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  • Obsession

    Mit seinem Low Budget Kinodebüt ließ Youtuber Curry Baker viele Big Budget Filme an den Kinokassen regelrecht Staub schlucken. Den Hype um diesen Film habe ich mitgekriegt aber ansonsten nicht wirklich mit diesem Film befasst, da mich das Ganze jetzt nicht so wirklich interessiert hat, aber nachdem mir dieser Film im Szenerie Podcast sehr schmackhaft gemacht wurde, dachte ich mir: Ach schaue ich ihn doch mal an.
    Alter Schwede wtf war das bitte schön für ein Film. Ich sage ich selten aber diesen Film sollte man im Kino sehen oder zumindest in einem komplett dunklen Raum, mit einer guten Soundanlage ohne irgendwelche Ablenkungen. Dadurch dass hier mit wenig Licht gearbeitet wird und das meiste Nachts spielt ist dieser Film eher dunkel gehalten und gleichzeitig spielen die Soundeffekte eine wichtige Rolle, entsprechend muss man sich voll und ganz auf diesen Film konzentrieren um möglichst nichts zu verpassen, dabei ist dieser Film an sich inhaltlich nichts neues. Es ist im Grunde eine Mischung aus Wishcraft und Fatal Attraction und braucht auch anfangs um etwas in Fahrt zu kommen aber nach 20 Minuten geht es ab. Die Erzählweise bliebt zwar stets ruhig und charakterfokussiert aber gleichzeitig zeugt dieser Film für ein solches Unbehagen wie ich es nur selten bei einem Film gesehen habe, erst recht bei jemanden der noch nicht so viel in Sachen Film gedreht hat. Spontan fallen mir nur Saw und It Follows ein, wo ich ein ähnliches Gefühl bei einem Film von einem so jungen Regisseur gekriegt habe.
    Die Atmosphäre hat es in sich und das ganze im Zusammenspiel zwischen dem wenigen Licht und den Soundeffekten ist wirklich ganz großes Kino. Man erschreckt sich nur in wenigen Momenten aber dann richtig. Die wenigen Lastspitzen in dem Bereich schlagen von 0 ohne Vorwarnung mit unglaublicher Wucht auf 100, dass selbst erfahrene Filmkenner sich hier erschrecken. Ich habe es zumindest einige male getan.
    Und dann ist da natürlich noch Hauptdarstellerin Inde Navarrette, die bisher nur bei kleinen unbekannten Filmen mitgespielt hat und bei diversen Serien dabei war. Was diese Frau hier abliefert ist unglaublich, eine schier krasse intensive Darstellung, eine Frau so wunderschön und so furchteinflößend zugleich. Jede Bewegung, jede Mimik pure Perfektion was sie hier abliefert. Es war regelrecht ein Genuss ihr hier bei der Arbeit zuzusehen.
    Michael Johnston als Gegenpol macht seine Sache zwar recht gut, aber wird von seiner weiblichen Gegendarstellerin regelrecht an die Wand gespielt.
    Es ist toll anzusehen wie das Ganze im Verlauf immer mehr außer Kontrolle gerät und die letzten 20 Minuten sind so bitter und so böse mit einem Ende der wie ein Schlag in die Magengrube ist.
    In der Summe ist das wirklich ein Film der seinem Hype gerecht wird, ein Film den man sich wirklich mal ansehen sollte und ein Paradebeispiel wie man mit wenigen Mitteln einfach nur durch Atmosphäre und klasse aufspielenden Cast ein wirklich tolles Film Erlebnis schaffen kann. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Film von Curry Baker, welches im selben Universum wie Obsession spielen soll, denn dieser Film gab mir dass Gefühl dass man hier soeben die Geburtsstunde zukünftigen ganz ganz großen Regisseur gesehen zu haben.

    9,5/10 Punkte
    Letterboxd: Sawasdee1983

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    • movieguide
      movieguide kommentierte
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      auf den freue ich mich auch schon... selten so einen Hype um einen Horrorfilm erlebt.

    • Alex Gabler
      Alex Gabler kommentierte
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      Ja, auf den freue ich mich auch. Hab die UHD natürlich schon vorbestellt.

  • Zurück in die Zukunft III - 7/10



    Denke zum Inhalt muss man hier nicht viel sagen, da die Handlung bekannt sein dürfte. Teil 3 wurde ja seinerzeit back to back mit dem zweiten Teil gedreht, so das beide inhaltlich stark miteinander verwoben sind. Die Verlagerung der Geschichte in den Wilden Westen mochte ich allerdings noch nie sonderlich, da war mir die Zukunft etwas lieber. Auch die Romanze von Doc Brown ist jetzt nicht so der Hit. Insgesamt fehlt dem Film der Drive und die Spritzugkeit die man im ersten und zweiten Teil hatte, da helfen auch die Zitate auf die früheren Filme nicht sonderlich weiter. Insgesamt ein OKer Abschluß der Trilogie, aber doch spürbar schwächer als die beiden herausragenden ersten beiden Filme.

