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    The Grand Budapest Hotel (Netflix)

    Zweitsichtung. „The Grand Budapest Hotel“ ist das unangefochtene Kronjuwel in Wes Andersons Schaffen – und für mich der einzige brauchbare Film seiner Karriere, bei dem die Substanz tatsächlich mit der Form mithält. Während andere Anderson-Werke oft in ihrer eigenen Skurrilität („Asteroid City“ musste ich nach 10 Minuten ausmachen) ersticken, trifft dieser Film den perfekten „Sweet Spot“ zwischen nostalgischem Märchen und melancholischer Tragödie.

    Das Herzstück ist die schauspielerische Starriege, die sich wie das „Who is Who“ Hollywoods liest. F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Harvey Keitel, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Tilda Swinton, Owen Wilson, … Doch über allen thront Ralph Fiennes als legendärer Concierge Monsieur Gustave H. Fiennes liefert hier (neben seinem Amon Goeth in „Schindlers Liste“) eine Karrierebestleistung ab: Seine Darbietung ist eine Mischung aus adeliger Etikette, alltäglichem Fluchen und tiefer Menschlichkeit. Er trägt den Film mit einer Eleganz, die selbst in den absurdesten Momenten niemals ins Lächerliche kippt.

    Visuell ist das Werk eine Offenbarung. Die Kameraarbeit von Robert Yeoman setzt Andersons Fetisch für Symmetrie perfekt um. Jedes Bild wirkt wie ein sorgfältig komponiertes Ölgemälde oder ein Diorama aus einem Puppenhaus. Die Nutzung verschiedener Bildformate für die unterschiedlichen Zeitebenen ist kein bloßes Gimmick, sondern unterstützt die erzählerische Tiefe. Die Farben, von knalligem Konditor-Rosa bis hin zu tiefem Lila, machen den Film zu einem visuellen Fest.

    Anders als seine oft unterkühlten Vorgänger besitzt „The Grand Budapest Hotel“ jedoch eine Seele. Hinter der perfekt symmetrischen Fassade verbirgt sich eine rührende Geschichte über Freundschaft und den Untergang einer alten Weltordnung. Ein visuelles Meisterwerk, das beweist, dass Perfektionismus nicht zwangsläufig emotionslos sein muss.

    8 von 10 L´Air de Panache Parfumfläschchen auf Vorrat

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    • Sonny
      Sonny kommentierte
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      Wes Andersons Filme sind echt nicht meins, dabei stehe ich auf schräger Zeug.

    • Alex Gabler
      Alex Gabler kommentierte
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      Sonny meins auch nicht. Der hier ist wirklich eine überraschende Ausnahme.

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    Spider-Man (2002) (4K UHD)

    Als Peter Parker von einer genetisch veränderten Spinne gebissen wird, erhält der schüchternere und unbeholfene Außenseiter spinnenähnliche Fähigkeiten, die er eines Tages einsetzen muss, um das Böse als Superheld zu bekämpfen. Als sich in seiner Familie eine Tragödie ereignet, spitzt sich die Lage zu.

    Für mich gibts nur einen Spidey und zwar den Maguire Spider-Man, inszeniert von Sam Raimi (Tanz der Teufel). Mit den anderen wurde ich nie warm.
    Fun Fakt am Rande: dies war der allererste Film, der alleine am Eröffnungswochenende über 100 Millionen Dollar einspielte! Sogar Inflationsangepasst.

    Teil 1 dieser Trilogie zeigt natürlich den Werdegang vom Loser zum Superhelden, der sich nun auch im wahren Leben nichts mehr gefallen lässt und endlich mal um seine große Liebe Mary Jane (die ich ja nach wie vor einfach unsympathisch finde) kämpft.
    Für mich bietet der Film fast alles. Viel Humor, starke sowie sympathische Charaktere, ein tolles Setting (New York geht eben immer), coole Action und eine feine (vorhersehbare) Origin-Story.
    Spider-Man von 2002 kann man eben immer wieder mal gut zwischendurch schauen.

