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  • Der Salzpfad (PD)

    Gillian Anderson & Jason Isaacs haben einige harte Schicksalsschläge zu verkraften und machen sich auf den Weg, den South West Coast Way an der Küste Englands zu gehen ...

    Ein Film der leisen Töne, der einem aufzeigt, wie schnell sich alles sich geglaubte ändern kann!

    2
    "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

    Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
    4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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    • Alex Gabler
      Alex Gabler kommentierte
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      Läuft der schon auf Prime? Auf den habe ich auch schon ne Zeit lang gewartet.

    • Sonny
      Sonny kommentierte
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      Alex Gabler Beim letzten Deal für 99 Cent in die Watchlist genommen. Wird über kurz oder lang irgendwann auch im normalen Programm auftauchen.

  • Die Jury - 8,5/10

    Immer noch ein sehr spannender Justiz-Thriller, der an seiner politischen Brisanz bis heute nichts verloren hat. Vor allem der Rassenkonflikt in der Amerika ist unter der aktuellen Regierung wieder mit Sprengkraft versehen, so das der Stoff hier aktueller den je ist. Der Justizprozess um einen Vater, der seine vergewaltigte Tochter rächt indem er die Täter niederschießt ist auf der einen Seite für jeden Vater nachvollziehbar, auf der anderen Seite bleibt aber das Problem der Selbstjustiz. Zwar wird der Vater hier aufgrund des brutalen Verbrechens als Mann dargestellt, der nur für Gerechtigkeit sorgen will, allerdings argumentiert genaus auch die US-Waffenlobby mit den gleichen Argumenten... schwer, hier eine klare Linie zu finden, zumindest mit dem Problem der Waffengewalt, setzt sich der Film nicht auseinander, aber das ist wohl auch der europäischen Sicht auf das Thema geschuldet.

    Ansonsten ist der Film von Joel Schumacher packend inszeniert - wenn auch am Ende vorhersehbar. Wer Justizdramen mag, wird hier sehr gut unterhalten. Der tolle Cast spielt sehr gut auf insbesondere Matthew McConaughey, Samuel L. Jackson, Sandra Bullock und Kevin Spacey.

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      „Die Goonies“ (Blu Ray)

      Es geht es um eine Gruppe von Kindern aus den „Goon Docks“, die vor einer großen Herausforderung stehen: Ihre Siedlung soll abgerissen werden, um einem luxuriösen Country Club Platz zu machen. Auf dem Dachboden von Mikey findet die Clique eine alte Schatzkarte des legendären „Einäugigem Willy“, einem Piraten.
      Um ihre Häuser vor der Zwangsversteigerung zu retten, begeben sie sich auf eine abenteuerliche Suche nach dem verschollenen Piratenschatz.

      Chaos, Schätze und 80s-Power!

      Wer Lust auf eine ordentliche Portion Nostalgie hat, kommt an diesem 80s-Kultfilm von Regisseur Richard Donner („Lethal Weapon“) und Produzent Steven Spielberg nicht vorbei.

      Hier starteten Karrieren! Von einem blutjungen Josh Brolin (Brand) über den quirligen Sean Astin (Mikey) bis hin zum coolen Corey Feldman und Ke Huy Quan (Data), der damals schon Gadget-Expertise bewies. Am liebsten mag ich ja immer noch den gefräßigen „Chunk“ und seine witzigen, ungewollt trockenen Sprüche. Die Chemie zwischen den Kids ist das Herzstück des Films – man nimmt ihnen die tiefe Freundschaft in jeder Sekunde ab. So etwas fehlt leider heutzutage in vielen Filmen und Serien.

      Ja, der Film aus dem Jahr 1985 ist laut! Sobald die Gruppe loslegt, wird durcheinandergeredet, geschrien und panisch weggerannt. Diese charmante Hektik fängt das authentische Chaos einer Kinderclique perfekt ein, kann aber für empfindliche Ohren fast schon anstrengend sein. Ich brauchte auch erneut etwas Zeit, mich an die Hektik zu „gewöhnen“.

