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One Battle After Another

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  • #16
    One Battle after another - Kino - 7,5/10

    Frisch mit der Frau gerade aus dem Kino.
    Wie erwartet, kein Mainstream Film mit vorhersehbarer Inszenierung und den üblichen Zutaten.
    Es ist definitiv kein Film für die Breite Masse, meine Frau fand ihn solide, aufgrund der Klasse aufspielenden Darsteller, aber zu lang.
    Ich fand ihn gut, aber nicht überragend. Größter Kritikpunkt, der eigenwillige Soundtrack. Der bisweilen experimentel klingt, bei ein paar Sequenzen, gibt es ein paar Klaviernoten, die gefühlt endlos wiederholt werden.
    Ansonsten ein gelungener Film, bei dem auch ich von den Darstellern begeistert war. Die Inszenierung ist gemächlich, bietet immer etwas neues, skizziert ihre Figuren aber so, das ein mitfiebern oder Spannungsbogen selten entsteht. Was für mich aber zum Inhalt und der Inszenierung passt, hier wird nichts dramatisch aufgebläht, um das Publikum mit Effekten oder herbei gezauberten Wendungen zu beeindrucken.
    Zwar gibt es hier ein paar brutale Szenen, Dialoge die schon gelegentlich drüber sind, aber genau so auch zum gezeigten passen. Kurzum, schön das es noch so Filme gibt, die einfach anders sind. Die bizarre Figuren zeigen, einige die wenig Rückgrat besitzen und eben keine die zu Helden werden, oder es schon sind.
    Übrigens die politische Note im Film ist ebenfalls gut eingefügt, ohne zu sehr mit dem Finger eine Richtung vorzugeben, oder den Zuschauer zu manipulieren, gut gemacht.




    Gruß Harry

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    • #17
      IMG_4418.jpeg

      Hab den Film nun auch gesehen:

      Wer bei diesem Titel epische Action erwartet, wird bitter enttäuscht. One Battle After Another entpuppt sich als ein träges und völlig wirres Konstrukt, das den Zuschauer zweieinhalb Stunden lang festnagelt – allerdings vor purer Langeweile.

      Der Film zieht sich wie zäherKaugummi. Die Handlung verliert sich in endlosen, bedeutungsschwangeren Dialogen, die von einer unerträglichen Fahrstuhlmusik untermalt werden. Dieser belanglose Soundtrack killt jegliche Spannung und lässt selbst die "kämpferischen" Szenen wirken wie eine Kaffeefahrt im Seniorenheim. Teilweise klingt das Geklimper wie der Score von Zelda- Breath of the Wild, wenn man mit dem Pferd unterwegs ist.

      Das Ganze ist schlichtweg viel zu lange geraten - eine Kürzung um 60 Minuten hätte dem Werk zumindest einen Hauch von Rhythmus verliehen. Gerade die sprunghafte erste halbe Stunde hätte extrem gekürzt werden müssen… wobei… eigentlich muss, wie bereits geschrieben, der ganze Film gekürzt werden.

      Schauspielerisch ist das Ergebnis ein absurder Kontrast: Leonardo DiCaprio liefert – wie gewohnt – gut ab und versucht verzweifelt, gegen das schwache Drehbuch anzuspielen. Er ist der einzige Lichtblick in diesem Chaos. Auf der anderen Seite steht Sean Penn, dessen Performance man nur als peinlich beschreiben kann. Sein übertriebenes Method-Acting wirkt in diesem fahrigen Setting völlig deplatziert und unfreiwillig komisch.

      Ich begreife einfach nicht, was uns Paul Thomas Anderson mit dem Film sagen möchte. Ja, ich verstehe einige der Botschaften wie die bedingungslose Liebe von Bob zu seiner Tochter Willa, die Kurzsichtigkeit und Zerstrittenheit radikaler Gruppen, dass Durchhalten auch als Gewinn gesehen werden kann und natürlich die Anspielungen einer faschistischen Regierung dennoch kann man den Film nicht einordnen. Ist er ein Drama, eine Komödie oder einfach ein Potpourri aus zusammengewürfelten Ideen? Man weiß es nicht.

      Fazit: „One Battle After Another“ ist ein wenig fesselnder, polarisierender, verwirrender Marathon der Ereignislosigkeit. Für mich ein einziger Flop.

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