    Das Bild der 4K UHD ist Sony-typisch richtig gut geworden. Es zeigt neben warmen natürlichen Farben ein sattes schwarz, schöne HDR Highlights in Form von Glanz und Spiegelungen an den Karosserien oder Blaulichtern. Auch die Schärfe ist erstaunlich, vor allem bei den gut ausgeleuchteten Tageslichtszenen in Big Apple. Hier sieht man jedes einzelne Fenster der Hochhäuser und auch die Kanten derer sind messerscharf. Dazu gibts fein aufgelöstes Filmkorn zu sehen, das auf jeden Fall einen analogen filmischen Look hinterlässt. Achja, mein Lieblingsansichtsformat von von 1,85:1, also einem 16:9 Vollbild ohne Balken, gibts obendrauf, damit man alle Details in New York absuchen kann.

    8,5 von 10 Spinnenbisse

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    • Stromberg – Wieder alles wie immer - Prime - 6,5-7/10

      Als großer Fan der Serie und des Films, freute ich mich das nach so langer Zeit noch etwas kam.

      Eines gleich vorweg, man hat einen nahezu komplett anderen Ansatz gewählt. Wer hier Stromberg in Büro-Action mit seinen derben Sprüchen erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Stromberg und ein paar seiner Kollegen werden zu einer Wiedersehens Show im TV eingeladen. Schnell merkt man das die jüngeren Mitarbeiter der Show, mit Stromberg absolut nichts anfangen können, während ein paar Schnipsel aus Capitol Zeiten laufen. Die jüngere Generation ist heute politisch korrekt eingestellt und kann bei seinen Sprüchen nur entsetzt den Kopf schütteln.
      Dazu geraten Fans und Gegner von Stromberg vor dem TV-Studio aneinander, man merkt hier, der Regisseur wollte es zeitgemäß inszenieren.
      Aufgrund einer Verschiebung der Show, gehen Stromberg und seine Kollegen etwas trinken. Hier fängt es an, die Fassade von Stromberg bröckelt leicht. Seine Coolness die er nach außen hin trägt, wird nach und nach demontiert…

      Mehr will ich auch nicht verraten, der Ansatz des Filmes ist mutig. Der Blick in die Seele von Stromberg nach dieser langen Zeit, in denen er seinen Kollegen mal wieder vorspielt, wie erfolgreich er mittlerweile ist.
      Doch sein Gebilde ist wackelig und bricht nach und nach in sich zusammen. Zwar bietet der Film noch einige typische Stromberg Momente, überwiegend ist er aber eher bitter in Szene gesetzt und wie erwähnt, demontiert er Stromberg überwiegend.
      Kurzum, klar hatte ich etwas anderes erwartet, wenn man an Stromberg denkt. Doch ich konnte mich mit der Herangehensweise anfreunden. Erfrischend anders wäre falsch formuliert, ungewöhnlich unkonventionell könnte besser passen.




      Gruß Harry

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      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Ich konnte mit Stromberg „leider“ nie was anfangen.

      • Kaneda
        Kaneda kommentierte
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        Alex Gabler. Ja, entweder man liebt es oder nicht.. ich habe mich köstlich amüsiert und Serie wie Film schon oft geschaut.

    • The Hitman (Youtube)