      Das Produktionsdesign ist für die 80er überragend. Die unterirdischen Höhlen, die fiesen Fallen der Fratellis und natürlich das gigantische Piratenschiff am Ende sorgen für echtes Abenteuer-Feeling, das auch heute noch beeindruckt.

      Der Soundtrack untermalt die Schatzsuche mit der perfekten Mischung aus Spannung und heroischer Aufbruchstimmung. Und natürlich bleibt der Titelsong „The Goonies ´r´ good enough“ von Cyndi Lauper ein absoluter Ohrwurm.

      „The Goonies“ ist ein spaßiges, wildes Abenteuer, das die Essenz der 80er Jahre atmet. Zwar etwas chaotisch, aber immer noch voller Herz und zeitlosem Entdeckergeist.

      7,5 von 10 wertvolle Edelsteine, die eine ganze Gegend retten können

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      • Sawasdee1983
        Sawasdee1983 kommentierte
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        Ich wurde mit diesem Film nie so wirklich warm. Diese ständig rumschreienden Kids gingen mir hier einfach nur auf die Nerven

      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Sawasdee1983 ja, so ging’s mir auch lange Zeit, habe aber nun meinen Frieden damit gemacht.

      • Sonny
        Sonny kommentierte
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        Kam ich noch nie drauf klar, ist echt nicht mein Film.

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      Sonic - The Hedgehog (4K UHD/ Dolby Vision)

      Der blaue Igel Sonic, der von seiner Welt in die unsere gebannt wurde, musste bis jetzt ein einsames Leben auf der Erde verbringen. Er und sein neuer bester Freund, ein Polizist namens Tom Wachowski, müssen zusammen arbeiten, um dem bösen Dr. Robotnik das Handwerk zu legen, der sich die Weltherrschaft unter den Nagel reißen will.

      Dritte Sichtung des 2020 inszenierten Spielfilms rund um das Sega Maskottchen Sonic.
      Ja, „Sonic The Hedgehog“ ist immer noch ein netter kleiner und vor allem lustiger Film für die ganze Familie. Jim Carrey sticht, wie bereits mehrfach gelesen, wieder mal äußerst positiv und skurril heraus, auch wenn hier sein skurriler Bart noch nicht ganz so übertrieben wie im Nachfolger erscheint. Die Effekte und der Ton sind up to date und es sind viele kleine optische und akustische Anspielungen an die gute alte Sega Mega Drive Zeit enthalten.
      Obwohl ich diesen Julian Bam, der Sonic in der deutsche Fassung spricht, überhaupt nicht kenne und ich auch zu faul zum nachgooglen bin, finde ich seine Leistung als Sonics Stimme mehr als passend - hat er gut gemacht, auch wenn ich oft anderes lesen musste. Auch James Marsden als Polizist Tom harmoniert gut mit dem digitalen Sonic und ist einfach so ein bodenständiger „Kumpel von nebenan“ Typ, der sich selbst nicht immer ernst nimmt.
      Die 98 Minuten sind gut gewählt und haben so gut wie keine Längen.

      Das 4K UHD Bild ist dank Dolby Vision strahlend hell und hat einen klasse Kontrast. Helle Szenen strahlen und dunkle Szenen können tiefschwarz erscheinen ohne Details zu verschlucken. Details kann man auch viele ausmachen, egal ob Straßenbelag, Hautporen oder die Flora und Fauna Montanas, hier gibt’s viel zu sehen. Da der Film eine 2K DI entstammt, gibts zwar kein „echtes“ 4K Bild, „frischer“, , plastischer, sauberer und etwas feiner detailliert wirkt die UHD im Gegensatz zur 1080p Blu Ray aber dennoch. Die Farben sind warm und natürlich gehalten. Spitzlichter wie Scheinwerfer oder glänzendes Metall strahlen und blitzen schön heraus.