    4K: Das 4K Bild ist hier hingegen von allen Teilen am Besten geworden. Die Farbgebung ist deutlich kräftiger, was auch an der tollen Landschaft liegt. Auch die Schärfe legt hier nochmal deutlich zu und man spürt eine deutliche Verbesserung gegenüber der Blu Ray.

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    • IMG_5640.jpeg


      Ready or Not 2: Here I Come (Disney+, HDR)

      (LEICHTE SPOILER ZUM VORGÄNGER!!)

      Mit „Ready or Not 2: Here I Come“ setzen die Regisseure Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett auf das bewährte Erfolgsrezept ihres Überraschungshits aus dem Jahr 2019. Die Handlung knüpft als direkte Fortsetzung nahtlos an das furiose, blutige Finale des Vorgängers an. Noch im Hochzeitskleid und sichtlich gezeichnet von den überstandenen Strapazen wird die Protagonistin Grace ohne Atempause in die nächste perfide Runde des tödlichen Versteckspiels katapultiert.

      Das größte Pluspferd des Films bleibt unumstritten Samara Weaving. Wie schon im ersten Teil liefert sie eine starke, physisch fordernde Leistung ab. Ihre Mischung aus schierer Verzweiflung, psychischem Trauma und unbändigem Überlebenswillen trägt die Horrorkomödie auch durch erzählerische Täler. Das Sequel versucht das Prinzip "Höher, schneller, weiter" anzuwenden, indem es die Mythologie ausbaut. Statt einer einzelnen Familie jagen nun gleich mehrere rivalisierende Familienclans und neue Angehörige hinter der wehrhaften Braut her, um die Macht im satanischen Hohen Rat an sich zu reißen.

      Diese massive Aufstockung an Antagonisten erweist sich jedoch als zweischneidiges Schwert. Da das Publikum die Regeln des makabren Spiels und die Existenz des Teufelspakts bereits kennt, ist der essentielle Überraschungseffekt des Originals komplett dahin. Was damals frisch und unvorhersehbar wirkte, fühlt sich nun stellenweise wie eine bloße Wiederholung an.
      Zudem krankt das Drehbuch an einem spürbar schwachen Mittelteil. Nach einem rasanten Auftakt verliert der Film im Zentrum massiv an Tempo. Die Dynamik flacht ab, Dialoge ziehen sich in die Länge und die neuen Charaktere bekommen zu wenig Tiefe, um wirklich zu fesseln. Erst gegen Ende fängt sich der Streifen wieder.
      Achja, vielleicht betrifft das ja nur mich, aber dieser aufgesetzte Zwangsvulgarismus, bei dem in jedem zweiten Satz das Wort „verf#%*“ verwendet wurde, fing dann schon sehr an zu nerven.

      „Ready or Not 2“ bleibt ein handwerklich solides, blutiges Such-Spektakel, verfehlt aber die atmosphärische Dichte und den fesselnden Biss seines Vorgängers.

      6,5 von 10 immer noch blutige gelbe Converse Allstars

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      • Sawasdee1983
        Sawasdee1983 kommentierte
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        Das F-Wort wird in allen Filmen wo Samara Weaving mitspielt sehr sehr oft benutzt, zumindest im O-Ton, war auch im ersten Teil schon so

      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Sawasdee1983 ich fand den ersten Teil richtig stark und an so viel Gefluche kann ich mich nicht erinnern. Zumindest ist es mir nicht negativ in Erinnerung geblieben. Bei Teil 2 nervte es nur noch. Wenn man daraus ein trinkspiel machen würde, wäre man tot.

    • The Punisher (1989)

