Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Meine 4K UHD Filmbewertung

Einklappen
Das ist ein wichtiges Thema.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • IMG_4207.jpeg

    Twisters

    Der Film wurde digital in 3,5K und 6,5K (Arri Alexa) gedreht und verfügt über ein echtes 4K Digital Intermediate.
    Das Bild ist knackscharf. Besonders in den Nahaufnahmen von Glen Powell und Daisy Edgar-Jones sind Hautporen und Texturen der Kleidung perfekt erkennbar. Die weiten Landschaften von Oklahoma profitieren enorm von der höheren Auflösung. Grashalme und Staubwolken wirken greifbar.
    Der Einsatz von HDR ist gelungen. Die Farben wirken natürlich, aber gesättigt – das satte Grün der Felder wechselt sich gekonnt mit den bedrohlichen, blaugrauen Gewitterwolken ab.
    Die Schwarzwerte sind tief, ohne Details in dunklen Szenen (wie dem dramatischen Finale in der Stadt) zu verschlucken. Highlights wie Blitze, explodierende Strommasten oder die Warnleuchten der Verfolgerfahrzeuge stechen immer wieder hervor.

    Bei einem Katastrophenfilm wie „Twisters“ ist der Ton die halbe Miete. Die 4K-Disc bietet sowohl im englischen Original als auch in der deutschen Synchronfassung eine native Dolby Atmos Spur.
    Sobald der erste Sturm aufzieht, zeigt die Tonspur ihre Muskeln. Trümmerteile fliegen hörbar von hinten nach vorne, und der Wind peitscht durch alle Kanäle. Die Richtungsortung ist präzise und sorgt für eine extreme Immersion.
    Die Atmos-Deckenlautsprecher werden effektiv genutzt. Das Prasseln von Hagel auf das Autodach oder das bedrohliche Grollen des Donners über den Köpfen der Zuschauer lässt das Wohnzimmer zum Katastrophenort werden.
    Der Subwoofer hat hier Schwerstarbeit zu leisten. Das tieffrequente Grollen der Tornados ist physisch spürbar, ohne dabei die Dialoge zu überlagern. Die Stimmen bleiben selbst im größten Chaos klar verständlich.
    Insgesamt eine Vorzeige Tonspur, bei der nicht mehr viel Luft nach oben herrscht.

    Kommentar


    • IMG_4214.jpeg

      Der Film wurde auf 35mm-Film gedreht, was der UHD eine organische, sehr filmische Textur mit feinstem Filmkorn verleiht.
      Dank eines 4K DI bietet die Disc eine enorme Detailtiefe. Poren, die Textur der Dino-Haut und die dichte Dschungelvegetation wirken fast greifbar. Johannsens weißes Feinripp-Shirt zeigt durchgehend eine Plastizität und die Streifen sind jederzeit auszumachen. Das feine Filmkorn bleibt authentisch erhalten.
      Die Nutzung von HDR10 sorgt für eine natürliche und warme Farbwiedergabe. Vor allem rot sticht sehr schön heraus. Während die UHD im Vergleich zur Blu-ray und zum Stream insgesamt etwas dunkler abgestimmt ist, profitieren dunkle Szenen von perfekten Schwarzwerten und einer überlegenen Differenzierung in Schattenbereichen. Aber auch das Grün in seinen unzähligen Formen des Dschungels und die Hauttöne wirken deutlich gesättigter und natürlicher als in der HD-Fassung.

      Bei Erstauslieferung gab es defekte deutsche Atmos-Spuren bei einigen Chargen. Universal hat hierfür jedoch bereits ein Austauschprogramm gestartet und ich konnte meine UHD nun richtig testen und genießen.
      Die Höhenkanäle werden exzellent genutzt, besonders bei Hubschrauber-Sequenzen, Alarmsirenen, großen Dinos und dem Prasseln von Regen im Blätterdach. Alles was man weiter oben sieht, kann man nun auch von oben hören.
      Der Subwoofer wird massiv gefordert – die Schritte der großen Fleischfresser haben den nötigen Druck, ohne die kristallklaren Dialoge zu überlagern. Auch der Score, bei dem einige Klassiker aus Spielbergs Erstling zu hören sind, verteilen sich schön auf alle Lautsprecher.
      Insgesamt eine der besten Tonspuren von 2025.