      Ich habe diesen Film über 20 Jahre nicht mehr gesehen und praktisch keine Erinnerung mehr an diesen Film gehabt, außer dass ich den damals mochte, naja nun nach der aktuellen Sichtung mag ich den irgendwie weniger.
      Man merkt hier schon dass die glorreiche Zeit von Cannon hier non vorbei war und man auf dem absteigenden Ast war. Chuck Norris als Enforcer für die Mafia ohne Frage sehr cool und auch geht es hier Verhältnismäßig blutig zur Sache und ist ein eher dreckiger Film.
      Problem ist nur dass Chuck Norris jetzt gefühlt die Hälfte des Films nicht zu sehen ist und hier es hauptsächlich um Machtkämpfe zwischen diverser Mafiaparteien gibt und das gab inhaltlich bei diesem Film jetzt nicht wirklich viel her zumal es in Sachen Mafia Filmen Titel gibt die da ein komplett anderes Kaliber gibt.
      Und trotz der Härte hat dieser Film jetzt auch gefühlt nicht so viel Action, erst Recht auch eher weniger als man sonst von einem Chuck Norris Film gewöhnt ist, wodurch es in diesem Film trotz seiner 91 Minuten Laufzeit schon zu ein paar Längen kommt. Auch der ganze Nebenplot mit dem Nachbarjungen fühlt sich in diesem Film wie ein Fremdkörper an udn will nicht passen, das ist eher was, was man aus Walker Texas Ranger kennt. Das Finale geht aber dafür zumindest ganz gut ab und war sehr unterhaltsam.
      Man merkt aber ansonsten auch direkt dass dieser Film für Charles Bronson gedacht ist, weniger für Chuck Norris und sicherlich wäre Bronson hier die bessere Wahl.
      Insgesamt fand ich diesen Chuck Norris Klassiker schon eher schwach und jeden anderen Chuck Norris Film aus den 80ern deutlich besser.

      3/10 Punkte
      Letterboxd: Sawasdee1983

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        Thrash (Netflix) (Dolby Vision, Dolby Atmos)

        Während eines verheerenden Hurrikans kämpft eine Küstenstadt gegen die Naturgewalt und attackierende Haie. In Regen und Dunkelheit müssen die Bewohner zusammenhalten, um zu überleben.

        „Crawl“ trifft auf „Sharknado“. Denn, wenn der norwegische Regisseur Tommy Wirkola (Dead Snow, What happened to Monday?) ein Genre anpackt, darf man kein subtiles Arthouse-Kino erwarten. Sein neuester Netflix-Beitrag ist eine exzessive Liebeserklärung an das Thrash-Kino, die jedoch mit einem überraschend hohen Produktionswert daherkommt.

        Inhaltlich bleibt der Film seinen Wurzeln treu. Ja, die Charaktere bedienen fast jedes Klischee, denn vom traumatisierten Helden bis zum skrupellosen Antagonisten ist alles dabei. Doch Wirkola nutzt diese Stereotypen und mehrere Handlungsstränge geschickt als „Haifutter“, was den Unterhaltungsfaktor eher hebt als senkt. Der Film ist kompromisslos blutig und spart nicht an kreativen Kills, was ihn deutlich vom weichgespülten Einheitsbrei abhebt.

        Das größte Plus sind die beeindruckenden Sets. Man verzichtet auf billige Studio-Optik und inszeniert den Überlebenskampf in einer atmosphärisch dichten Kulisse, die durch ein starkes Lichtdesign besticht. Unterstützt wird dies von einer technischen Umsetzung, die für das Genre Maßstäbe setzt: Die Spezialeffekte sind eine gelungene Mischung aus handgemachten Splatter-Momenten und CGI, das sich nicht verstecken muss. Wer den Film über eine entsprechende Anlage schaut, wird vom Dolby Atmos-Sound regelrecht verschlungen – das bedrohliche Grollen des Wassers und die direkten Sound-Effekte bei den Attacken sorgen für eine dynamische Räumlichkeit und machen den Film gleich noch packender.

        Wirkola liefert in den 85 Minuten Spielzeit genau das, was Fans von Hai-Filmen suchen: eine teilweise spannende, technisch gelungene Achterbahnfahrt, die zwar charakterlich flach bleibt, dafür aber visuell und akustisch voll zubeißt. Genre-Fans mit einer Vorliebe für gepflegten Gore sollten mal einen Blick riskieren.

        7 von 10 abgebissene Gliedmaßen

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        • Kaneda
          Kaneda kommentierte
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          Na das klingt doch gut, für einen kurzen unterhaltsamen Nobrainer habe ich heute noch Zeit.