      Auch wenn der deutsche Ton nur eine Dolby Digital 5.1 Spur aufwarten kann, ist er dennoch mehr als gut genug anzuhören. Neben glasklaren Dialogen gibts auch einige nette Surround Effekte (zB wenn Dr. Robotnik in Toms Haus seine schießende Drohne losschickt) aber auch einen satten Bass (als Sonic seinen blauen Elektroblitz über die ganze Stadt loslässt). Und im Finale gibt’s sowieso fürs Heimkino einiges zu tun - doch das passt… auch wenn natürlich eine HD Tonspur etwas präziser wäre.

      7,5 von 10 geniale Bullet-Time Szenen

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        „House on Haunted Hill“ (1999) (Blu Ray)

        William Malones Remake des William-Castle-Klassikers von 1959 ist ein Paradebeispiel für den von mir hoch geschätzten stylischen Horrorfilm der späten 90er Jahre. Produziert von Dark Castle Entertainment (u.a. Robert Zemeckis), liefert der Film eine visuell beeindruckende, wenn auch inhaltlich seichte Geisterbahnfahrt, die vor allem durch Atmosphäre und handwerkliche Qualität besticht.

        Das Herzstück des Films ist das „Haus“ selbst: eine ehemalige Nervenheilanstalt, die mit einer Mischung aus viktorianischem Gothic-Stil und industriellen Schrecken gestaltet wurde. Die Kulissen sind düster, klaustrophobisch und extrem detailliert, was den Film handwerklich in die Oberklasse des 90er-Jahre-Horrors hebt. Die Kameraarbeit nutzt oft verzerrte Perspektiven, um die psychische Instabilität der Charaktere und die Bösartigkeit des Ortes zu unterstreichen. Oft erinnert das Gezeigte an Musikvideos der Band „Tool“.

        „House on Haunted Hill“ (1999) setzt auf eine gelungene Mischung aus praktischen Effekten und der damals aufkommenden CGI-Technik. Während einige Computeranimationen aus heutiger Sicht etwas veraltet wirken, sind die physischen Schockeffekte, besonders die Szenen mit den „Schatten“ und den entstellten Geistern, auch heute noch fies und effektiv. Das Sounddesign ist fantastisch. Es untermalt die unheimliche Atmosphäre mit industriellem Dröhnen und Schockgeräuschen.

        Geoffrey Rush („Fluch der Karibik“) liefert als exzentrischer Vergnügungspark-Mogul Stephen H. Price eine starke Leistung ab. Er spielt die Rolle mit einer gesunden Portion Ironie und einer theatralischen Boshaftigkeit, die eine deutliche, gelungene Hommage an das Original von Vincent Price darstellt. Er trägt den Film, besonders in den Szenen, in denen er mit seiner Film Frau Famke Janssen („James Bond Goldeneye“) aneinandergerät.

        Die simple Handlung (eine Gruppe Fremder soll eine Nacht in der Anstalt verbringen, um je eine Million Dollar zu gewinnen) baut effektiv Spannung auf. Die Charaktere sind zwar genre-typisch eher skizzenhaft, aber die Bedrohung durch das Haus selbst ist konstant spürbar. Es ist ein "Freizeitpark-Funhouse"-Horror, der Spaß macht und zwischendurch wirklich gruselige Momente bietet.

        Der größte Kritikpunkt ist das Finale. Während der Film über 70 Minuten hinweg eine unheimliche Spannung aufbaut, wirkt das Ende, bei dem ein großes, CGI-lastiges „Wesen“ (die Essenz des Hauses) in Erscheinung tritt, etwas aufgesetzt und unausgegoren. Die Auflösung fühlt sich im Vergleich zur dichten Atmosphäre des ersten Teils etwas unpassend und enttäuschend an, was den ansonsten positiven Gesamteindruck leicht schmälert.

        „House on Haunted Hill“ (1999) ist ein unterhaltsames, handwerklich starkes Remake, das vor allem durch seine visuelle Gestaltung und Geoffrey Rush glänzt. Es ist ein Muss für Fans von 90er-Jahre-Horrorfilmen, das trotz inhaltlicher Schwächen am Ende eine schaurig-schöne Achterbahnfahrt bietet.

