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Star Wars: Skeleton Crew (2023, Disney+)

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  • #31
    Hab die Serie jetzt am Wochenende durchgeschaut. Folge 6 und 7 bieten dann nochmal einen visuell gelungenen Showdown, wobei der Plottwist rund um die Heimatwelt der Kids doch sehr vorhersehbar war und für Erwachsene daher wenig Überraschungen parat hat. Wenn man sich aber mal die Hauptzielgruppe ins Gedächtnis ruft passt es dann doch wieder gut, denn meine Tochter fand die Serie super und auch das Ende gut. Visuell finde ich die Serie insgesamt sehr wertig produziert mit recht vielen Effekten versehen, wenn man da jetzt mal Arcolyte als Vergleich ranzieht ist die Serie vom production Value Lichtjahre voraus. Schöne Familienunterhaltung in meinen Augen, vielleicht kommt da ja irgendwann nochmal ne zweite Staffel, aber auch als Einzelprojekt rund.

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    • Alex Gabler
      Alex Gabler kommentierte
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      Schön, dass es euch gefallen hat. Meine Kleine (11J.) und ich mussten uns regelrecht durchkämpfen, ehe nach der sehr schwachen und „grauen“ Folge 4 für uns Schluss war.

  • #32
    Pflichtgemäß hab ich die Serie nun nachgeholt und habe haargenau Das bekommen, was man schon im Vorfeld erwarten konnte: nämlich eine Goonies-Variante im Weltall. Die Frage war nur, ob mir diese Serie genauso wie die Vorgänger mit Wokeness und schlechter Charakterisierung auf den Sack geht oder immerhin ehrlich bleibt.

    Im Grunde geht es um ein Rudel von Kids - alle so im Alter von 10 bis 12 - die auf einem recht harmonischen und deshalb auch ziemlich langweiligen Planeten aufwachsen, bis sie ein abgestürztes Raumschiff entdecken und mittels Autopilot ins Weltall geschleudert werden, woraufhin sie sich auf die Suche nach einem Rückweg machen müssen. An sich recht simpel, aber liebevoll gemacht und in verschiedenen Episoden aufgeteilt. In der ersten Folge geht es nur darum die Figuren vorzustellen und klarzumachen, dass man es mit Weltraum-Piraten zu tun bekommt. Anschließend landen die Kids in einem Piratennest, wo sie den gescheiterten Captain Jod Na kennenlernen und mit dem die Reise so richtig kurios wird.

    Alles in Allem ziemlich gut der Altersgruppe angepasst, aber auch noch so geschickt mit der DNA der Goonies durchsetzt, dass auch die Erwachsenen mit der Show etwas anfangen können. Insgesamt empfand ich die Show einmal wohltuend anders im Gegensatz zum Rest des Disney-Repertoires. Man zeigt nämlich keine bekannten Figuren mit denen man Fans anpissen könnte, man nervte sie nicht schon vorher mit LGB-Ding-Dong-Bullshit oder irgendeiner aufgesetzten SJW-Kacke oder hat uns schon vorher Superlativen versprochen, die man niemals einhalten konnte. Anders ausgedrückt hat man sich selbst und dem Publikum eine Menge Druck erspart, was es mir ermöglicht hat mich viel neutraler der Serie widmen zu können.
    Und tatsächlich habe ich mich hier ganz gut unterhalten gefühlt, weil die Serie viel charmanten Humor und daneben eine Menge Action liefert. Interessant war vor allem der Charakter von Jude Law, weil man nicht wusste, ob er nun den Kindern hilft oder sich selbst der Nächste ist. Faktisch aber ist er selbst hin und hergerissen. Nick Frost als einäugiger, raubeiniger Piratendroide mit Ratte im Gehäuse war sehr liebevoll und ebenso hochwertig gemacht; würde gar ein ideales Spielzeug für meine Nichten abgeben. Und die Fieslinge konnte man einfach auch als gierige Piraten darstellen, ohne dass es groß Erklärungen brauchte. Sogar die Schnitzeljagd (mal wieder) war für mich dieses Mal nicht so nervtötend und mir gefiel sogar die zarte Kritik am Kommunimus zwischen den Zeilen.

    Was man negativ hervorheben könnte, war der heftige Logikfehler gleich in der ersten Episode. Wie kann ein abgestürztes Schiff, gefühlte 50 Jahre und Erde begraben, einfach so wieder flugtauglich sein? Für meinen Geschmack viel zu übertrieben. Andererseits konnte die Serie so richtig schnell in Fahrt kommen, was mir ebenfalls zusprach. Nicht umsonst überschreiten die Episoden kaum die 40-Min-Marke. Der Charakter von Fern ging mir als Proto-Tusse einer Girl-Boss-Bitch anfangs schon ordentlich auf den Sack, gehört allerdings zum Reifeprozess der Figur, denn sie musste kennenlernen, dass man sich mit dem Verhalten a) keine Freunde macht und b) auf sich alleine gestellt sein ganz schwierig sein kann. Das hat mich schon überrascht, nachdem Disney schon seit Jahren kaum noch irgendwie Tiefe und Sinn in ihren Storylines haben wollten.

    Für mich definitiv eine der besten Serien, die LucasArts und Kennedy hervorgebracht haben. Gut, das Level ist dabei generell extrem niedrig, aber genau deswegen ist Skeleton Crew eine wahre Wohltat, weil sie ganz neutral aus dem woken Dickicht heraussticht und Piratenspaß gekonnt mit Star Wars verbindet. Etwas banal und extrem an die Goonies angelehnt, aber der Entertainment-Faktor steht hier wieder sehr viel deutlicher im Vordergrund. Ich persönlich hätte hier gerne eine zweite Staffel gesehen, deren Chancen momentan 50:50 stehen. Einerseits ist das Teil bei Release ultra-brutal gefloppt. Andererseits haben sich in den letzten Monaten schon etwas mehr Leute für die Show interessiert und die Produktionskosten waren nicht so dermaßen groß. Momentan wird eine zweite Staffel offiziell in der Entwicklung gelistet. Die erste Staffel wäre mir immerhin 7 von 10 Credits wert.
    "Kommt Geister, die ihr lauscht auf Mordgedanken . . . und entweiht mich!" - MacBeth

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    • movieguide
      movieguide kommentierte
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      war nur leider nicht sehr erfolgreich, daher ist fraglich ob es je eine 2. Season geben wird

    • Fiend For Life
      Fiend For Life kommentierte
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      Dachte ich zunächst auch und hab darum extra nochmal nachgesehen. Stand Februar 2026 - also ganz aktuell - hat man eine zweite Staffel offiziell zumindest in die Entwicklung geschickt. Das ist noch längst keine Garantie, da die Quoten wirklich sehr mager waren. Anscheinend haben im letzten Jahr doch konstant ein paar Neugierige reingeklickt und mit 136 Mio Dollar kostete die Show "gerade mal" so rund 40% der anderen Star-Wars-Serien. Das räumt der Skeleton Crew doch wieder eine reelle Chance ein. Mich und meine Nichten würd`s freuen.
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