        • Alex Gabler
          Alex Gabler kommentierte
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          Kaneda ja, hau rein. Der läuft sogar nur 78 Minuten. :)

      • Red Sun Risung (Youtube)

        Ich hatte keine Ahnung mehr ob ich diesen Film gesehen habe oder nicht, aber aufgrund des Bullets und Fists Podcast wollte ich diesen Don The Dragon Wilson Film zumindest mal sehen. Jetzt ist dieser Film für mich nicht der schlechtes Don Wilson Film aber auch nicht der Beste. Im Grunde ist dieser irgendwo dazwischen.
        Überrascht war ich wie viele bekannte Gesichter hier in Nebenrollen auftauchen und natürlich hat Don Wilson weiterhin den Vorteil dass er wie immer sehr sympathisch ist. Auch das Zusammenspiel mit DS9 Schnuckelchen Terry Farrell ist super, vor allem sie hat klasse Sprüche raus.
        Für eine Low Budget DTV Produktion sieht dieser Film auch vergleichsweise hochwertig aus. Auch die Fights gehören hier klar zu den besseren als man es sonst von Don Wilson kennt, zwar können diese natürlich nicht mit den großen Filmfights mithalten, egal ob von heute oder von damals, aber sind trotzdem ganz ordentlich. Die Trainingsmontage ist auch ganz nett auch wenn es hier in dem Bereich auch viele bessere gibt. Die Action selbst ist auch ordentlich über den Film verteilt, so dass dieser Film nie langweilig ist, aber so richtig mitgefiebert habe ich auch nie.
        Die Story selbst ist simpel gehalten und gefühlt in ähnlicher Form auch schon oft gesehen, wobei die Magie Elemente jetzt nicht hätten sein müssen, das war etwas zu viel des guten und hat mich ständig die Augen verdrehen lassen. Hier wäre weniger mehr gewesen.
        Insgesamt ein rechts kurzweiliger DTV Actioner, denn man sich anschauen kann wenn man auf Filme dieser Art steht, aber man verpasst jetzt nichts wenn man diesen Film auslässt

        5/10 Punkte
        Letterboxd: Sawasdee1983

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        • Zitat von Alex Gabler Beitrag anzeigen
          IMG_4868.jpeg

          Thrash (Netflix) (Dolby Vision, Dolby Atmos)

          Während eines verheerenden Hurrikans kämpft eine Küstenstadt gegen die Naturgewalt und attackierende Haie. In Regen und Dunkelheit müssen die Bewohner zusammenhalten, um zu überleben.

          „Crawl“ trifft auf „Sharknado“. Denn, wenn der norwegische Regisseur Tommy Wirkola (Dead Snow, What happened to Monday?) ein Genre anpackt, darf man kein subtiles Arthouse-Kino erwarten. Sein neuester Netflix-Beitrag ist eine exzessive Liebeserklärung an das Thrash-Kino, die jedoch mit einem überraschend hohen Produktionswert daherkommt.

          Inhaltlich bleibt der Film seinen Wurzeln treu. Ja, die Charaktere bedienen fast jedes Klischee, denn vom traumatisierten Helden bis zum skrupellosen Antagonisten ist alles dabei. Doch Wirkola nutzt diese Stereotypen und mehrere Handlungsstränge geschickt als „Haifutter“, was den Unterhaltungsfaktor eher hebt als senkt. Der Film ist kompromisslos blutig und spart nicht an kreativen Kills, was ihn deutlich vom weichgespülten Einheitsbrei abhebt.

          Das größte Plus sind die beeindruckenden Sets. Man verzichtet auf billige Studio-Optik und inszeniert den Überlebenskampf in einer atmosphärisch dichten Kulisse, die durch ein starkes Lichtdesign besticht. Unterstützt wird dies von einer technischen Umsetzung, die für das Genre Maßstäbe setzt: Die Spezialeffekte sind eine gelungene Mischung aus handgemachten Splatter-Momenten und CGI, das sich nicht verstecken muss. Wer den Film über eine entsprechende Anlage schaut, wird vom Dolby Atmos-Sound regelrecht verschlungen – das bedrohliche Grollen des Wassers und die direkten Sound-Effekte bei den Attacken sorgen für eine dynamische Räumlichkeit und machen den Film gleich noch packender.