        Lediglich das Bild, welches teilweise weich, mit wenig Kontrast und verbesserungswürdigem Schwarzwert daherkommt, könnte mal restauriert werden.

        Der deutsche DTS-HD MA Ton ist dagegen dynamisch, bietet kristallklare Stimmen und immens viele präzise Effekte aus allen vorhandenen Lautsprechern.

        8 von 10 schaurig schöne Todesfallen

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          Doom - Der Film (4K UHD, HDR10)

          Space Marines werden losgeschickt, um seltsame Ereignisse in einer Forschungseinrichtung auf dem Mars zu untersuchen, sehen sich aber den genetisch verbesserten Tötungsmaschinen hilflos ausgeliefert.

          Doom ist neben Mario, Zelda und den Resident Evils meine Lieblings Videospielreihe, so verwundert es auch nicht, dass ich den Film im Kino war, auf dvd und BR besaß und schließlich auch die UHD brauchte.
          Ja, ich hatte ihn ETWAS besser in Erinnerung, ein unterhaltsamer Sci-Fi Actioner ist Doom - Der Film aber immer noch. The Rock war noch nicht so ne Maschine, Karl Urban war nie cooler und Rosamund Pike ist auch was fürs Auge. Neben der tollen Mars-Forschungsstation und nem (elektronischen) Metal-Soundtrack gibts tolle Gefechte gegen Dämonen zu sehen- auch nach über 21 Jahren macht die „berühmte“ Ego Shooter Szene Laune.

          Das 4K Bild ist ordentlich. KeinTag und Nacht Unterschied zur BR aber eine kleine Steigerung lässt sich immer ausmachen. Feines Filmkorn, satte Schwarzwerte, etwas mehr Details in den Gesichtern gibts eben nur auf der UHD Disk. Ein paar wenige Aufnahmen sind zwar immer noch etwas unscharf, aber im Großen und Ganzen ist das 4K Bild gut. Auch Spitzlichter wie die Lampen an den Gewehren oder Blinklichter an den Armaturen stechen schön heraus.

          Vom DTS:X Ton habe ich auch ein bisschen mehr erwartet. Klar, wuchtig kommt der Ton nach wie vor daher aber von den Höhenlautsprechern hätte es etwas mehr Unterstützung geben können. Ein paar wenige Effekte wie das Universal Logo am Anfang oder patronen, die an die Decke geschossen wurden, klingen sehr direkt und lassen sich gut von oben orten.

          7,5 von 10 BFGs

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          • Projekt Art of Asia - Film Nr. 60

            Omniscient Reader The Prophecy (PD)

            Kim Dok-ja ist seit Jahren der noch einzige Leser des Fantasy-Webromans "Drei Wege, die Apokalypse zu überleben", dessen immer wilder werdende Handlung letztendlich alle anderen Interessenten verschreckt hat. Umso erstaunter ist Dok-ja, als er nach dem finalen, ihm überhaupt nicht zusagenden Kapitel feststellt, daß die Geschichte Wirklichkeit geworden ist und die Menschen sich nun übernatürlicher Wesen erwehren müssen. Mit Hilfe einer kleinen Gruppe Versprengter setzt er nun alles daran, sein Wissen einzusetzen, um somit die gesamte Menschheit zu retten ...

            Auch hier hat mich der Trailer gelockt. Südkoreanisch, Fantasy, Drachen, Dämonen usw., für sowas bin ich immer mal zu haben.

            Unglücklicherweise ist der Film sowohl thematisch als auch räumlich sehr limitiert und der erste Schwung verpufft in sich ähnelnden Szenarien, die bestanden werden müssen. Auch schauspielerisch ist das irgendwie nicht "the yellow from the egg". Schade, hier ist viel Potential verschenkt worden, hatte mir mehr erwartet.