      Während die meisten beim Punisher in erster Linie den Film mit Thomas Jane feiern, bin ich ja ein Verfechter des Films den die meisten bereits vergessen haben dass dieser überhaupt existiert, wobei einige Punisher Comicautoren diesen Film auch sehr mögen. Die Rede ist natürlich von der Lundgren Version. Immer noch mein persönlicher Lieblingspunisher auch wenn hier natürlich auch einiges an Nostalgiebonus mitschwingt.
      Dieser Film atmet 80er Jahre pur, der goldenen Zeit des Actionkinos und ist mit seinen geraden mal 89 min. Laufzeit wunderbar kurzweilig und schnörkelos erzählt. An diesem Film ist kein einziges Gramm Speck und geht in Sachen Action wunderbar ab.
      Dolph Lundgren spielt den von Rache besessenen Frank Castle super und gleichzeitig wunderbar badass. Er sagt nicht viel, aber wenn er etwas sagt hat hier jedes Wort Gewicht und er verströmt gleichzeitig eine tolle Coolness. Die Action ist toll in Szene gesetzt mit schön hohem Bodycount und auch tolle Actionsetpieces über den ganzen Film verteilt. Abwechslungsreich und eines schöner als der andere. Man erkennt auch gleichzeitig vieles aus den Comics wieder. Einzig was schade ist, dass das Punisher Symbol hier in in Form von ein paar Dolchen vorkommt und das berühmte Symbol nicht auf dem Shirt getragen wurde. Etwas was mir schon damals als ich als Teenie den Film zum ersten mal gesehen habe, merklich gegen den Strich ging.
      Ansonsten toller 80er Jahre Klassiker, den man damals wie heute immer noch toll anschauen kann und wo es schade ist dass das Studio vor dem Release pleite ging und nicht mehr die Kohle für ein Kinorelease hatte und somit in vielen Ländern nur DTV rausgebracht werden musste und dadurch nie über Geheimtippstatus hinauskam. Dolph Lundgren als Punisher hätte sicherlich größeres verdient. Ich habe bei der Sichtung immer noch jede Sekunde genossen und von Anfang bis Ende ein fettes Grinsen im Gesicht gehabt.

      9/10 Punkte
      Letterboxd: Sawasdee1983

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      • Der Astronaut - Project Hail Mary (P)

        (Der Originaltitel lautet nur "Project Hail Mary", ohne den dusseligen Zusatz! Aber die blöden Deutschen brauchen offenbar noch ein "Der Astronaut", damit sie auch gleich wissen, daß es ein "Weltraumfilm" ist!?!? Nicht zu fassen ...)

        Seit gestern ist der Film im Programm von Prime verfügbar und da alle so einen Riesen-Bohey um ihn machen und ich gestern Strohwitwer war, habe ich ihn mir mal angeguckt - und das, obwohl ich bekanntermaßen mit Ryan Gosling so gar nichts anfangen kann. Bin halt mal über meinen Schatten gesprungen.

        Die Story ist weder besonders originell noch neu, diese Thematik gab es so schon oft. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie es ein einfacher Zivilist - diesmal ein Lehrer - es schafft, völlig auf sich allein gestellt auf einmal alle möglichen technischen Funktionen eines Raumschiffs zu verstehen und zu händeln und das dann, als wäre es das Normalste der Welt, auch noch vollkommen souverän zu steuern. Immer wieder gern genommen auch die offensichtlich zweiteinfachste Sache in solchen Extremsituationen: aufgrund von Vermutungen und einem Laptop mal eben ganz nebenbei eine komplexe Aliensprache entschlüsseln, um sich in der Folge in der Muttersprache mit dem außerirdischen Organismus zu unterhalten. Easy peasy Lemonsqueezy!

        Über diese beiden Dinge kann ich immer nur wieder mit dem Kopf schütteln!

        Zugeben muß ich allerdings, daß der Film durchaus seine emotionalen Momente hat, bei denen mir sogar 2 x die Tränen in die Augen geschossen sind. Auch der Humor, z. T. recht subtil, ist in Ordnung und wird wohldosiert eingesetzt. Da kann man nicht meckern.

        Es werden gerne die Schauwerte der Weltraumszenen gelobt. Die sind schon okay, aber auch nicht so, daß man sowas (ähnlich) nicht schon oft woanders gesehen hätte. Paßt schon, aber auch nicht spektakulär.

        Unglücklich finde ich auch die vielen Rückblenden, da sie einen immer wieder aus der Story rausreißen, was den Erzählfluß stark stört. Ab und zu ist noch in Ordnung, aber hier war das definitiv zu oft der Fall. Schade!

        Das größte Manko des Films ist aber natürlich der Hauptdarsteller bzw. sogar die Hauptdarsteller, denn sowohl Ryan Gosling als auch Sandra Hüller können beide den Film mit ihren absolut limitierten darstellerischen Möglichkeiten nicht wirklich tragen! Hier wären zwei andere, richtige (!) Schauspieler wesentlich besser gewesen!

        Wem das nicht sooo wichtig ist und wer sich an den unlogischen Handlungen (s. o.) nicht stört, bekommt einen durchaus unterhaltsamen Film zu sehen.

        Sammlungsrelevant ist er für mich definitiv nicht!

        3

        ER!

        Warum mußte ich bei Rocky immer an den Steinkollegen aus "Galaxy Quest" denken?
        Zuletzt geändert von Sonny; Gestern, 15:34.
        "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

        Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
        4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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        • Alex Gabler
          Alex Gabler kommentierte
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          Ganz schön viel gespoilert. Ich möchte ihn heute abends schauen - jetzt weiß ich immerhin schon, dass er eine aliensprache entschlüsselt und dass überhaupt Aliens dabei sind. Wusste ich vorher nicht, da ich nicht mal den Trailer geschaut habe.

