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    Postal (Blu Ray)

    Erstsichtung. Uwe Bolls „Postal“ aus dem Jahr 2007 ist ein wildes, politisch vollkommen inkorrektes B-Movie, das die paranoide Post-9/11-Ära Amerikas mit dem Vorschlaghammer seziert. Cineastisch betrachtet ist diese berüchtigte Videospielverfilmung sicherlich kein großer Wurf. Der Streifen bewegt sich permanent im tiefsten Trash-Milieu und mutet oft wie ein amateurhaft zusammengeschustertes Stück Zelluloid an. Dennoch besitzt das bizarre Werk einen fast schon bewundernswerten Mut zur totalen, schmerzbefreiten Grenzüberschreitung, die man im heutigen, extrem zahmen Hollywood-Kino ohnehin vergeblich sucht.

    Die qualitative Berg- und Talfahrt des Films ist dabei zwar anstrengend, doch genau in diesem kreativen Chaos verbergen sich einige Gags, die wirklich witzig und überraschend treffsicher zünden. Boll attackiert alles und jeden – von Al-Qaida-Terroristen über schräge Sektenführer bis hin zu George W. Bush und seiner eigenen Person als Regisseur. Diese radikale, völlig respektlose Sicht der Dinge ist auf eine bizarre Art durchgehend amüsant. Boll scheißt sich schlichtweg gar nichts und drückt auf jede gesellschaftliche Wunde Amerikas im Minutentakt.

    Zwischen geschmacklosen Albernheiten, derbem Fäkalhumor und überraschend cleverer Satire schwankt die Qualität sekündlich. Das macht das Anschauen zu einer echten Geduldsprobe, die aber durch den hohen Absurditätsfaktor irgendwie unterhält. Am Ende bleibt „Postal“ ein absolut bizarres Spektakel, für das eine einmalige Sichtung am passenden Heimkino-Abend mit Freunden völlig ausreicht. Ein zweites Mal muss man sich dieses filmische Minenfeld definitiv nicht antun, aber dieser eine Ritt auf Uwe Bolls wilder Trash-Achterbahn bleibt garantiert dauerhaft im Gedächtnis haften, weil das Gezeigte so herrlich politisch inkorrekt aus der Reihe tanzt.

    5,5 von 10 wertvolle Krotchy-Puppen

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    • Sonny
      Sonny kommentierte
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      Alter, Du pfeift Dir auch immer mal wirres Zeug rein ... auf sowas würde ich nie kommen.

    • Alex Gabler
      Alex Gabler kommentierte
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      Sonny erwarte das unerwartete. Jetzt hab ich ihn wenigstens mal gesehen.

    • movieguide
      movieguide kommentierte
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      Boll ist bei mir ein rotes Tuch.

  • 22 Mile (PZK)

    Extrem rasanter und kurzweiliger 90minütiger Actionfilm von Peter Berg (!) mit Mark Wahlberg als Leiter einer Spezialeinheit, die einen Spion mit wichtigen Informationen aus Südostasien rausschaffen müssen ...

    Coole Action mit massenhaft Gekloppe, Totschießen und Explosionen! Voll männermäßig!!!

    2+
    "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

    Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
    4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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    • Alex Gabler
      Alex Gabler kommentierte
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      Den muss ich auch mal schauen. Peter Berg und Wahlberg sind ne Spitzen Kombination.

    • movieguide
      movieguide kommentierte
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      den fand ich leider ziemlich mies. Total zerschnitten, trotz des tollen Casts das Potential nicht ausgenutzt

    • Sonny
      Sonny kommentierte
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      movieguide Ja, da hast Du nicht ganz Unrecht, einige Actionsequenzen sind "sehr schnell geschnitten". Allerdings hat er mich insgesamt gut unterhalten, er paßte gestern Abend einfach.

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    „Equilibrium“ (Blu Ray)

    Erstsichtung. Als großer Christian Bale Fan musste ich diesen Film endlich mal nachholen.

    „Equilibrium“ zeigt einen faszinierenden, visuell radikalen Kontrollstaat. In der dystopischen Welt von Libria sind Gefühle per Gesetz verboten. Bürger müssen täglich die Droge Prozium injizieren, um jegliche Emotionen im Keim zu ersticken. Wer sich widersetzt, wird unerbittlich gejagt.