            3 - bis 4

            ER!
            "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

            Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
            4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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            • Es gab mal wieder einen Western:

              Die Rache des Texaners (Originaltitel: Cattle Empire ) (B)

              John Cord (Joel McCrea) kommt nach 5 Jahren im Gefängnis in die kleine Stadt Hamilton zurück und soll von den dort aufgebrachten Bürgern sofort gelyncht werden, in dem er hinter einem Pferd durch die Straßen geschleift wird (hatte ich so auch noch nicht). Der blinde Rinderzüchter Ralph Hamilton, der die Stadt aufgebaut hat und nach dem sie benannt ist, kommt ihm sehr zum Unwesen der Leute zu Hilfe und rettet ihn. Auf seiner (überraschenderweise recht kleinen) Ranch bittet er Cord, seine 5.000 Rinder starke Herde per Treck zum Verkauf zu treiben, was dieser jedoch ablehnt ....

              Dieser 80minüter aus dem Jahr 1958 ist thematisch und von der Ausstattung her ein recht einfacher und schnörkelloser Western. Interessant machen ihn erst die beiden Twists im späteren Verlauf, die im Nachhinein zwar logisch, aber doch ein klein wenig überraschend sind.

              Kein Film, der jetzt oft im Player landet, aber ein anständiger Vertreter des Genres.

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              "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

              Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
              4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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                Death Wish (2018) (4K UHD, HDR)

                Eli Roths („Hostel“, „Thanksgiving“) Neuverfilmung des Klassikers „Ein Mann sieht rot“ verpflanzt die Geschichte von Paul Kersey vom New York der 70er ins moderne, krisengeschüttelte Chicago. Bruce Willis liefert hier eine seiner engagierteren Spätleistungen als Chirurg, der nach einem brutalen Überfall auf seine Familie das Skalpell gegen eine Handfeuerwaffe tauscht.

                Der Film verzichtet auf langatmig philosophische Debatten und setzt stattdessen auf ein hohes Tempo. Die Transformation von Willis vom hilflosen Arzt zum „Grim Reaper“ wird zügig und unterhaltsam inszeniert. Ab seiner Seite gibts noch allesamt glaubwürdige Darsteller wie Vincent D‘Onofrio („Full Metal Jacket“), Elisabeth Shue („Zurück in die Zukunft“) und Dean Norris („Breaking Bad“) zu sehen.

                Als Horror-Spezialist spart Roth nicht an expliziter Gewalt. Die Abrechnungen sind rabiater und grafischer als im Original – Gore-Fans kommen bei den „Behandlungen“ des Doktors auf ihre Kosten.

                Während das Charles Bronson Original von 1974, welches ich nur einmal sah, eine düstere Sozialstudie war, tendiert das Remake eher zum Revenge-Action-Thriller. Es gibt sogar Momente von schwarzem Humor und eine fast schon feierliche Inszenierung der Selbstjustiz, die durch Social Media im Film noch befeuert wird. Diese Verschiebung der Stimmung funktioniert zwar, mir persönlich wäre aber das Behalten der düsteren (Grund)Stimmung lieber gewesen.

                Wer einen tiefgründigen Diskurs über Waffenrecht erwartet, ist hier falsch. Als harter, kurzweiliger Rache-Thriller funktioniert der Film jedoch hervorragend und bot Bruce Willis eine passende Bühne für ein letztes großes Action-Gefecht.

                Die 4K-Fassung (basierend auf einem 2K-Intermediate, aber mit hohen Bitraten von oft über 80 Mbps) zeigt eine spürbar höhere Detailtiefe in Texturen und Gesichtern. Durch das HDR10Grading wirken Farben lebendiger. Insbesondere Primärfarben wie Blau und rot sind stabiler und Hauttöne wirken natürlicher als auf der Blu-ray. Ein wesentlicher Vorteil liegt in den tiefen Schwarzwerten. Dunkle Szenen weisen eine bessere Schattendefinition auf und zeigen weniger Kompressionsartefakte.
                Insgesamt ein mehr als gutes 4K UHD Bild.

                Der deutsche DTS-HD MA Ton ist präzise und dynamisch. Schüsse klingen wuchtig und Dialoge jederzeit sauber. Auch aus den hinteren Kanälen gibts immer wieder tolle Effekte zu hören.

