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Star Wars: The Acolyte (SWU) (Disney+)

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  • #91
    Insgesamt war die Serie 63 Tage in den Top 10 bei Disney+ unter den Serien auf Platz 13 dieses Jahr rein auf den Disney+ Charts, aber mit weitem Abstand von den Top 3 auf Disney+ unter den Serien die übrigens lauten

    1) Greys Anatomy
    2) Bluey
    3) Modern Family

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    • #92
      Die Macher behaupten nun dass die Serie zwar erfolgreich war aber nicht erfolgreich genug um Kosten für eine Season 2 zu decken.

      Die wollen das Wort flop einfach nicht in den Mund nehmen

      https://comicbookmovie.com/tv/star-wars/the-acolyte-disney-boss-reveals-why-the-divisive-star-wars-tv-series-was-canceled-after-one-season-a215198#gs.jahxrd

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      • #93
        Ich hatte nun endlich ein paar Tage Urlaub und bin gerade dabei einige Sachen nachzuholen, was dann letztendlich auch in The Acolyte geendet hat. Zu meiner Überraschung war die Serie tatsächlich um einiges besser, als ich zunächst erwartet hatte. . . . Okay, das war im Grunde gar Nichts, aber es gibt trotzdem einige Aspekte, die ich ganz in Ordnung fand, obwohl ich einige Vorurteile nahtlos als bestätigt betrachte.

        Als erstes fiel mir auf, dass es sich bei dieser Geschichte nicht einfach nur um eine chaotische Actionserie handelt wie Mando oder eine ausgelutsche Schnitzeljagd wie Ahsoka, sondern man sich tatsächlich auch inhaltlich wieder der Franchise annähern wollte und sich mit dem klassischen Kampf von Gut gegen Böse beschäfigt; von den Jedi und den Sith. Dabei gefiel mir besonders, dass man sich auch mit den Schattenseiten des Ordens auseinandersetzt wie Zwangsrekrutierung und der Ausgrenzung anderer Strömungen. Übrigens sehr ähnlich wie in jeder Weltreligion; Man also einen gelungenen Bogen in die echte schafft und auch berechtigte Kritik nehmen kann. Außerdem kam mir die verschachtelte Erzählweise entgegen, wo es eigentlich um eine Mordserie geht, die wiederum auf eine Vertuschung des Jedi-Ordens zurückgeht. Es gibt Zeitsprünge, falsche Fährten, falsche Erwartungen und ebenso Offenbarungen, was durchaus Laune macht. Nicht jeder Charakter ist nämlich so, wie er sich gibt, was sich wiederum auf die anderen Charaktere bezieht und man sich fragen muss, ob man ihnen trauen kann oder auch nicht. Ergänzt wird dieses Szenario von einem soliden Storytelling, teilweise schon überraschender Charaktertiefe und ab und an auch einigen ebenso solide inszenierten Actionszenen.

        Bis hier und und prinzipiell eigenlich schon eine gute Serie. Was The Acolyte dann doch wieder sehr arg nach unten zieht, sind die Begleitumstände von extremer Wokeness und schlechtem Personal hinter den Kulissen. Dass man zunächst einmal die Chef-Assistentin von ausgerechnet DEM Harvey Weinstein zur Showrunnerin machen musste, war nicht nur unglücklich, sondern saumäßig dumm. Noch dümmer war es zuzugeben, dass man an sich Nichts mit Star Wars zu tun haben möchte - obwohl man eine Show zur Franchise dreht - und die Autoren von Star Wars auch keinen Ahnung haben sollen; wegen Unvoreingenommenheit und so. . Aber am allerdümmsten war es offen zu proklamieren, dass man mit The Acolyte die "schwulste Show" des Universums schaffen wollte und das auch noch rein zum Selbstzweck diesen gesamten LGB-Ding-Dong-Schwachsinn zu glorifizieren, was sich faktisch tatsächlich ziemlich übel in der Serie niederschlägt. So sehr ich die Idee einer eigenen Sekte innerhalb des Jedi-Glaubens begrüßte, so wirkte diese gesamte Gruppe krampfhaft peinlich und die Homo-Propaganda einfach nur nervig und vollkommen an der echten Welt vorbei. Die Ritual-Szene empfand ich mit einem immensen Fremdschäm-Faktor völlig fehl am Platz und dass Osha und Mae eigentlich ein und derselbe Mensch sein sollen, die aber so eine Art Ying ung Yang darstellen sollen, war mir viel zu spirituell, zündet auch nicht wirklich führt sich gegen Ende selbst ad absurdum. Außerdem war der gesamte Cast zwar generell gut, aber wieder mal sowas von dermaßen nicht-divers, dass kaum bis gar keinen weißen Mann mehr zu sehen bekommt. Außer Lee Jung-jae und der ist ja Asiate. XD Gefühlte 50% des Castes sind schwarz und dann ist man entweder Latino, Asiate oder kommt so richtig übel schwul rüber, wo Style die Substanz bei weitem übertrifft.

        Kurzum: Nach Sichtung des meistgehassten Disney-Serie ever trete ich The Acolyte nicht so dermaßen negativ gegenüber, wie manche Meinungen und das Personal dahinter es vermuten ließen. Ein Teil des schlechten Buzz geht sicherlich auf den Werbekampagne und die Aussagen der Kreativen vor und hinter der Kamera zurück; ein anderer Teil, weil die Show tatsächlich gleichermaßen Propaganda für fast alle Aspekte des Woke Shit betreibt und auch noch dementsprechende, oberpeinliche Szenen abliefert. Daneben liefert die Serie jedoch auch überraschend gutes Storytelling mit einer raffinierten Geschichte ab, die man schon länger nicht mehr in der Franchise sehen könnte, und auch noch einen Bogen zu den klassischen Star Wars Leitmythen schlagen kann, was ich definitiv wohlwollend aufgenommen hab. Dank der weiterhin fabelhaften Optik - teuer genug war die Serie ja immerhin - möchte ich hier noch eine knapp durchschnittliche Wertung von 4/10 abgeben. Für mich bleibt Ahsoka also weiterhin der absolute Tiefpunkt.
        "Kommt Geister, die ihr lauscht auf Mordgedanken . . . und entweiht mich!" - MacBeth

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