Außerdem bildet er einen guten Kontrast zum hier recht kühlen Jackie. Kennt man sonst immer andersherum, mal ein netter Kontrast

      Die Action ist zwar kein Vergleich zu Jackies Stuntfeuerwerken aus der Hongkong Zeit, dafür wirkt das Gesamtbild oft stimmiger. Wenn man sich damit arrangiert hat man auch heute noch mit RUSH HOUR 90 Minuten Spaß.

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      • IMG_5682.jpeg

        Alone in the Dark (Directos Cut) (Blu-Ray)

        Uwe Bolls „Alone in the Dark“ aus dem Jahr 2005 verschenkt sein Potenzial durch unausgegorene Erzählstrukturen. Trotz solider Darsteller und visuell gelungener Schauplätze krankt die Videospielverfilmung an Hektik und flachen Dialogen, die die eigentlich dichte Atmosphäre der Vorlage oberflächlich verheizen.

        Christian Slater müht sich redlich als paranormaler Ermittler Edward Carnby, verliert sich aber in uninspirierten Actionszenen. Tara Reid als Archäologin Aline bleibt blass und fungiert abseits der Actionmomente primär als Stichwortgeberin. Stephen Dorff als militärischer Gegenspieler Commander Burke bringt zumindest etwas Energie mit, kann das wirre Skript jedoch nicht retten.

        Visuell fängt der Film die bedrückende Stimmung der Reihe stellenweise gut ein. Die Locations wissen zu gefallen und orientieren sich an der bedrohlichen Welt des Videospiels. Leider ist der letzte Feinschliff Mangelware. Die CGI-Kreaturen wirken oftmals klobig und fügen sich nicht nahtlos in das sonst schicke Setting ein - sind aber dennoch besser gealtert als man erwarten würde.

        Die Inszenierung verlässt sich zu stark auf hektische Schnitte anstelle von echtem Spannungsaufbau. Die Story wirkt überladen und lässt selbst für Kenner der Spiele zu viele Fragen offen.

        Für hartgesottene Action-Fans mag der Film als kurzweilige B-Movie-Unterhaltung taugen, aber wer tiefgründigen Horror sucht, wird enttäuscht. Fans des Franchise greifen lieber erneut zum Controller.

        6 von 10 abgenutzte Artefakte

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        • Anlässlich des 70. Geburtstags von Tom Hanks, gestern am 09.07.2026, lief folgender Film im heimischen Kino:

          The Green Mile (4)

          Regisseur Frank Darabont präsentierte 1999, 5 Jahre nach dem grandiosen "Die Verurteilten" (Platz 1 der Top 250 der IMDb-Nutzer, seit 2008!), einen weiteren herausragenden Gefängnisfilm (Platz 25), jetzt allerdings mit dem Fokus aus den sogenannten Todestrakt.

          Die Geschichte um den zum Tode verurteilten John Coffey ("Wie das Getränk, nur ein bißchen anders geschrieben.") ist hervorragend inszeniert und weist trotz seiner üppigen Laufzeit von exakt 3 Stunden (vor Abspann) keinerlei Längen auf. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn Darabont nimmt sich genug Zeit für eine ordnungsgemäße Charakterzeichnung jedes wichtigen Akteurs - etwas, das heutzutage leider nicht mehr oberste Priorität in Filmen hat.

          Abgesehen von der starken, eher ruhigen Inszenierung besticht der Film natürlich durch seine unheimlich gute Besetzung! Jede noch so kleine Rolle ist absolut passend besetzt und trägt dazu bei, diese ungewöhnliche Geschichte glaubhaft zu erzählen. Auch das ist bei aktuellen Produktionen eher rar.

          Wir sehen Tom Hanks, David Morse, Michael Clarke Duncan (+2012), Barry Pepper, Jeffrey DeMunn,Doug Hutchison, Graham Greene, Sam Rockwell, Michael Jeter (+2003), Harry Dean Stanton (+2017), Bonnie Hunt, Patricia Clarkson, William Sadler, Gary Sinise und James Cromwell, wobei ich hier 2 Schauspieler herausheben möchte: der (größer dargestellte) Michael Clarke Duncan mit seiner beeindruckenden physischen Erscheinung und überzeugenden Darstellung des im Grunde herzensguten Häftlings und Doug Hutchison, der den unsympathischen und sadistischen Wärter so dermaßen gut rüberbringt, daß man ihn von Anfang an nicht abkann. Das muß man in solch einer Form auch erstmal hinkriegen!