                8 von 10 Weiße Rächer mit nem Hoodie
                Zuletzt geändert von Alex Gabler; 25.02.2026, 18:51.

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                • Terminator 2 (BD)

                  Unzählige Male bereits gesehen und aufgrund des Actionkult Podcast wieder Bock auf einen der wohl besten Filme aller Zeiten.

                  Meine Frau hatte bis dato noch nie was von Terminator gehört. Für sie war dieser Film also der erste Terminator Film den sie zu sehen gekriegt hat und hat total mitgefiebert und war total begeistert von diesem Film und gleichzeitig fand sie es total erschreckend das wir nicht mehr weit weg von diesem Szenario sind.

                  10/10 Punkte
                  Letterboxd: Sawasdee1983

                  Kommentar


                  • Sawasdee1983
                    Sawasdee1983 kommentierte
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                    Quickslay habe ich ja, nur sie war als ich den vor ein paar Wochen geguckt habe, nicht dabei, bzw. hat sie nicht interessiert. Bei Teil 2 hat sie sich dazu gesetzt und irgendwann ihre Tablet weggelegt und wie gebannt auf den Fernseher geschaut

                  • Quickslay
                    Quickslay kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Dann würde ich den ersten noch mal anbieten...

                  • Sawasdee1983
                    Sawasdee1983 kommentierte
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                    Quickslay habe ich, hatte sie aber keine Lust mehr drauf

                • Armee der Finsternis (Prime)

                  Hab diesen Film ewig nicht mehr gesehen und hatte wieder Lust auf diesen absoluten Kultfilm.
                  Als ich diesen Film damals als 10 jähriger zum ersten Mal sah, habe ich ihn total gefeiert und auch heute macht dieser Film sehr viel Spaß.
                  Dieser Film hat deutlich mehr Humor als die Vorgänger und gleichzeitig weniger Gore aber man ist dieser Film immer noch witzig, voller extrem verrückter Ideen.
                  Bruce Campbell rockt die Rolle des Ash natürlich und hat tierisch viel Spaß die Sau rauszulassen und gleichzeitig kein Problem damit sich zum Affen zu machen. Und bei all der Trotteligkeit versprüht sein Charakter eine unglaubliche Coolness und die Oneliner sitzen perfekt.
                  Die Story ist wunderbar kurzweilig erzählt ohne irgendwelche Längen. Was man aber schon merkt, dass der Zahn der Zeit schon etwas an den Film genagt hat, denn die Effekte und die Kulissen sehr schon nicht mehr gut aus und gibt den ganzen einen recht trashigen Look. Wobei der ganze Film mit seiner sehr hanebüchenen Story voller Selbstironie einen großen Trashfaktor hat.
                  Hier spielt aber auch Nostalgiebonus eine große Rolle. Ich hatte weiterhin meinen Spaß auch wenn ich die Vorgänger inzwischen lieber mag.

                  8,75/10 Punkte
                  Letterboxd: Sawasdee1983

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                    „Caught Stealing“ (Netflix, Dolby Vision)

                    Regisseur Darren Aronofsky wird wohl nie mein Lieblingsregisseur werden. Denn, obwohl er mit „The Wrestler“ einen starken Film inszenierte, waren die beiden gefeierten „Black Swan“ und auch „The Whale“ zähe Totalausfälle für mich.

                    Nun wagt er sich mit „Caught Stealing“ aus dem Jahr 2025 auf neues Terrain: Ein rasanter Gangster-Thriller, der 1998 in New York City spielt. Mit Austin Butler in der Hauptrolle und Zoe Kravitz an seiner Seite, verspricht der Film ein stylisches Noir-Erlebnis. Doch das Endergebnis hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Es ist ein typischer Fall von "nicht Fisch, nicht Fleisch".

                    Was man Aronofsky lassen muss: Der Mann kann inszenieren. Kamera-Legende Matthew Libatique („Gothika“, „The Number 23“) fängt das schmutzige New York der 90er-Jahre, die Neonlichter und die verlassenen Hinterhöfe meisterhaft ein. Die Atmosphäre ist dicht, die Ästhetik stimmt.