    Die Inszenierung glänzt durch eine extrem cleane Ästhetik. Regisseur Kurt Wimmer setzt auf kalte Betonbauten, minimalistische Kulissen und eine fast klinische Atmosphäre. Dieser Kniff fängt das totalitäre System konsequent ein. Die Welt wirkt leer, trostlos und zutiefst düster. Mittendrin überzeugt Christian Bale als Kleriker John Preston. Seine Wandlung vom emotionslosen Vollstrecker zum zweifelnden Rebellen trägt den gesamten Film. Bale spielt diese innere Zerrissenheit mit einer bemerkenswerten Physis und Präzision.

    Die Geschichte ist packend und bietet trotz bekannter Parallelen zu Orwells „1984“ eine starke, emotionale Substanz. Sobald Preston seine Dosis absetzt, lernt er wieder klar zu denken. Leider wird dieser Prozess visuell viel zu offensichtlich mit Farben untermalt. Während der Kontrollstaat in monotonen Grau- und Blautönen erstarrt, erstrahlt die Welt der Gefühle plötzlich in bunten, warmen Farben. Diese Metapher ist extrem plakativ. Sie nimmt dem intelligenten Drehbuch die Subtilität. Dazu wirken einige Zwischenmenschlichkeiten zu aufgesetzt.

    Ein weiteres Problem ist die Action. Das speziell für den Film entwickelte „Gun-Fu“, eine choreografisch spektakuläre Mischung aus Kampfsport und Schusswaffen, bietet zwar großartige Schauwerte. Allerdings wirken diese hochstilisierten, fast comichaften Actionsequenzen mit wildester Musikuntermalung wie ein Fremdkörper im sonst so ernsten, realistisch angehauchten Sci-Fi-Drama. Sie zerstören immer wieder die mühsam aufgebaute, bedrohliche Atmosphäre.

    „Equilibrium“ bleibt ein atmosphärischer Geheimtipp mit einer starken Story und einem brillanten Hauptdarsteller. Kleinere inszenatorische Holzhammer-Methoden und die (für mich) deplatzierte Action verhindern jedoch den Status eines Meisterwerks.

    7,5 von 10 gerettete Hunde

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      Wanderlust (Joyn)

      Das gestresste New Yorker Ehepaar George und Linda verliert durch eine Pechsträhne schlagartig Job und Wohnung. Auf dem Weg zu Georges unausstehlichem Bruder stranden die beiden eher zufällig in „Elysium“ – einer ultra-liberalen Hippie-Kommune mitten in der Natur. Zwischen freier Liebe, nackten Winzern und dem Verzicht auf jegliche Privatsphäre versuchen die Großstädter, ihr Leben neu zu ordnen.

      Der Film, den ich zuvor schon einmal gesehen hatte, erfindet das Rad des Genres nicht neu. Die Handlung plätschert stellenweise recht vorhersehbar und seicht vor sich hin. Dass die Komödie trotzdem durchgehend Spaß macht, ist dem großartigen Cast zu verdanken.

      Paul Rudd und Jennifer Aniston harmonieren perfekt als geerdetes Paar im absoluten Chaos. Die eigentlichen Stars sind die Kommunen-Mitglieder, allen voran Justin Theroux als manipulativer Hippie-Guru Seth.

      Obwohl manche Witze etwas flach geraten oder ins Absurde abdriften, zünden einige Gags dafür umso besser. Legendär ist vor allem Paul Rudds minutenlanger, improvisierter Monolog vor dem Badezimmerspiegel, in dem er versucht, sich für das Konzept der „freien Liebe“ mental heißzumachen. Oder wenn Aniston durch einen falschen Nipper auf einem Drogentrip im Wald ist – zwei absolute Highlights des Films.

      „Wanderlust“ ist kein cineastisches Meisterwerk, aber man kann den Film einfach gut schauen. Er bietet leichte, humorvolle Kost, die niemanden überfordert und perfekt für einen Abend auf der Couch taugt.