        • Sonny
          Sonny kommentierte
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          Alex Gabler Entschuldige bitte, das war keine Absicht. Ich ging davon aus, daß sei allgemein bekannt. Du weißt, ich spoiler sonst nie und wenn, dann nur innerhalb der Spoiler-Tags.

          Wenn ich abends einen Film gucken möchte, über den ich noch nichts weiß und bei dem ich auch die Trailer vermieden habe, lese ich aber nachmittags kein Review dazu auf einer reinen Filmseite!

        • Alex Gabler
          Alex Gabler kommentierte
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          Sonny ich wollte eben wissen, wie du ihn findest. Konnte ja nicht ahnen, dass du einmal kein Spoiler Tag setzt. Aber alles gut.

      • Fatal Termination

        Ich wollte diesen Film aus zwei Gründen mal sehen, zum einen hat dieser Film einen der spektakulärsten, gefährlichsten und gleichzeitig schockieristen Stunts der Film Geschichte und zum anderen spielt Girls with Guns Königin Moon Lee mit.
        Das Ergebnis war aber leider anders als erwartet und pure Enttäuschung. Moon Lee selbst hat nur eine kleine Nebenrolle, wobei sie hier immerhin wenn sie auftaucht Action zeigen darf. Die Action an sich hält sich allgemein in diesem Film in den Grenzen. Es ist mehr ein Cop Drama mit Actionanteilen und zieht sich wie ohne Ende.
        Die Charaktere benehmen sich dumm wie Brot und entwickeln zu keiner Sekunde Sympathien, wobei man immerhin sagen kann, es geht sehr konsequent zur Sache und es werden rücksichtslos die Leute weggekillt. Aber die meiste Zeit dümpelt dieser Film nur so vor sich hin mit viel mimimi von allen Parteien.
        Action gibt es wenig und wenn dann meistens Ballerszenen im Fahrwasser von John Woo. Diese ist okay anzuschauen aber an das große Vorbild kommt man nicht annähernd ran. Der berühmte Stunt ist natürlich sehr spektakulär gemacht und definitiv auf spezielle Art etwas Geisteskrank so durchzuziehen.
        Vom Cast ist man zwar namhaft besetzt aber viele sind überfordert und wissen nicht so recht was sie eigentlich spielen sollen. Action oder Drama, aber beides kriegen sie nicht hin. Simon Yam immerhin gewohnt souverän, aber auch seine Screentime hält sich in Grenzen. Robin Shou als Bösewicht, wirkt komplett fehl am Platz und bei jeder Szene wie ein Fremdkörper. Moon Lee wenn sie denn mal zu sehen war, war natürlich gewohnt toll und eine tolle Mischung aus Gefühlvoll und Bad Ass, aber wie gesagt ihre Szenen hielten sich in Grenzen.
        In der Summe war dieser Film eine ganz große Enttäuschung für mich, ich habe einen Actionkracher erwartet und ein langweiliges Drama gekriegt und mit seiner gerade mal 94 Minuten Laufzeit war dieser Film gefühlt 60 Minuten zu lang geraten. Schade bei all dem Hype den um diesen Film gemacht wurde, habe ich ein deutlich größeres Spektakel erhofft.

        2/10 Punkte
        Letterboxd: Sawasdee1983

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        • chris.p.bacon
          chris.p.bacon kommentierte
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          Wie hieß nochmal der Film, bei der die Schauspieler bei einer Explosion verwundet wurden? Die sind von einem Balkon gesprungen und irgendwas lief bei der Explosion schief. Von dem hattest Du mal geschrieben.

          Edit: "Devil Hunters" - habs gefunden. Die Schauspielerin hat da dunkel was bei mir im Kopf hervorgeholt.