      Kommentar


      • IMG_4216.jpeg

        Rain Man

        Die 4K-Präsentation basiert auf einem neuen Scan des Original-Negativs, der von Regisseur Barry Levinson persönlich abgesegnet wurde.
        Wer ein extrem cleanes, modernes Bild erwartet, könnte enttäuscht sein. Die 4K UHD bewahrt die natürliche Filmkörnung der 35mm-Aufnahmen. Besonders in Nahaufnahmen (Hauttexturen, Stoffe der Yuppie-Anzüge von Charlie) ist der Detailgewinn gegenüber der alten Blu-ray jedoch deutlich sichtbar. Aber auch Pflastersteine, Blätter auf Bäumen und andere Details während des roadtrips lassen sich ausmachen.
        Der Einsatz von HDR sorgt für stabilere Kontraste. Besonders die ikonischen Szenen in Las Vegas profitieren von den kräftigen Neonlichtern und tiefen Schwarzwerten, ohne dass der Film seinen natürlichen 80er-Jahre-Look verliert. Aber auch bei der Polizeiabsperrung am Highway in Minute 48 lässt Scheinwerfer und Blaulicht aus dem OLED strahlen.
        Die UHD „erfindet“ den Film visuell nicht neu, aber sie reinigt ihn von alten Kompressionsfehlern und präsentiert Levinsons Meisterwerk so nah wie möglich an der ursprünglichen Kinoerfahrung. Für Fans des Films und Liebhaber von filmischem 35mm-Look ist das Upgrade Pflicht.

        Beim Ton hat man die Möglichkeit zwischen 2.0 Stereo PCM oder DTS-HD MA 5.1 zu wählen.
        Die Stimmen kommen stets präzise aus dem Center Lautsprecher, was bei diesem dialoggetriebenen Roadmovie wichtig ist. Die hinteren Lautsprecher bieten lediglich vereinzelt Surroundeffekte und den Score. Immerhin gibts tolle stereoeffekte und auch das Dialogzischeln der alten Blu Ray ist Geschichte.

        Bei den Extras gibt’s einige Audiokommentare, Making Ofs und Trailer. Auch ein Wendecover ohne FSK12 flatschen gibt es.

        Kommentar


        • 917p3cNO+oL._SL1500_.jpg

          The Astronaut (2025)

          Die 4K UHD präsentiert sich d visuell ansprechend. Das Bild mit seinen natürlichen und satten Farben ist kristallklar und die düstere, beklemmende Atmosphäre in der Quarantäne-Villa kommt hervorragend zur Geltung. Die Kameraarbeit fängt die Isolation und die psychologische Spannung gut ein. Leider fallen einige der visuellen Effekte im Weltraum oder im letzten Akt im Vergleich zur ansonsten soliden Produktion etwas ab und wirken teilweise wie aus einem B-Movie. Die Bitrate liegt mit ca. 80 MBit/s im gehobenem Bereich und zeigt insgesamt ein messerscharfes Bild. Immer, wenn die Kamera die herbstlichen Bäume (mit all ihren Farbnuancen) von oben einfängt, kann man jedes Blatt einzeln zählen. Aber auch Hautporen oder einzelne Haare kann man, wenn man denn möchte, zählen. Helle Spitzlichter, die wirklich herausstechen, gibt es dank HDR10 beim Glanz in den Augen, Taschenlampen oder Scheinwerfern zu sehen. Auch der Schwarzwert bietet tiefstes Schwarz ohne Details absaufen zu lassen. Insgesamt ein starkes 4K UHD Bild!

          Auch akustisch liefert "The Astronaut" (2025) eine starke Leistung ab. Der dynamische Ton DTS-HD MA trägt wesentlich zur Atmosphäre bei. Sowohl die subtilen Geräusche innerhalb der Isolationseinheit als auch die intensiveren Momente mit der Filmmusik sorgen für eine immersive Erfahrung. Immer wieder werden einzelne Lautsprecher angespielt und man fühlt sich recht oft mittendrin. Die Dialoge wie auch die Effekte sind jederzeit glasklar. Ein Effektgewitter sollte man sich zwar nicht erwarten aber beim Ton, so wie auch beim Bild, macht der Film alles richtig.