          Letztendlich bekommt man einen herausragenden, zeitlosen, modernen Klassiker des Films zu sehen, der auch nach über 26 Jahren nichts an seiner Kraft & Qualität eingebüßt hat! Er gehört in jede gut sortierte Filmsammlung und liegt bei mir im schönen 4K-Steelbook aus Italien (für 15,60 €!) vor.

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          "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

          Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
          4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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          • Alex Gabler
            Alex Gabler kommentierte
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            Ja, das ist definitiv ein 10er Film. Einfach ein Meisterwerk.

        • The Furious

          Da ist er also, der Film den die ganzen Kritiker als absolutes Meisterwerk feiern und gleichzeitig sagen, dieser Film hebt das Martial Arts Action Kino auf ein ganz neues Level. Witzigerweise viele Actionfans bei dem Film eher mit der Schulter zucken und sagen: Ja er ist gut, aber nicht annähernd auf dem Niveau von The Raid 2.
          Natürlich weckt dieser Hype um diesen Film bei mir als Martial Arts Fan natürlich ungeheure Neugierde und muss sagen, ja dieser Film ist gut, aber das Martial Arts Genre auf ein neues Level heben wie z.B. damals ein Ong Bak, ein Ip Man oder wie der oft erwähnte The Raid 2 um mal ein paar Beispiele aus den letzten 25 Jahren zu nennen, tut dieser Film nicht.
          Die Story des Films ist recht simpel und dient als reiner Aufhänger für jede Menge Actionsequenzen. Alles gut, passt soweit, dadurch hat dieser Film nicht viel überflüssiges Speck, hält die Erzählgeschwindigkeit hoch und Handlung hält eh nur auf. Wobei im letzten Drittel tatsächlich mal ein Hauch mehr Handlung kam und ich mir direkt dachte, mhmm 10 Minuten schon am quatschen und keine Prügelei, so langsam zieht es sich.
          Kommen wir aber zum Kernstück des Films, die Action, wo ich klasse finde, dass man jede Menge internationale Martial Arts Stars rangeholt hat und ich mich gefreut habe nach langer Actionpause endlich wieder Jeeja Yanin rumprügeln zu sehen. Sie hat zwar nicht viel Screentime, gefreut hat es mich aber trotzdem sie wieder zu sehen.
          Xie Miao und Joe Taslim machen ihre Sache gut, mit toller Ausstrahlung prügeln sie sich mit viel Körpereinsatz durch Wellen von Gegnern. Zu ersterem muss ich mal gucken ob ich mal noch mehr Filme von ihm zu sehen kriege, denn abseits von seiner Zusammenarbeit mit Jet Li wo er noch ein kleiner Junge war, habe ich nichts von ihm gesehen, dabei war er in Sachen Film recht fleißig.
          Die Action selbst ist wirklich top und handwerklich klasse in Szene gesetzt. Kein Wackelkamera, kein Schnittgewitter. Lange ruhige Takes, tolle Kamerafahrten und trotz vieler Leute im Bild nie unübersichtlich. Die Treffer und die Aufprälle sind hart, gefühlt ohne Netz und oder doppelten Boden und die Martial Arts Szenen sind toll choreografiert und toll und hart ausgeführt und die Actionszenen steigern sich im Verlauf des Films wirklich hervorragend. Hier kann sich Hollywood eine gehörige Scheibe von Abschneiden ohne Frage, aber ist das jetzt wirklich das neue Level, nein, denn tatsächlich hat man viele der Actionszenen, teilweise sogar 1 zu 1 in diversen Hongkong Actionfilmen zwischen 1980 und 1995 gesehen, aber auch teilweise in den Thai Actionfilmen der 0er Jahre und auch teilweise in den koreanischen Actionfilmen der letzten 20 Jahre. Dieser Film hebt das Martial Arts Actionkino nicht auf ein neues Level, aber was er macht, er packt die besten Stunts bzw. besten Actionsequenzen aus 45 Jahre Martials Arts Geschichte in einen Film fast und verpackt diese so dass diese mit einer Story, dass es alles in einem Film passt. Eine Hommage und Best of an das Martial Arts Actionkino. Sind die Stunts krass und heftig, ja sind sie, heben sie das ganze auf ein neues Level wie die Kritiker behaupten, nein. Ist The Raid 2 besser. Ja.
          Was die Brutalität angeht, ja der geht schon gut ab, aber warum dieser Film fürs deutsche Heimkino keine Altersfreigabe gekriegt ist, ist nicht wirklich nachvollziehbar auch hier ein The Raid blutiger und so manche CGI sah schon recht übel aus und damit meine ich nicht nur CGI Blut. Man sah auch manche Gegenstände dass sie nur CGI waren.
          Insgesamt muss ich sagen hatte ich aber definitiv Spaß mit diesem Film und sicherlich ist das auch ein Film den ich mir ganz gut öfters anschauen kann und auch werde. Aber der versprochene Mega Überfilm ist The Furious nicht.

