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The Grand Budapest Hotel (Netflix)
Zweitsichtung. „The Grand Budapest Hotel“ ist das unangefochtene Kronjuwel in Wes Andersons Schaffen – und für mich der einzige brauchbare Film seiner Karriere, bei dem die Substanz tatsächlich mit der Form mithält. Während andere Anderson-Werke oft in ihrer eigenen Skurrilität („Asteroid City“ musste ich nach 10 Minuten ausmachen) ersticken, trifft dieser Film den perfekten „Sweet Spot“ zwischen nostalgischem Märchen und melancholischer Tragödie.
Das Herzstück ist die schauspielerische Starriege, die sich wie das „Who is Who“ Hollywoods liest. F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton, Owen Wilson, … Doch über allen thront Ralph Fiennes als legendärer Concierge Monsieur Gustave H. Fiennes liefert hier (neben seinem Amon Goeth in „Schindlers Liste“) eine Karrierebestleistung ab: Seine Darbietung ist eine Mischung aus adeliger Etikette, alltäglichem Fluchen und tiefer Menschlichkeit. Er trägt den Film mit einer Eleganz, die selbst in den absurdesten Momenten niemals ins Lächerliche kippt.
Visuell ist das Werk eine Offenbarung. Die Kameraarbeit von Robert Yeoman setzt Andersons Fetisch für Symmetrie perfekt um. Jedes Bild wirkt wie ein sorgfältig komponiertes Ölgemälde oder ein Diorama aus einem Puppenhaus. Die Nutzung verschiedener Bildformate für die unterschiedlichen Zeitebenen ist kein bloßes Gimmick, sondern unterstützt die erzählerische Tiefe. Die Farben, von knalligem Konditor-Rosa bis hin zu tiefem Lila, machen den Film zu einem visuellen Fest.
Anders als seine oft unterkühlten Vorgänger besitzt „The Grand Budapest Hotel“ jedoch eine Seele. Hinter der perfekt symmetrischen Fassade verbirgt sich eine rührende Geschichte über Freundschaft und den Untergang einer alten Weltordnung. Ein visuelles Meisterwerk, das beweist, dass Perfektionismus nicht zwangsläufig emotionslos sein muss.
8 von 10 L´Air de Panache Parfumfläschchen auf Vorrat
The Grand Budapest Hotel (Netflix)
Zweitsichtung. „The Grand Budapest Hotel“ ist das unangefochtene Kronjuwel in Wes Andersons Schaffen – und für mich der einzige brauchbare Film seiner Karriere, bei dem die Substanz tatsächlich mit der Form mithält. Während andere Anderson-Werke oft in ihrer eigenen Skurrilität („Asteroid City“ musste ich nach 10 Minuten ausmachen) ersticken, trifft dieser Film den perfekten „Sweet Spot“ zwischen nostalgischem Märchen und melancholischer Tragödie.
Das Herzstück ist die schauspielerische Starriege, die sich wie das „Who is Who“ Hollywoods liest. F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton, Owen Wilson, … Doch über allen thront Ralph Fiennes als legendärer Concierge Monsieur Gustave H. Fiennes liefert hier (neben seinem Amon Goeth in „Schindlers Liste“) eine Karrierebestleistung ab: Seine Darbietung ist eine Mischung aus adeliger Etikette, alltäglichem Fluchen und tiefer Menschlichkeit. Er trägt den Film mit einer Eleganz, die selbst in den absurdesten Momenten niemals ins Lächerliche kippt.
Visuell ist das Werk eine Offenbarung. Die Kameraarbeit von Robert Yeoman setzt Andersons Fetisch für Symmetrie perfekt um. Jedes Bild wirkt wie ein sorgfältig komponiertes Ölgemälde oder ein Diorama aus einem Puppenhaus. Die Nutzung verschiedener Bildformate für die unterschiedlichen Zeitebenen ist kein bloßes Gimmick, sondern unterstützt die erzählerische Tiefe. Die Farben, von knalligem Konditor-Rosa bis hin zu tiefem Lila, machen den Film zu einem visuellen Fest.
Anders als seine oft unterkühlten Vorgänger besitzt „The Grand Budapest Hotel“ jedoch eine Seele. Hinter der perfekt symmetrischen Fassade verbirgt sich eine rührende Geschichte über Freundschaft und den Untergang einer alten Weltordnung. Ein visuelles Meisterwerk, das beweist, dass Perfektionismus nicht zwangsläufig emotionslos sein muss.
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