      6,5 von 10 wertvolle Türen für Privatsphäre


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        Halloween (2018) (4K UHD, HDR)

        Mit „Halloween“ aus dem Jahr 2018 gelang Regisseur David Gordon Green ein beeindruckend starkes Legacy-Sequel, das alle bisherigen, oft misslungenen Fortsetzungen des Franchise konsequent ignoriert und direkt an John Carpenters wegweisendes Original von 1978 anknüpft.

        Im Zentrum dieses neuen Jahrtausends steht das tiefgründige Trauma-Porträt von drei Generationen an Strode-Frauen, die sich ihrem schlimmsten Albtraum stellen müssen. Jamie Lee Curtis glänzt dabei in ihrer Paraderolle als gealterte, sichtlich paranoide Laurie Strode, die ihr abgelegenes Haus in eine schwer bewaffnete Festung verwandelt hat. Die komplexe Familiendynamik mit ihrer tief entfremdeten Tochter Karen und ihrer Enkelin Allyson verleiht dem typischen Slasher eine ungeahnte emotionale Tiefe und psychologische Relevanz.

        Der Film atmet puren Fanservice für Horror-Liebhaber, ohne jemals in reiner Nostalgie zu ertrinken. Optisch und akustisch liefert das Werk auf absolutem Höchstniveau ab. Die Kamera fängt die düstere Vorstadtidylle von Haddonfield in messerscharfen, zutiefst atmosphärischen Bildern ein. Die legendäre Filmmusik, die von Carpenter selbst für die Moderne modifiziert wurde, treibt den Puls mit minimalistischen Synthesizer-Klängen erbarmungslos nach oben. Michael Myers wird endlich wieder als die unnahbare, personifizierte Naturgewalt inszeniert – die pure Form des Bösen ist zurück.

        Green wählt für das moderne Kino einen erfrischend frischen Ansatz. Er bricht geschickt mit den veralteten Geschlechterrollen des Genres: Die drei Strode-Frauen sind hier keine hilflosen, schreienden Opfer mehr. Stattdessen schlagen sie im packenden Finale koordiniert und wehrhaft zurück. Sie emanzipieren sich gemeinsam von der lähmenden Angst, die ihre Familie über Jahrzehnte hinweg traumatisiert hat.

        Einziger kleiner Wermutstropfen bleibt das Drehbuch bei den Figuren im Hintergrund. Einige Nebencharaktere, wie der übereifrige Dr. Sartain oder manche der Teenager-Freunde, wirken erzählerisch etwas flach und nicht ganz durchdacht. Ihre Handlungen dienen oft nur als Mittel zum Zweck, um den brutalen Bodycount voranzutreiben.

        Das ist im Gesamtbild letztendlich aber nicht so schlimm, da das in der Reihe immer schon so war, das starke Haupttrio den Film mühelos trägt und die dichte Horror-Atmosphäre perfekt funktioniert.


        Das HDR10 Bild ist zwar großteils dunkel gehalten, der Schwarzwert und die Durchzeichnung gehen aber in Ordnung. Vom erweiterten Farbraum profitieren lediglich Lichter bzw. Reklametafeln und die gesunden Hautfarben. Details gibts in gut ausgeleuchteten Szenen aber viele zu entdecken. Im Dunkeln sieht das natürlich ganz anders aus.

        Der deutsche DTS:X Sound macht ne Menge Spaß. Zwar kommt er meistens unerwartet aber dafür umso brachialer daher. Gewehrschüsse, die im spannenden Finale auf die Zimmerdecke abgefeuert wurden, lassen sich genau so perfekt von oben orten wie Michael, der einen Stock höher im Haus umherschleicht und dessen Schritte man schon von oben her ausmachen kann. Auch während des Feuers gibts viele Soundeffekte.
        Lediglich die deutschen Dialoge hätten (mal wieder) etwas lauter abgemischt werden können.