          8,25/10 Punkte
          Letterboxd: Sawasdee1983

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          • Sawasdee1983
            Sawasdee1983 kommentierte
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            Alex Gabler lustigerweise habe ich letzte Woche noch einen Hongkong Actioner von 1989 gesehen wo einer der Stunts den man hier in The Furious sieht auch drin ist.
            und man wirklich zwei Lager von Reviews erkennen: Die einen die es total abfeiern und die anderen mit ich sage mal viel Filmwissen über Martial Arts Filme, die sagen ja er ist gut aber alles schomal gesehen.
            Immerhin niemand sagt er ist mies, weil mies ist dieser Film definitiv nicht, aber halt nicht der Überfilm wie so manche Kritiker behaupten.

          • Alex Gabler
            Alex Gabler kommentierte
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            Sawasdee1983 ja, die Erfahrung, egal in welchem Genre, macht eben viel aus. Umso cooler dass das Horror Genre grade wieder ein frisches Comeback erlebt.

          • Sawasdee1983
            Sawasdee1983 kommentierte
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            Alex Gabler jab wirklich sehr frisch und wirklich mal komplett was anderes bietet als was man sonst in den letzten Jahren gesehen hat

        • Collateral Damage

          Durch den Bullets und Fists Podcast hatte ich wieder Lust auf diesen Film.
          ich weiß noch wie dieser Film damals beworben wurde, der erste große Actionfilm in denen Terroristen das Garaus gemacht werden soll und Arnie würde diese Reihenweise im MacGyver Style platt machen und dann habe ich diesen Film gesehen und es war einfach nur pure Enttäuschung. Kaum Action und genauso wenig Macgyver. Ich fand diesen Film einfach nur langweilig.
          Mit den Jahren vermutlich aber auch der Tatsache geschuldet das man wenige später eine sehr lange Zeit keine Arnie Filme mehr zu sehen bekam, habe ich diesen Film aber mehr und mehr lieb gewonnen (so ist es übrigens auch bei anderen Arnie Filmen geschehen) und tatsächlich von den ganzen Arnie Filmen die in dem Ära nach True Lies und bevor er zum Governator wurde, einer Ära wo dank Filmen wie Speed und The Rock der klassische Actionheld nicht mehr gefragt war, ist Collateral Damage der Arnie Film den ich am meisten gesehen habe und irgendwie auch am liebsten davon mag.
          Klar dieser Film hat Probleme, es gibt inhaltlich nicht gerade wenige Logiklöcher. Während der wenigen Actionszenen sind Green Screens und CGI mehr als deutlich sichtbar sichtbar und trotzdem irgendwie mag ich diesen Film immer noch. Arnie zeigt eine gewisse verletzliche Seite ohne ewig rumzuheulen. Er hat immer noch ab und zu einen lockeren Spruch auf Lager. Klar er ist nicht mehr total Bad Ass wie in den 80ern und trotz "Pussy Punch" hat er immer noch seine Moment wo er seine angeborene Coolness wunderbar ausspielen kann.
          Ja dieser Film hat auch seinen MacGyver Moment, es ist nur recht kurz und man hätte da sicherlich deutlich mehr daraus machen können wenn nicht sogar müssen und den Twist sieht man praktisch schon nach wenigen Minuten kommen und es gibt so einige Momente die absolut hanebüchen sind.
          Aber in der Summe trotz all seiner Schwächen ist das ein Film den ich immer noch irgendwie mag und auch wenn der Arnie Bonus hier sicherlich ein große Rolle spielt.

          7/10 Punkte
          Letterboxd: Sawasdee1983

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