      • Trap House

        Eigentlich hatte ich diesen Film als komplett uninteressant eingestuft und wollte den gar nicht sehen, nur habe ich inzwischen Obsession gesehen und wollte wissen wo Inde Navarrette sonst so bisher mitgespielt hat und siehe da, Trap House und plötzlich wurde aus einem uninteressanten Film für mich sehr schnell ein interessanter Film. Mein Erwartungen an diesem Film waren jedoch recht gering, wobei ich sagen musste am Ende war das Ganze besser als gedacht. zwar in der Summe kein guter Film aber auch nicht totale Grütze.
        Die Story selbst ist recht hanebüchen und blödsinnig und trotzdem sind sämtliche Twists und Storyentwicklungen bereits aus großer Entfernung vorhersehbar. Überraschend aber fand ich dass dieser Film für ein "Kinderfilm" erstaunlich blutig war. Die Action wenn sie kommt war okay und wie gesagt auch blutig aber jetzt nicht wirklich spektakulär um groß im Gedächtnis zu blieben, aber auch nicht wirklich mies. In der Summe grundsolide.
        Die Teenies dagegen waren auch eher zum Vergessen. Avatar Nervensäge Jack Champion war auch nicht wirklich in der Lage diesen Film zu tragen und überhaupt waren diese ganzen Klischee Teenies eher Nervensägen. Schon krass wenn man in Sachen Ausstrahlung und schauspielerischen Können von einem Dave Bautista regelrecht an die Wand gespielt wird. Die Einzige die halbwegs im Gedächtnis bliebt war tatsächlich Inde Navarrette. Ihr Charakterentwicklung war natürlich extrem vorhersehbar und jetzt nichts überragendes aber absolut bildschön in jeder Szene anzuschauen. Wobei sie auch nur eine Nebenrolle hat, mit jetzt nicht so viel Screentime. Aber ja jedes mal wenn sie im Bild war, hob es die Qualität der Szene merklich.
        Das Ende schrie nach einer Fortsetzung und dieser Film tatsächlich auf Prime recht erfolgreich lief, aber so richtig brauchen tue ich eine Fortsetzung zu diesem Film eigentlich nicht.
        Ansonsten ist es ein typischer Berieselungsfilm, der nicht wirklich gut ist aber auch nicht weh tut, den man schon beim Beginn des Abspanns direkt wieder vergessen hat.

        4/10 Punkte
        Letterboxd: Sawasdee1983

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        • Cocoon (B)

          Einige Bewohner eines Seniorenheims in Florida machen eine Entdeckung, die nicht nur ihr eigenes Leben verändert ...

          Ich mag diesen Wohlfühlfilm aus dem Jahr 1985. Mit Don Amache, Hume Cronyn, Wilford Brimley, Jessica Tandy, Maureen Stapelton, Steve Guttenberg und Brian Dennehy ist der Film von Ron Howard (!) großartig besetzt. Diese Besetzung sorgt auch dafür, daß die Geschichte gut funktioniert. Man nimmt ihnen ihre Charaktere sofort ab und fiebert mit ihnen in der Hoffnung daß alles gut ausgeht.

          Inszenierung, Story, Charakterzeichnung, Musik (!) ... das ist alles so typisch 80er. Die jetzigen Generationen wird das wohl nicht wirklich begeistern, aber ich, der in dieser Zeit groß geworden ist, mag sowas gerne.

          2

          Fun Fact: Wilford Brimley, einer der Hauptdarsteller und Bewohner des Altenheims, war zu Zeiten des Filmdrehs erst 51 Jahre alt, paßte aber vom Erscheiningsbild hervorragend in die Truppe der Revoluzzer!
          "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

          Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
          4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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          • A bittersweet Life