          Wirkola liefert in den 85 Minuten Spielzeit genau das, was Fans von Hai-Filmen suchen: eine teilweise spannende, technisch gelungene Achterbahnfahrt, die zwar charakterlich flach bleibt, dafür aber visuell und akustisch voll zubeißt. Genre-Fans mit einer Vorliebe für gepflegten Gore sollten mal einen Blick riskieren.

          7 von 10 abgebissene Gliedmaßen
          Gerade beendet, bis auf einen Punkt kann ich Alex nur zustimmen. Der eine Punkt ist das Mini Cabrio von Lisa, das in den (glaube) ersten zwanzig Minuten (+/-) der Flut zum Opfer wird. Als Besitzer und großer Fan des Mini Cabrio, hat mich die Sequenz extrem getroffen.
          Abgesehen davon, ist dem Review von Alex nichts hinzufügen, er hat es wie so oft, gut um(beschrieben). Bin letztlich bei ihm, auch Dank kurzer Laufzeit und flotter Inszenierung, daher auch von mir:

          7 von 10 überfluteten Mini Cabrios




          Gruß Harry

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          • Drive - Directors Cut (DVD)

            Ich habe diesen DTV Klassiker seit über 20 Jahren nicht mehr gesehen aber durch den Bullets und Fists Podcast wieder Lust drauf gekriegt, zumal ich diesen Film als sehr gut in Erinnerung hatte.
            Auch wenn dieser Film jetzt vielleicht nicht so einen hohen Bekanntheitsgrad hat, gilt dieser Film unter Actionfans als absoluter Geheimtipp und genießt Kultstatus, dabei ist es ein recht wilder Genre Mix aus Sci Fi, Buddy Movie, Road Movie, Comedy und Action. Dass es sich hier aber um einer DTV Produktion handelt, merkt man diesem Film zu keiner Sekunde an. Optisch hat das Ganze absolute Kinoqualität.
            In der Directors Cut Version dauert dieser Film ca. 20 Minuten länger und auch wenn ich diesen Film nicht mehr ganz so gut finde wie vor 20 Jahren hat er es immer noch in sich. Problematisch waren halt die Comedy Elemente in diesem Film, die sehr oft ins Alberne abdriftet. Vor allen Brittany Murphy in einer Nebenrolle als durchgeknallte Motel Besitzerin war sowas von Over The Top verrückt, solche Charaktere werden normalerweise schon weggesperrt. Auch hat dieser Film zwischendurch ein bisschen Leerlauf, weshalb es zu ein paar Längen kommt.
            Wo dieser Film aber gewaltig punktet sind die Actionsequenzen. Marc Dacascos hat hier nicht nur die besten Martial Arts Szenen seiner Karriere hingelegt, auch hat dieser Film bis heute einige der besten Martial Arts Action die je in einer US Produktion gezeigt werden. Die Fights sind auf Hongkong Niveau und was Dacascos dazu noch an Akrobatik hinlegt, das macht die Actionszenen zu einem absoluten Filmgenuss. Alleine schon das 25 Minuten lange Finale in der Bar ist pures Martial Arts Fest, wie es heute kaum noch gezeigt wird. Erst recht nicht mehr in US Filmen.
            In der Summe auch wenn dieser Film aufgrund des Humors etwas speziell ist, ist dieser Film absolutes Pflichtprogramm für jeden Martial Arts Fan.