        8 von 10 Notfall-Gewehre im geheimen Bunker

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        • movieguide
          movieguide kommentierte
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          falsche Jahreszeit für dieses gelungene Sequel ;-)

        • chris.p.bacon
          chris.p.bacon kommentierte
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          Sawasdee1983 - EVIL DIES TONIGHT! Gehe da mit Dir. Mochte den ersten der neuen Trilogie, die anderen beiden weniger

        • Alex Gabler
          Alex Gabler kommentierte
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          movieguide nicht, wenn’s draußen blitzt und donnert. :)

      • Run Hide Fight

        Ich bin nur auf diesen Film gekommen weil ich mal schauen wollte was 1883 Schnuckelchen Isabel May sonst noch so gedreht habe. Als ich dann las von wegen Stirb Langsam in einer High School, dachte ich nur an Demoltion High, neugierig wurde ich dann erst als einige Podcaster meines Vertrauens diesen Film recht gut bewertet haben, diesen aber gleichzeitig als sehr bitter und sehr ernst beschrieben und ich muss sagen, dieser Film ist schon eine positive Überraschung.
        Klar das Grundgerüst an sich ist Stirb Langsam in einer High School, aber es ist keine Heldengeschichte, keine coolen Sprüche, keine Actionspektakel. Es ist knallhart, bitter, ernst und auch sehr rücksichtslos und wenn man sich so manche Nachrichten anschaut, erschreckend realitatsnah.
        Nach kurzer Einführung mit ein paar etwas klischeehaften Charakteren geht es auch schon direkt ab und der pure Überlebenskampf beginnt. Zwar nervt der Bösewicht mit seinen Monologen, aber dafür liefert Isabel May eine wirklich intensive schauspielerische Leistung ab, man spürt nicht nur ihre Angst aber auch das innere Biest in ihr ist jederzeit sichtbar. Okay im Verlauf wird auch sie wir John McLane immer schmutziger, blutet, hat schmerzen, ist immer mehr verwundbar usw. Das Ganze ist atmosphärisch sehr dicht gemacht dass die 110 Minuten wirklich gut an einen vorbei fliegen.
        Ich war auch sehr überrascht wie viele bekannte Gesichter hier in kleinen Nebenrollen auftauchten.
        Die Action selbst ist kein Spektakel sondern sehr realistisch gehalten, wodurch das Ganze gut unter die Haut geht. Man erlebt hier einfach pure Gewalt gegen Gewalt, mit wirkich sehr gut gezeigter Härte.
        Was ich auch gut fand, die Heldin hier diskutiert nicht groß rum, sie wächst über sich hinaus und macht einfach was getan werden muss, wodurch das Ende mir ein großes Grinsen ins Gesicht zauberte.
        Insgesamt gibt es was das Stirb Langsam Szenario angeht, natürlich bessere Filme aber dieser Film ist ein richtig guter Geheimtipp und auch deutlich besser als das Eingangs erwähnte Demolition High.

        7,25/10 Punkte
        Letterboxd: Sawasdee1983

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        • Alex Gabler
          Alex Gabler kommentierte
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          Ich fand den gar nicht mal so gut. Einmalige Sichtung reicht vollkommen.

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        Der Super Mario Galaxy Film (4K UHD, Dolby Atmos, HDR)

        Nachdem Mario Bowser besiegt und Brooklyn gerettet hat, stehen er und seine Freunde vor einer neuen Bedrohung: Wario und Bowser Jr. planen, die Welt zu beherrschen. Gemeinsam mit Yoshi müssen sie das böse Duo stoppen.

        Zweite Sichtung. Wer dachte, der erste animierte Klempner-Ausflug war ein bunter Trip, der hat den „Super Mario Galaxy Film“ noch nicht gesehen. Dieser Film hat kein Pacing, er hat eine Warp-Röhre. In knackigen 95 Minuten prügeln die vier Regisseure unter stetem Blick von Mario Erfinder Shigeru Miyamoto eine Action-Sequenz nach der nächsten raus. Keine Längen, kein Atmen, nur reiner, ungefilterter Pixel-Wahnsinn. Keine Location ist länger als 3 Minuten zu sehen. Perfekt für die „Generation Tik Tok“

        So oder so. Die Euphorie des Erstlings ist weg. Man sitzt nicht mehr mit offenem Mund da und staunt über die Textur von Marios Schnurrbart. Stattdessen fühlt sich alles an wie ein maximal effizienter Speedrun. Die Story ist flacher als ein plattgestampfter Gumba auf einer 2D-Ebene: Peach ist mutig, Rosalina wird entführt, Bowser und Bowser Jr. haben schlechte Laune – fertig. Wer Tiefgang sucht wird wohl enttäuscht sein.