          Kommentar


          • IMG_4270.jpeg

            Das Kanu des Manitu

            Das native 4K-Bild liefert eine atemberaubende Detailtiefe. In den Close-ups von Abahachi und Ranger ist jede Pore, jedes Staubkorn im Gesicht und die Textur der Wildleder-Kostüme knackscharf zu erkennen. Die weiten Aufnahmen der Prärie profitieren massiv von der höheren Pixeldichte, ohne dass digitales Rauschen stört.
            Das HDR ist spektakulär. Die Sonne des Wilden Westens blendet förmlich, während die Schatten in den Höhlenszenen (das Versteck des Kanus) eine enorme Durchzeichnung bei sattem Schwarzwert behalten. Spitzlichter auf Wasserreflexionen oder Metallteilen erreichen beeindruckende Helligkeitswerte.
            Die Farbpalette ist gesättigt und warm. Das typische "Bully-Gelb/Orange" der Western-Optik wirkt durch den erweiterten Farbraum natürlicher und lebendiger als in der Standard-HD-Fassung der Blu Ray.
            Die Bitrate ist konstant hoch und schwankt meist zwischen 75 und 95 Mbit/s, kommt teilweise sogar über 100 Mbit/s. Selbst in schnellen Verfolgungsjagden auf dem Wasser kommt es zu keinerlei Artefaktbildung oder Schlieren.
            So oder so ist „Das Kanu des Manitu“ die am hochwertig aussehende deutsche Komödie ever.

            Der deutsche Ton liegt in Dolby Atmos vor und nutzt die objektbasierte Klangkulisse zwar nicht oft aber dafür hervorragend aus. Wenn das titelgebende Kanu durch Stromschnellen schießt, wandert das Wasserrauschen präzise über die Deckenlautsprecher. Aber auch die Schüsse aus dem Scharfschützengewehr peitschen „von oben“ durch den Raum. Auch Pfeile zischen hörbar am Zuschauer vorbei und die Umgebungsgeräusche der Wüste (Grillen, Wind) hüllen den Zuschauer komplett ein. Der Soundtrack hat ordentlich Punch. Explosionen und der Score werden von einem kräftigen, aber präzisen Subwoofer-Einsatz unterstützt. Trotz der opulenten Soundkulisse bleiben die Dialoge und Wortwitze jederzeit glasklar im Center fokussiert.

            Kommentar


            • IMG_4289.jpeg

              Dante‘s Peak

              Die Bildqualität profitiert von einem neuen 4K-Scan des originalen 35-mm-Kameranegativs, der vom Regisseur Roger Donaldson persönlich überwacht und freigegeben wurde. Genau wie auch unlängst bei „Daylight“, ebenfalls aus dem Hause Turbine, brauchte ich kurz, mich an das analoge 4K Bild zu „gewöhnen“, da anfangs noch viel Filmkorn das Bild ziert. Mit der Zeit merkt man dann deutlich, wie die native 4K-Auflösung für eine deutlich verbesserte Detailgenauigkeit und Klarheit sorgt. Zum Beispiel bei der Notfall-Sitzung in der Turnhalle sieht man Details bis in die letzte Reihe. Abgesehen von den (offensichtlichen) Matte Paintings und den Modellen punkten die weitläufigen Landschaftsaufnahmen und auch bei Texturen von Kleidung und Haut ist ein spürbarer Unterschied zur Blu-ray festzustellen.

              HDR10 führt zu tieferen Schwarzwerten, helleren Weißtönen und lebendigeren Farben, was dem Katastrophenfilm, der oft mit Feuer, Asche und Wasser spielt, zugutekommt. Die Farbgebung wirkt organischer, natürlicher und nuancierter als zuvor. Gerade Spitzlichter sind eine (Achtung: Wortspiel) „helle“ Freude. Diese Sorgen für Spitzenhelligkeiten bei Explosionen, Funkenspritzer aus Strommasten aber auch beim Glanz in den Augen. Wirklich top. Die Bitrate ist ok und ist im 60er bis 70er Mbit/s angesiedelt. Upgrade lohnt.

              Sehr cool ist aber auch der neue deutsche Dolby Atmos Ton. Besonders die Actionszenen, wie der Ausbruch des Vulkans, Hubschrauberflüge und das Bersten bzw. Herabfallen von Gestein Dächern oder Strommasten, profitieren von den Höhenkanälen und der präzisen Ortung von Soundeffekten im Raum. Auch der Score wird in den Actionmomenten mit „nach oben“ genommen. Der Soundtrack ist dynamisch und kraftvoll aber meiner Meinung nach etwas generisch. Dialoge bleiben dabei stets klar und verständlich, auch wenn die Umgebungseffekte und die Filmmusik an Intensität gewinnen. Lediglich vom Subwoofer hätte ich mir etwas mehr Druck gewünscht.

              Kommentar


              • Obi-Wan Kenobi



                Die Mini-Serie OBI WAN KENOBI erzählt in 6 Episoden wie der gealterte Jedi-Meister von Tatooine aus ein letztes Abenteuer bestehen muss und dabei auf alte Feinde trifft.