            7/10 Punkte
            Letterboxd: Sawasdee1983

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            • Night of the Warrior (Youtube)

              Habe diesen Film über 30 Jahre nicht mehr gesehen und irgendwie Lust drauf gehabt auf diese Familien Produktion von Lorenzo Lamas der hier mit seiner Ehefrau und auch seiner Mutter gemeinsam in diesem film mitspielen. mir war aber natürlich auch bewusst dass die Lorenzo Lamas Filme aus heutiger Sicht schlecht gealtert sind. Lamas selbst hat hier natürlich den Vorteil dass er noch eine gewisse Grundcoolnes verströmt und seine damalige Gattin Kinmont atemberaubend schön anzuschauen ist.
              Die Charaktere in diesem Film sind absolute Klischee Figuren wie es damals in dieser Art von B-Movie Actionfilmen üblich war und die Story selbst total hanebüchen und das Verhalten der Charaktere auch nicht immer logisch. Alleine auf die Idee zu kommen, ein Barbesitzer der gleichzeitig ein extrovertierter Künstler und Fotograf ist, der in finanziellen Schwierigkeiten gerät und sich deswegen Geld von der Mafia leiht um im Gegenzug an illegalen Kämpfen teilnehmen muss und um da wieder rauszukommen ein Deal mit dem Cops macht und Undercover arbeiten musst, ist sowas von bescheuert und gleichzeitig in allen Bedingungen total überladen. Man will hier zu viel auf einmal ohne direkt was richtig zu machen. Vor allem fährt man zu Lange die Künstler Schiene und konzentriert sich viel zu wenig auf die Action, wodurch dieser Film mit seinen 100 Minuten Laufzeit schon mit einigen Längen zu kämpfen hat.
              Actionmäßig gibt es recht wenig, wobei wenn es zu ein paar Fightszenen kommt, sind diese ganz ordentlich. Lamas der in mehreren Kampfsportarten einen schwarzen Gürtel hat, macht hier eine ordentliche Figur, aber man merkt auch dass man hier ein bisschen im Fahrwasser von Van Damme war und er hier versucht ähnliche Moves hinzulegen und ähnlich zu posen. Gleichzeitig sind die Fight auch recht blutig und hart gestaltet. Aus heutiger Sicht natürlich eher unspektakulär. Aber wenn man mit solchen Filmen aufgewachsen ist, mit etwas Nostalgiebonus zumindest noch ganz nett.
              Trotzdem in der Summe ist es kein guter Film. Es ist irgendwie nichts halbes und nichts ganzes, selbst mit Nostalgiebonus gehört dieser Film für mich klar zu den schwächeren DTV Produktionen aus der damaligen Zeit.

              2/10 Punkte
              Letterboxd: Sawasdee1983

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              • IMG_4869.jpeg

                10 Cloverfield Lane (4K UHD, HDR10)

                Mit „10 Cloverfield Lane“ gelang Dan Trachtenberg (Prey, Predator: Badlands) 2016 ein kleines Wunder: Er schuf eine Fortsetzung im „Cloverfield“-Universum, die sich atmosphärisch radikal vom genialen Vorgänger unterscheidet und gerade deshalb so brillant funktioniert. Statt Wackelkamera-Überlebens-Action in New York erwartet den Zuschauer ein beklemmendes, hochgradig spannendes Kammerspiel, das fast ausschließlich in einem unterirdischen Bunker spielt.

                Die Story ist simpel, aber effektiv: Michelle (Mary Elizabeth Winstead) wacht nach einem Autounfall angekettet in einem Keller auf. Ihr Retter (oder Entführer) ist Howard (John Goodman), ein paranoider Prepper, der behauptet, die Welt oben sei durch einen chemischen oder außerirdischen Angriff unbewohnbar geworden. Was folgt, ist ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, das die Zuschauer ständig zwischen Vertrauen und blankem Entsetzen schwanken lässt.