        Dafür ist der Bildschirm so vollgestopft mit unzähligen (neuen) Charakteren, dass man sich nicht blinzeln traut, um bloß nicht Cameos und Geheimnisse zu verpassen - und davon gibt’s einige wirklich coole - ich sag nur, dass einer davon aus dem Lylat System stammt. :)
        Lumas, Toad-Brigaden, Bienen-Marios, Mr. Game & Watch, ein Arwing und sogar der Typ aus „Hotel Mario“ war mal im Hintergrund zu sehen. Der Film ist ein Minenfeld aus versteckten Insider-Gags und man wird ihn wohl mindestens dreimal sehen müssen, um wirklich alles zuordnen zu können.

        Audiovisuell spielt der Film aus der Schmiede der Illumation Studios („Minions“, „Pets“) ganz oben mit.
        Die Animationen sind hervorragend designt, detailliert und sehr bunt. Es gibt unzählige Details bis in die hinteren Reihen zu entdecken.
        Der Soundtrack bedient sich aus dem Potpourri vieler ikonischer Nintendo Sounds - Top!

        Mir persönlich war das alles zu viel Input gleichzeitig. Der Film schwingt von einer Szene zur nächsten, nur um bloß alles abzuhaken, was Fans erwarten könnten. Das Wort „hektisch“ passt dafür ganz gut. Sogar Mario selbst ist im ersten Drittel eher Nebenfigur als Hauptdarsteller. Ich fand da den ersten Teil insgesamt runder und stimmiger.
        Yoshi und die Lumas sind definitiv für die jüngeren Zuschauer kreiert und sorgen dafür, dass sich der Film immer wieder „Cosy“ anfühlt.

        „Super Mario Galaxy“ ist zwar ein optisches Feuerwerk auf Steroiden aber mir fehlt der Herzschlag des etwas besseren ersten Teils. Wer aber Bock auf 95 Minuten Nintendo-Dauerfeuer, null Leerlauf und einen visuellen Zuckerschock hat, wird diesen intergalaktischen Ritt lieben. Ein Film wie eine Regenbogen-Raserei in Mario Kart - lustig, kurzweilig, extrem schnell und man braucht danach mal kurz Zeit zum Durchatmen.


        Das UHD-Bild ist dank HDR10 einfach atemberaubend und kann als eine weitere Demo-Disc herhalten. Jedes noch so kleine Detail ist sichtbar. Man erkennt die feinen Texturen von Marios Latzhose, die einzelnen Schnurrbart-Härchen und die reptilienartige Haut von Bowser Jr. mit einer tollen Plastizität. Sobald Mario und Co. in den Weltraum abheben, zündet die Disc ein Farbspektakel. Das Leuchten der Lumas, die bunten Welten der verschiedenen Galaxien und die neonfarbene Rainbow Road stechen dank des erweiterten Farbraums extrem lebendig hervor.

        Der Weltraum liefert tiefes, sattes Schwarz ohne jegliche Artefakte mit toller Durchzeichnung. Die hellstrahlenden Sterne und Nebel heben sich messerscharf und ohne Überstrahlen vom dunklen Hintergrund ab.Aber auch am Anfang, wenn sich die Mario Brüder in die Höhle trauen, sind die Farbverläufe einfach perfekt.



        Vom deutschen Dolby Atmos Ton habe ich mir hingegen etwas mehr erhofft. Klar, der Subwoofer bekommt ordentlich zu tun, besonders bei Bowsers Auftritten oder den gewaltigen Einschlägen im Finale. Der orchestrale Soundtrack von Brian Tyler, der die klassischen Koji-Kondo-Themen fantastisch aufgreift, breitet sich opulent im Raum aus. Die Dialoge bleiben dabei auch glasklar und verständlich.

        Allerdings hätte ich gerne etwas dynamischere Surroundeffekte oder intensivere Atmos-Höhensounds erwartet. Zwar gibt’s einige wenige Überflüge oder Soundtracks „von oben“, aber die Handvoll Effekte umhüllen den Zuschauer jetzt auch nicht gerade. Vermutlich wurde der Ton bewusst für ein jüngeres Zielpublikum zugeschnitten, die auch so schon und ohne Surround-Effekte vom bunten Overkill des Films überfordert sein dürften.


