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Watch Dogs (Videospielverfilmung / Tom Blyth / Markella Kavenagh)

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  • Watch Dogs (Videospielverfilmung / Tom Blyth / Markella Kavenagh)

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    Gestern konnte ich nach langer Zeit endlich einmal wieder die Zeit finden mir einen meiner blinden Neuzugänge zu Gemüte zu führen. Die Rede ist von dem französischen Monsterfilm The Deep Dark, der tatsächlich noch einen viel besseren Eindruck hinterlassen konnte als ich mir zunächst vorstellen konnte. Aus Neugier wollte ich dann wissen, was die Kreativen hinter den Kulissen denn sonst für Projekte am Start haben und dort fand sich bei Regisseur Mathieu Turi tatsächlich ein enorm interessanter Eintrag mit dem Titel Watch Dogs, womit tatsächlich die Videospielverfilmung gemeint ist.

    Watch Dogs ist nämlich der Titel einer überaus bekannten Videospielreihe von UbiSoft, die mit den ersten beiden Titel 2014 und 2016 jeweils zig millionen Kopien verkaufen konnte. Der dritte Teil mit dem Titel Legions floppte dank einem schwachsinnigen Konzept, unerwünschtem Service-Bullshit und beginnender Wokeness schon ziemlich übel, aber das Filmprojekt wurde bereits schon lange vorher in Auftrag gegeben. Und zwar schon 2013, als es UbiSoft noch wirklich ganz gut ging und noch bevor das erste Spiel auf den Markt kam. Damals schon verfolgte der Videospielkonzern die Idee die Marke mit einer Fülle von Medien über die Videospielbranche hinaus bekannt zu machen; ähnlich wie bei Assassin`s Creed, wobei nicht auf Cameos und Crossover-Missions verzichtete.
    Allerdings kamen die Pläne damals recht schnell ins trudeln, denn der erste Titel startete nicht besonders gut und entwickelte sich erst nach und nach zu einem Kulthit. UbiSoft nahmen mit dem zweiten Teil eine kleine Kurskorrektur vor, tauschten den Hauptcharakter Aiden Pierce aus, aber erweiterten auch gleich das Szenario und lieferten eine vielseitigere Atmosphäre ab, was aber zur Folge hatte, dass das Filmprojekt ebenso immer wieder neu ausgerichtet werden musste. Nach dem grandiosen Debakel rund um Legions drohte das Projekt abermals zu scheitern, bis UbiSoft womöglich aus Verzweiflung heraus - die Aktie war zu diesem Zeitpunkt erstmals mehr als um die Häfte eingebrochen - einen neuen Versuch unternahmen und die Urheberrechte an der Verfilmung nun mit einigen anderen großen Firmen teilte, womit die Videospielverfilmung endlich realisiert werden konnte.

    Unter anderem entsteht der Film derzeit unter dem Studio von Sony Pictures, New Regency und UbiSoft Film & Television, während Columbia den Vertrieb übernehmen soll. New Regency fliegt zwar oft etwas unter dem Radar, agieren nun aber schon seit 40 Jahren äußerst erfolgreich und haben dabei schon etliche moderne Klassiker hervorgebracht. Wichtig waren UbiSoft, dass die kreative Leitung über den Film weitgehend in französischer Hand bleibt, weswegen man sich für Regisseur Mathieu Turi entschieden kann. Für mich definitiv eine ziemlich gute Wahl, der aber nun vor seiner Großproduktion steht. Das Drehbuch schrieben Christie LeBlanc und Victoria Bata. Die Hauptrolle als Aiden Pearce hat nun Tom Blyth übernommen, der zuletzt in The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes und Billy The Kid zu sehen war. In weiteren Rollen zu sehen sind Sophie Wilde und Markella Kavenagh, die jüngst mit Die Ringe der Macht etwas Bekanntheit erlangte, Law X, Georgia Small und Tamara Smart.

    Ich persönlich habe schon 2014 / 2015 herum von dem Filmprojekt erfahren, dachte aber ebenso es wäre längst eingestampft und vergessen worden. Nun allerdings sind die Dreharbeiten schon lange vollends abgeschlossen und das Teil befindet sich höchstoffiziell in der Nachproduktion. Wenn man bedenkt, dass die Dreharbeiten schon im Sommer 2024 begonnen hatten - also vor fast zwei Jahren - könnte man nun schon langsam mit den ersten offiziellen Pressemitteilungen rechnen; Promo-Bildern und Teasern sowie einem Kinostart Ende 2026 bis Sommer 2027.

    Welche Handlung der Film verfolgen wird, ist derzeit noch völlig unbekannt. Allerdings will man ähnlich wie bei Fallout und davor schon Assassin`s Creed eine neue Geschichte im selben Universum wie den Spielen erzählen, was ich sehr begrüßen würde. Auf jeden Fall kann man davon ausgehen, dass Aiden Pearce dennoch den zentralen Punkt der Story bilden wird, nachdem man extra Tom Blyth in der Rolle gecastet hat. Denkbar wären nun zwei Optionen: nämlich ein Prequel, was die Vorgeschichte zum Videospiel wesentlich genauer unter die Lupe nimmt, denn diese erfährt man eigentlich nur aus den Dialogen und Notizen, die man finden kann; oder auch ein Sequel, was erzählt, welche Stadt Aiden nach der actionreichen Gewalteskalation in Chicago nun ins Visier nimmt.

    Im Szenario von Watch Dogs arbeiten die großen Tech-Firmen längst mit den Regierungen zusammen und haben ihre städtischen System längst auf KI- und KI-Assistenten umgestellt. Eine größten Firmen ist Blume, die mit ihrem Überwachsungsnetzwerk ctOS eine viel einfachere und günstigere Zusammenarbeit der Behörden und des alltäglichen Lebens garantieren wollen, in Wahrheit aber nur an Macht und Kontrolle interessiert sind. Als der Hacker Aiden Pearce ihnen durch eine eigentlich anderen illegalen Job in die Quere kommt, wird er Opfer eines Attentats, was jedoch nicht ihn, sondern seiner kleinen Nichte das Leben kostet. Daraufhin macht er es sich zur Aufgabe Blume und alle bekannten und unbekannten Mittäter zur Strecke zu bringen, wobei er zufällig auf die Hackergruppe DedSec trifft, die ihn bei seinen finsteren Racheplänen unterstützt.

    "Kommt Geister, die ihr lauscht auf Mordgedanken . . . und entweiht mich!" - MacBeth
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