                Das Herzstück des Films ist die schauspielerische Leistung. John Goodman liefert eine der besten Performances seiner Karriere ab. Sein Howard ist eine physische Bedrohung. Er wechselt in Sekundenbruchteilen von väterlicher Fürsorge zu unberechenbarer Aggression. Man fragt sich permanent: Ist er ein rettender Visionär oder ein gefährlicher Psychopath? Mary Elizabeth Winstead bildet dazu den perfekten Gegenpol. Als Michelle ist sie keine passive Gefangene, sondern eine kluge, handlungsorientierte Protagonistin, deren Überlebensinstinkt den Film trägt.

                Das Pacing ist präzise und nutzt den begrenzten Raum meisterhaft aus, um eine beinahe unerträgliche Spannung zu erzeugen. Trotz des Science-Fiction-Unterbaus fühlt sich das Szenario erschreckend glaubwürdig an, da der Fokus konsequent auf der menschlichen Interaktion und der klaustrophobischen Enge liegt.

                Der Twist am Ende schlägt schließlich die Brücke zum Cloverfield-Universum. Während einige diesen Bruch als gewagt empfanden, unterstreicht er die Anthologie-Natur der Reihe.
                „10 Cloverfield Lane“ beweist, dass man für großes Genrekino keine gigantischen Budgets braucht, sondern nur ein exzellentes Drehbuch, starke Darsteller und eine Atmosphäre, die einem den Atem raubt. Ein moderner Klassiker des psychologischen Thrillers.

                Das 4K UHD Bild bietet tiefstes Schwarz, trotz 2K DI viele Details wie Hautporen oder Textilbeschaffenheiten und dazu noch viele HDR Spitzlichter in Form von Werbereklamen, Taschenlampen oder Glanz in den Augen. Auch wirkt das Bild schön plastisch, bietet warme natürliche Farben und nur minimalstes Filmkorn.

                Der Dolby Digital 5.1 Ton klingt, wie so oft nur am Papier schlecht, bietet aber neben glasklaren Dialogen nette Surroundeffekte und einen sehr tiefen Basseinsatz in den nötigen Actionsequenzen im Finale aber auch durchgehend im Film, während die Spannung stetig steigt. Auch der Score passt immer perfekt.

                8,5 von 10 selbstgebasteltete Molotow-Cocktails

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                • Rage (Youtube)

                  Dieser Film gehört zu den besten und bekanntesten Film von PM Entertainment und zu den berühmtesten Film von Gary Daniels. Ich selbst habe diesen Film locker über 25 Jahr nicht mehr gesehen und oh man dieser Film macht immer noch viel Spaß.
                  Die Story ist absoluter Blödsinn und total hanebüchen und passt auf einen Bierdeckel, denn nach kurzer Einführung kriegt man hier nahezu Non Stop Action, so dass die 90 Minuten Laufzeit nur so an einen vorbei Fliegen. Realismus bei der Action sollte man aber auch nicht erwartet, hier wird einfach nur rausgehauen was geht und Logik oder Physikalische Gesetze komplett ignoriert, aber was hier an Action gezeigt wird, ist wirklich toll anzuschauen. Ja man merkt die DTV Herkunft es ist kein optischer Hochglanz aber es wird geballert und geprügelt was das Zeug hält und natürlich wird auch das gezeigt wofür PM berühmt ist, Verfolgungsjagden und große Explosionen. Highlight ist hier natürlich die berühmte Truckverfolgungsjagd auf dem Highway. Da saß ich jubelnd auf der Couch, einfach nur eine pure Zerstörungsorgie und purer Spaß für jeden Action Fan. Die Stunts die hier gezeigt werden sind wirklich klasse.
                  Auch das Finale im Einkaufszentrum ist toll gemacht mit klasse Geballer. Einzig was schade ist, dass sich die Martial Arts Szenen etwas in Grenzen halten. Hier hätte man bei Gary Daniels natürlich deutlich mehr zeigen können.
                  Insgesamt muss ich aber sagen, ist dieser Film immer noch ein toller Actionkracher mit klasse Handgemachten Stunts, wie es heute kaum noch in der Form gezeigt wird.

                  7/10 Punkte
                  Letterboxd: Sawasdee1983

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