            Meine Frau und ich gucken gerade eine Serie mit Shin Min-a und meine Frau meinte dass diese Dame in Korea ein absoluter Superstar ist, da habe ich mal geguckt was sie sonst noch gemacht hat und siehe da, von ihren ersten 3 Filmen habe ich tatsächlich 2 in meiner Sammlung und davon gehört ein Film zu den größten koreanischen Filmklassikern, den ich gleichzeitig ewig nicht mehr gesehen habe und schnell hatte ich wieder Lust auf diesen Film.
            Ich weiß noch wie dieser Film damals rauskam. Das klassische Hongkong Kino ist zusammen gebrochen, während praktisch zeitgleich das koreanische Kino anfing sich qualitativ zu steigern. 2005 lag das klassische Hongkong Kino im Sterben und gab nur noch wenige Lebenszeichen von sich, was für mich als Fan des Asiatischen Kinos eine gewaltige Lücke aufriss und dann kam dieser koreanische Film raus, dieses Brett von einem Film. Ein Film der mir das Gefühl hat alles wird gut, denn die Lücke die durch das Sterben des Hongkong Kinos entstanden ist, wurde soeben durch das Koreanische Kino geschlossen. Die Rede ist von Bittersweet Life, ein Film der Hauptdarsteller Lee Byung-Hun endgültig zum absoluten Superstar in Korea machte und gleichzeitig weltweit bekannt.
            Damals wie heute hat es dieser Film einfach nur in sich und vereint viele Elemente die damals das Hongkong Kino so stark gemacht hat in einem Film. Alleine schon der Anfang mit den langen Kamerafahrten die an Brain De Palma erinnern oder die langen ruhigen Aufnahmen ohne das viel Gesprochen wird und man nur das Gesicht des Darstellers sieht, hier hatte ich das Gefühl von Alfred Hitchcock, Sergio Leone und auch etwas Michael Mann. Das sorgte für eine richtig tolle Atmosphäre. Diese Gangster Geschichte dagegen war dann klassisch Johnny To oder John Woo und das ohne große Action aber dafür mit viel Gefühl und Herz richtig toll erzählt dass man bis zum Schluss mit den Charakteren unglaublich mit fiebert und mitleidet. Was hier Hauptdarsteller Lee Byung-Hun abliefert ist wirklich ganz großes Kino und erinnerte an einen jungen Chow Yun Fat. Seine Ausstrahlung und sein Charisma war hier enorm und ein Blick verrät hier mehr als tausend Worte.
            Shin Min-a hier in ganz jungen Jahren spielt zwar die weibliche Hauptrolle aber hat nicht all zu viel Screentime, aber man merkt schon warum sie inzwischen zu den Top Stars in Korea gehört. Sie spielte hier ihre Rolle sehr bezaubernd mit einem schönen Wechselbad der Gefühle zwischen Liebreizend, ängstlich und wenn es sein muss taff.
            Action gibt es nicht viel, aber es gibt immer mal wieder schöne Gewaltexplosionen und bei Finale wird hier das Heroric Bloodsheed Genre regelrecht zelebriert. Es gibt keine ausgefallenen Fightszenen sondern es trifft Härte auf Härte und es geht hier wirklich sehr blutig zur Sache. Die wenigen Shootouts in erster Linie halt nur das Finale ist wirklich toll anzuschauen und auch wenn das Ende sehr bitter ist und unter die Haut geht, selbst über 20 Jahre nach meiner ersten Sichtung hatte ich direkt wieder das Gefühl dass ich soeben ganz großes Kino gesehen habe.
            Ganz großer Filmklassiker.

            10/10 Punkte
            Letterboxd: Sawasdee1983

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            • Stealth

              Durch den Bullets und Fists Podcast bekam ich wieder Lust auf diesen Film, wohlwissend dass dieser Film Grütze ist. Ich weiß noch wie dieser Film damals beworben wurde. Groß als neuer Top Gun, dann noch von dem Macher von Triple X und Fast & Furious, mit dem damals extrem coolen Jaime Foxx und einer Jessica Biel, in einem Bikini, körperlich in ihrer absoluten Prime gestählt durch das harte Blade Tinity Training. das konnte nur großes Actionkino werden. Man was hab ich mich damals getäuscht und diesen Film verflucht. Tja nun 20 Jahre später der nächste Versuch. Gut ist dieser Film immer noch nicht, sogar so ziemlich weit weg von gut, aber so ein bisschen Frieden habe ich mit diesen Film gefunden.
              Natürlich ist dieser Film absoluter Blödsinn. Josh Lucas ist hier übertrieben auf cool getrimmt, ohne aber selbst auch nur einen Hauch von Coolness zu verströmen. Jaimie Foxx wurde hier brachial verschlissen und gleichzeitig sah man ihm immer wieder bei so manchen Dialogen an wie er sich innerlich fragte wie man auf die Idee kommen konnte diesen Blödsinn zu schreiben, auch mir ging es ähnlich, denn beim zuhören spürte ich wie mir IQ Punkte flöten gingen und dann ist da natürlich noch Jessica Biel. Sie ist heiß, sehr heiß und das zu jeder Sekunde in der sie im Bild ist da man klar auch dafür sorgt dass wenn sie im Bild ist, ihr Körperlichen Qualitäten im Vordergrund sind. Ihr Charakter dagegen naja wie die anderen beiden Hauptcharaktere waren schon zum Fremdschämen. Die Story selbst ist recht hanebüchen und dient als Grundlage für jede Menge Action und der verzweifelte Versuch möglichst cool rüber zu sein.
              Die Effekte der Jets die damals schon nicht wirklich gut aussahen sind noch mal so richtig schlecht gealtert. Action gibt es wie gesagt immerhin reichlich, dummerweise nicht gut in Szene gesetzt. Ein paar Explosionen sehen gut aus aber bei den Luftkämpfen wird nahezu nonstop mit der Kamera wie ein verrückter geschüttelt dass man kaum etwas erkennen konnte, also Top Gun sieht da deutlich besser aus. Später kopiert man auch etwas Behind Enemy Lines, den Part fand ich deutlich besser als die Jet Action, halt weniger rumgeschüttel, man musste ja schließlich erkennen wie heiß Jessica Biel war. Klar auch hier kommt man nicht an das Vorbild heran, nicht mal annähernd, aber immerhin ist der Part deutlich weniger ätzend als die komplette erste Hälfte und hat sogar Momente wo ich dachte joa ist schon cool.
              Auch ist dieser Film mit seinen 2h viel zu lang geraten. 30 Minuten weniger Laufzeit hätten diesem Film gut getan, okay ein besseres Drehbuch und bessere Kameraarbeit auch und wenn man bedenkt dass dieser Film schon damals 135 Mio Dollar gekostet hat, dann kann das alles nicht mit rechten Dingen zu gegangen sein, wie hier regelrecht Geld verbrannt wurde.
              In der Summe damals wie heute ist dieser Film alles andere als gut und hat mit massig Problemen zu kämpfen, aber hey zumindest war Jessica Biel heiß anzuschauen.