                    „Caught Stealing“ stolpert jedoch über seine eigene Struktur. Während der Film handwerklich top ist und einige Actionsequenzen und Ballereien ordentlich knallen, zieht sich die Story streckenweise wie Kaugummi. Es ist eine Mischung aus schwarzer Komödie und düsterem Thriller, die sich nie so recht entscheiden kann, was sie sein will.

                    Austin Butler beweist, wie auch schon in „Elvis“ erneut, dass er eine Leinwandpräsenz besitzt, die ihn zu einem der Top-Stars seiner Generation macht. Als verkatert-verzweifelter Hank Thompson trägt er den Film fast im Alleingang. Zoe Kravitz ist solide, bekommt aber zu wenig Raum, um wirklich zu glänzen. Dazu gesellen sich dann noch weitere bekannte Gesichter, die man aber erst selbst entdecken muss.

                    Das Highlight ist der Soundtrack: Die Punk-Band IDLES liefert einen treibenden Score, der perfekt zum hektischen, chaotischen Treiben passt. Die Musik hält das Tempo hoch, auch wenn der Plot schwächelt.

                    „Caught Stealing“ ist kein Totalausfall, aber auch kein Meisterwerk. Er bietet solide Unterhaltung für einen Abend, aber es fehlt der emotionale Tiefgang oder die erzählerische Konsequenz, um im Gedächtnis zu bleiben.

                    Er ist ein stylischer Retro-Thriller mit starkem Soundtrack und noch stärkerer New Yorker Kulisse, der handwerklich überzeugt, in der Story aber enttäuscht. Eine einmalige Sichtung reicht völlig aus.

                    Das Bild (in der 1,85: Vollbildansicht) bietet dank Dolby Vision und einem echten 4K DI viele Details, allerdings wirkt das Bild teilweise dumpf, dunkel und vor allem voller künstlichem Filmkorn, welches eben zum Jahr 1998 passen soll. Ich fand es leider eher „unbequem“ anzusehen, obwohl es zum Look passt. Kontrastspitzen gibt’s wenn dann nur in den hellen Tageslichtszenen bei hellen Oberflächen und Lichtern – in den Innenaufnahmen merkt man davon nichts. Hautfarben kommen natürlich daher und in den wenigen Rückblicken gibt es auch mal mehr Punch bei Farben. Schwarz könnte dunkler ausfallen.

                    Der Sound passt dafür und bietet rockige Punk-Riffs, klare Dialoge und nette Surroundeffekte.

                    6 von 10 wunderschöne Locations im Big Apple

                    Kommentar


                    • Sawasdee1983
                      Sawasdee1983 kommentierte
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                      Hier habe ich die Romanvorlage gelesen und die war schon so ziemlich übel

                    • Alex Gabler
                      Alex Gabler kommentierte
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                      Sawasdee1983 wobei hier ja die Story selbst lahm ist und das handwerkliche passt.

                  • Eine Frage der Ehre - 9/10

                    EINE FRAGE DER EHRE ist ein packender Justiz-Thriller aus den frühen 90ern, der nicht nur stark geschrieben und erzählt ist, sondern auch durch ein großartiges Schauspielensemble glänzt.

                    Der junge Tom Cruise darf hier als unerfahrener Navy-Anwalt glänzen, der sich gegen die Führungspraktiken des Marine Corps auflehnt. An seiner Seite Demi Moore, die aber eher was fürs Auge bietet als wesentlich zur Handlung bei zu tragen. Dafür liefert Jack Nicholson als Leiter des Außenpostens auf Kuba eine geniale Performance ab und spielt jeden an die Wand... der Auftritt im Gerichtssaal ist ohne Frage ein Glanzstück seiner Karriere. In weitere Rollen sieht man noch viele weitere bekannte Gesichter wie z.b. Kevin Bacon.