        7,5 von 10 bunte Lumas

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        • Sonny
          Sonny kommentierte
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          Sowas kann man wohl nur als Fan der Spiele gucken. Für mich ist das definitiv nix.

        • Alex Gabler
          Alex Gabler kommentierte
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          Sonny aufgrund des vielen Fanservices, vermutlich ja.

        • Count Dooku
          Count Dooku kommentierte
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          Hab anscheinend nichts verpasst.

      • Jack Ryan: Ghost War (P)

        Dieser 100minütige Spionagefilm hat mich überhaupt nicht abgeholt!

        Schon die ersten 30 Minuten waren so vollgestopft mit Namen, ehemaligen Operationen und dergleichen, daß ich gar nicht hinterher kam. Ich saß vor'm Bildschirm und dachte "Was wollen die denn von mir!?".

        Hinterher habe ich erfahren, daß es eine 4staffelige Fernsehserie mit John Kosinski als Jack Ryan gibt, die ich überhaupt nicht kannte. Das erklärt vielleicht, das das Ganze wie eine langgezogene TV-Folge rüberkommt. Vielleicht wurde einiges aus dem Film vorher dort schon mal thematisiert - ich weiß es nicht.

        Ist aber auch egal, denn als Stand-alone-Film funktioniert er auch nicht. Zu hektisch, zu viele nicht gut durchzeichnete Charaktere, zu viel unerklärt!

        Der Film war dann irgendwann zuende und ich wußte immer noch nicht, was wirklich Phase war und warum überhaupt so gehandelt wurde. Alles zu undurchsichtig.

        4-

        ER!
        "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

        Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
        4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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          Captain Phillips (Joyn)

          Zweitsichtung. Regisseur Paul Greengrass verwandelt eine wahre Geschichte in einen nervenzerreißenden Überlebenskampf. „Captain Phillips“ ist ein starkes Werk des modernen Spannungskinos.

          Die erste Hälfte des Films besticht durch ein rasantes Pacing. Greengrass verliert keine Zeit. Das Containerschiff MV Maersk Alabama wird vor der Küste Somalias von schwer bewaffneten Piraten attackiert. Die hektische Kameraführung im Dokumentarstil erzeugt sofortige Dringlichkeit. Jedes Manöver zählt. Der Zuschauer spürt das herannahende Unheil mit jeder Sekunde. Die Dynamik auf dem offenen Meer reißt gnadenlos mit. Hier hilft auch der mehr als passende Score.

          In der zweiten Hälfte schlägt die Atmosphäre radikal um. Der Film wird extrem klaustrophobisch. Nach der Geiselnahme verlagert sich das Geschehen in das enge, stickige Innere eines geschlossenen Rettungsbootes. Hier entfaltet sich ein psychologisches Kammerspiel auf engstem Raum. Die Hitze, die Angst und die schwindende Luft werden fast physisch spürbar. Die weite See weicht einer erdrückenden Enge.

          Tom Hanks war hierbei erneut eine absolute sichere Bank. Seine Darstellung des Kapitäns ist frei von Hollywood-Pathos. Er spielt Phillips als verletzlichen, pragmatischen Jedermann, der um das Überleben seiner Crew und sein eigenes kämpft. Besonders die finalen Szenen gehören zum Besten, was Hanks je abgeliefert hat. Seine Schockstarre und pure emotionale Überforderung nach der Rettung gehen unter die Haut. Sie zeigen die traumatische Realität von Gewalt ungeschönt und intensiv.

          „Captain Phillips“ ist kein glorifizierender Actionfilm. Es ist ein hochspannendes, realistisches Drama über globale Ungleichheit und menschlichen Überlebenswillen. Ein filmischer Adrenalinkick, der lange nachwirkt.

          8,5 von 10 ausgelegte Glasscherben vor dem Maschinenraum

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          • St. Elmos Fire - DVD - 8,5/10

            Ein Teenie-Film der 80er, mit tollem Cast und einer kurzweiligen Story. Neben den bekannten wie The Breakfast Club, Ist sie nicht wunderbar oder Pretty in Pink, habe ich diesen genauso gern geschaut. Das hat sich bis heute nicht geändert.




            Gruß Harry

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