              2,75/10 Punkte

              Letterboxd: Sawasdee1983

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              • One Percenter

                Abseits von Anime verfolge ich das japanische Kino kaum noch, da bis auf wenige Ausnahmen die Live Actionfilme aus Japan für mich schon etwas drüber sind. Es sei denn ich stoße mal wieder auf einen Film mit Tak Sakaguchi den ich seit seinem Filmdebüt Versus irgendwie feier. Auf One Percenter bin ich nur wegen einem Clip auf Youtube gekommenl.
                Die ersten 20 Minuten des Films wirken für Tak Sakaguchi sehr persönlich über der Meta Ebene wirkt es wie eine Abrechnung ans moderne Martial Arts Kino und wie sich das alles verändert hat. Okay die ersten 20 Minuten ziehen sich auch etwas. Hat man diese überstanden kriegt man erst mal 50 Minuten Daueraction geboten. Ein Stirb Langsam Martial Arts Rip of. Zwar einfach in einem leeren Fabrik Gelände gedreht aber die Martial Arts Szenen waren klasse. Es war toll anzuschauen wie sich Tak Sakaguchi wie gewohnt durch die Gegnerwellen im Zero Range Combat Style wie in Re:Born prügelt und dabei alles andere als zimperlich mit den Gegnern umspringt.
                Klar die Charaktere sind wie so oft im japanischen Film total drüber und schon krasse Karikarturen und die Story absolut hanebüchener Blödsinn aber dafür rockt halt die Action. Vor allem der Endfight gegen Jeet Kune Do Meister Togo Ishii ist atemberaubend gemacht. Unglaublich wie schnell die beiden sich bewegen können, das war wirklich ein Fest mit anzusehen wie die beiden abgingen. Das war ganz großes Martial Arts Kino.
                Als dann aber zum Schluss noch der Twist kam habe ich mich erst etwas verarscht gefühlt nur um im Anschluss dann gar nicht mehr zu verstehen.
                Alles in allem vom Inhalt her ein ganz merkwürdiger Film, aber wenn man Martial Arts Fan ist kriegt man hiervon um die 50 Minuten ganz großes Martial Arts Kino zu sehen.

                5,5/10 Punkte
                Letterboxd: Sawasdee1983

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                • Gefährliche Freundin - Blu-Ray - 8,5/10

                  Lange nicht gesehen, gestern spontan Lust darauf gehabt. Und ja, der Film macht nach wie vor Spass, der Mix aus Komödie, Roadmovie und auch Psycho-Thriller bietet zudem reichlich Abwechslung. Dazu zwei gut aufgelegte Hauptdarsteller, ein herrlich fieser Ray Liotta und eine gelungene Inszenierung, sorgen für beste Unterhaltung. Nicht zu vergessen, der passende und tolle Soundtrack, kurzum, ein toller Film aus den 80er Jahren.




                  Gruß Harry

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                  • The Bad Guys 2

                    Die Romanreihe habe ich nie gelesen aber der erste Teil war eine recht positive Überraschung und ich muss sagen auch beim zweiten Teil habe ich mich wieder gut unterhalten gefühlt. Es hat so einen gewissen Sorgenfreien Cartoon Humor der bei mir direkt für eine angenehme gute Laune sorgt. Es gibt hier auch entsprechend unzählige Over the Top Slapstick Momente, manchmal recht albern aber ich fand es witzig. Der Cell Shading Look passte wie beim ersten Teil auch hier wieder sehr gut.
                    Inhaltlich ist es recht einfach gestrickt und die Twists sieht man bereits aus weiter Entfernung und dazu gibt es viel Elemente wo ich ständig an The Fast & The Furious denken, aber wie gesagt es macht Spaß und die Sprecher machen das Ganze auch sehr gut allen voran Sam Rockwell als Wolf und natürlich Awkwafina als Spinne. Auch meine Frau hat sich gut unterhalten gefühlt auch wenn es im Animationsbereich bessere Titel gibt und ich auch den ersten Teil einen Ticken besser fand.
                    Das Ende schrie dann nach Fortsetzung, wobei aktuell noch bezweifelt werden kann ob diese kommt, da der zweite Teil leider nur gerade so eben erfolgreich war.