                    Trotz beachtlicher Laufzeit und der Tatsache das wenig passiert ist EINE FRAGE DER EHRE ein durchweg fesselnder Film und für Fans von Justiz-Thrillern definitiv einer der Filme die man gesehen haben sollte - hat auch heute nichts von seiner Aktualität verloren.

                    Kommentar


                    • Sonny
                      Sonny kommentierte
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                      Ich finde den sensationell - einer meiner All-Time-Favorits!

                      Selbstredend kriegt er von mir noch den fehlenden Punkt...

                    • movieguide
                      movieguide kommentierte
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                      Sonny da kann ich gut mit leben das du noch einen Extrapunkt drauf legst :-D

                    • Sonny
                      Sonny kommentierte
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                      Ich kritisiere damit ja auch nicht Deine Einschätzung, sondern ergänze sie lediglich noch um meine. Absolut keine Kritik irgendwelcher Art - deswegen zusätzlich noch der Zwinker-Smiley!

                  • Elvis & Nixon (B)

                    Dem größten Entertainer der Welt (Michael Shannon) ist langweilig und so beschließt er 1970, daß er zum Schutz der Jugend und zur Unterstützung der USA "Bundessonderbeauftragter" der Regierung werden möchte, um undercover zu arbeiten (undercover.... Elvis!? ). Hierfür versucht er, vehement Kontakt zu Richard Nixon (Kevin Spacey) aufzunehmen, der von der Idee nur wenig begeistert ist ....

                    Kurzweiliger knapper 90minüter mit zwei tollen Hauptdarstellern, der durch eine einfache Story besticht und der gut mal was für zwischendurch ist.

                    2 - 3
                    "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

                    Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
                    4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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                    • IMG_4525.jpeg
                      „The Hangover“ (Blu Ray)

                      Vier Freunde fahren für einen Junggesellenabschied nach Las Vegas. Nach einer exzessiven Nacht im Caesars Palace wachen drei von ihnen mit einem totalen Blackout auf. Das Hotelzimmer ist zerstört, ein Tiger steht im Bad, ein Baby im Schrank – und der Bräutigam Doug ist spurlos verschwunden. Der Film funktioniert wie ein humoristischer Detektivfilm: Das Trio muss die Fragmente der Nacht zusammensetzen, um ihren Freund rechtzeitig zur Hochzeit zu finden.

                      Die Chemie zwischen dem arroganten Phil (Cooper), dem unterdrückten Stu (Helms) und dem exzentrischen Alan (Galifianakis) ist das Herzstück und hält den Film zusammen.

                      Anstatt die Party zu zeigen, konzentriert man sich auf die bizarren Konsequenzen danach, was die Neugier des Zuschauers, zumindest bei der ersten Sichtung, hochhält.

                      Cameos wie Mike Tyson und der furchtlose Auftritt von Ken Jeong als Mr. Chow sorgen für unvergessliche, wenn auch derbe Momente.

                      Obwohl „The Hangover“ bei vielen als Klassiker gilt, zeigen sich heute deutliche Ermüdungserscheinungen:

                      Viele Gags basieren auf reinem Überraschungseffekt oder politisch unkorrektem Humor der späten 2000er, der bei mehrfachem Sehen an Witz verliert. Das „masturbierende Baby“ fand ich damals schon uncool. Der überragende Erfolg des ersten Teils führte zu zwei Fortsetzungen, die das Original-Rezept fast identisch kopierten und damit die Einzigartigkeit des Konzepts verwässerten. Einige Rollenbilder wirken heute etwas eindimensional oder gar "anstrengend", besonders wenn der Überraschungseffekt der bizarren Situationen wegfällt.

                      „The Hangover“ bleibt dennoch eine der prägenden Komödien seiner Ära. Die handwerklich straffe Regie und das exzellente Casting retten den Film auch heute noch über manche flache Stelle hinweg. Er ist jedoch kein Film für die Ewigkeit, da seine Mechanik stark von der Erstbesichtigung lebt.

                      7 von 10 Drum Solos von Mike Tyson


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                      • Sonny
                        Sonny kommentierte
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                        Die waren noch nie was für mich, einfach nicht meine Art Humor.
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