                    7/10 Punkte


                    Missing in Action 3

                    Da ich vor kurzem den ersten Missing in Action Film wieder gesehen habe, wollte ich auch noch mal den dritten Teil sehen. Diesen Film habe ich erst einmal gesehen und das vor bestimmt 25 Jahren und fand den damals nicht gut.
                    Jetzt muss ich sagen habe ich mich gut unterhalten gefühlt und dieser Film ist merklich besser als der erste Teil und auch wenn ich den zweiten Teil am Liebsten mag ist dieser Film nicht weit weg. Toll finde dass hier nicht nur sinnfrei rumgeballert wird sondern der gute Chuck auch Martial Arts zeigen darf. Natürlich ist dieser Film wieder voll auf Chuck Norris zugeschnitten damit dieser möglichst Bad Ass und cool rüber kommt aber hey es funktioniert und ich musste bei vielen Actionszenen mit ihm grinsen. Eben wegen der Coolness von Chuck Norris und da es über die angenehme Laufzeit von 88 Minuten einen ordentlichen Anteil an Action gibt, ist dieser Film auch recht kurzweilig geworden.
                    Bei der Action merkt man natürlich den gewissen Canon Look und das nicht all zu viel Budget da war, aber trotzdem hat man immer noch richtig gut was rausgeholt und die Action mit den ganzen Explosionen macht Laune und ist auch deutlich weniger zum Fremdschämen wie noch beim ersten Teil.
                    Was ich nicht gebraucht hätte wäre die Sache mit dem Jungen, denn wie so oft in Filmen war das Kind halt eine ziemliche Nervensäge und störte merklich. Okay und dann gab es dann auch etwas Schmalz der für mich zum Augen verdrehen war.
                    Insgesamt aber angenehm lockerer No Brainer Actioner.

                    6,25/10 Punkte
                    Letterboxd: Sawasdee1983

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                      Der Astronaut – Project Hail Mary (Prime, Dolby Vision)

                      Nach Sam Rockwell, Matt Damon, Brad Pitt und Adam Sandler ist jetzt auch Ryan Gosling mal allein im All.
                      „Der Astronaut – Project Hail Mary“ erweist sich als absolut packendes Science-Fiction-Abenteuer. Die Macher übertragen die wissenschaftliche Detailverliebtheit des Romans perfekt in ein visuell atemberaubendes Weltraum-Epos.

                      Von der Bildkomposition zieht das Werk alle Register - die atmosphärisch hochwertige Optik liefert spektakuläre, kontrastreiche Bilder des unendlichen Alls, die perfekt mit der Einsamkeit des Protagonisten harmonieren. Unterstützt wird diese dichte Stimmung von einem passenden Score, der in den richtigen Momenten epische Weite erzeugt, sich in den emotionalen Phasen jedoch angenehm zurückhält.

                      Die Erzählstruktur baut geschickt auf Weltraum-Rückblenden auf. Stück für Stück kehren die Erinnerungen von Grace (Gosling) zurück, wodurch die Dringlichkeit der Mission auf der Erde parallel zur Einsamkeit im Orbit beleuchtet wird. Ein echtes Highlight ist die Tonalität: Der Streifen trifft mit seinem trockenen, nerdigen und angenehm unaufgeregten Witz genau die richtige Art von Humor. Er nimmt die Wissenschaft ernst, verliert aber nie die Leichtigkeit. Ich mag sowas.

                      Das emotionale und komödiantische Fundament bildet Ryan Goslings Performance. Er balanciert die anfängliche Verwirrung, die Genialität und die pure Verzweiflung seiner Figur Dr. Ryland Grace mit Bravour und viel Charme aus.

                      Trotz all dieser Stärken muss man jedoch einräumen: Mit rund 2,5 Stunden Laufzeit ist der Film etwas zu lange geraten. Gerade im Mittelteil verliert das interstellare Abenteuer gelegentlich an Tempo, wenn sich wissenschaftliche Erklärungen etwas zu sehr in die Länge ziehen oder sich wiederholen. Das dachte ich mir aber bereits im Vorfeld.

                      Wer intelligentes Sci-Fi-Kino mit Herz, großartigen Bildern und einer ordentlichen Portion Augenzwinkern sucht, kommt an diesem Blockbuster kaum vorbei. Ein starker Film, dem eine straffere Schere im Schneideraum allerdings gutgetan hätte.

                      Meine UHD habe ich vorerst storniert und warte auf einen guten Preis.
                      PS: bin ich der einzige, der die weiße Strickjacke mit den Füchsen drauf (passend zu den weißen Converse) cool fand?

                      8 von 10 durchsichtige Polygon-Schutzhüllen

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