                Ich hatte im Vorfeld eine recht hohe Erwartungshaltung an die Serie, komplett erfüllt wurde Sie leider nicht. Trotzdem muss man hier die Rückkehr von Obi Wan und Darth Vader positiv herausheben, die in ihren Szenen die Serie an sich reißen und Sie daher schon eigentlich wieder Pflicht für jeden Star Wars Fan machen. Die Kampszenen sind spektakulär in Szene gesetzt und auch das Verhältnis zwischen dem jungen Annakin und Obi Wan wird nochmal in Rückblenden beleuchtet. Wer schon Fan der Prequels war, dürfte daher in jeden Fall auf seine Kosten kommen. Inszenatorisch ist das Ganze ein wenig ein Auf und Ab, so gibt es neben starken Momenten auch immer ein paar Elemente, die weniger gut funktionieren. So funktioniert die junge Leia als Plot Device zwar irgendwie, nimmt das Ganzen dann aber etwas die Ernsthaftigkeit raus. Auch Reva als Inquisitorin funktioniert für mich nur bedingt, immerhin bekommt Sie gegen Ende noch ein paar gute Szenen zugestanden. Ewan McGregor holt dafür aber viel wieder raus und gibt sich viel Mühe, seine Figur noch einmal aufleben zu lassen.

                Ich bin aber nach wie vor der Meinung das man in einem Film - wie auch ursprünglich geplant - das ganze hätte deutlich besser und epischer verarbeiten können. Man merkt halt das hier und da doch weniger Budget zu Verfügung stand - vor allem die Effekte erreichen eben nicht das Niveau eines Filmes. Schade drum. Ich will aber nicht meckern, auch wenn das Ergebnis nicht zum 100% überzeugt, so bin ich doch froh das es die Serie gibt und viele bekannte Gesichter nochmal in ihrer Rollen aus der Prequel Trilogie zurückgekehrt sind...

                ---
                Optisch sehr ansprechendes Steelbook inkl. 4 Sammelkarten.

                Bild 4K: Richtig überzeugen kann das Bild der 4k UHD Scheiben nicht. Es fehlt in meinen durchweg an Schärfe die einen Mehrwert gegenüber einem normalen HD-Bild darstellen, für mich sah das durchweg gleich aus. Auch was die Detailzeichnung in dunklen Szenen angeht, bekommt man keinen wirklichen Mehrwert geboten, z.b. bessere Durchzeichnung dank HDR. Da gehen eine Menge Details verloren, die auch 4K nicht besser darstellt. Einzig die Lichtschwertkämpfe punkten hier durch etwas mehr Leuchtkraft. Insgesamt aber definitiv kein Highlight.

                Ton: Leider liegt der deutsche Ton nur in DD5.1 vor und könnte auch etwas dynamischer sein, insgesamt aber ausreichend gut.

                Kommentar


                • Departed - Unter Feinden

                  Das 4K Bild schlägt die bisherige, recht gute Blu-Ray definitiv. Nicht nur bei den Nahaufnahmen, gibt es enorm mehr Details an den Uniformen, Gesichtern oder Gegenständen zu bewundern. Auch in der halbtotalen kann man einiges mehr entdecken, gegenüber der Blu-Ray. Farblich erscheint der Film einfach frischer, ohne den ursprünglichen Look zu verändern. Gerade die blauen Uniformen erstrahlen im neuen Glanz. Der Schwarzwert ist ebenfalls tadellos, nicht nur die Schuhe der Polizisten sind tiefschwarz. Diese glänzen so realistisch, wie auch die Polizeimarke, das sieht fantastisch aus. Dazu ein kontrastreiches Bild mit fein aufgelösten Filmkorn. Abschließend, die 4K ist definitiv ein Upgrade wert.




                  Gruß Harry

                  Kommentar


                  • IMG_4353.jpeg

                    The Black Phone 2

                    Das Bild der UHD, welches im Seitenformat 2,39:1 daherkommt, darf im Großen und Ganzen als gelungen bezeichnet werden. Es wird fast das Beste aus dem verwendeten Digital- und Super-8-Filmmaterial herausholt. Die bewusst eingesetzten Filmkorn-Effekte des Super-8-Materials während Gwens Traumsequenzen bleiben erhalten und tragen zur beabsichtigten, düsteren Ästhetik bei, anstatt künstlich geglättet zu werden.

                    Trotz der stilistischen Wechsel zwischen den Formaten wird die reale Welt in 4K als gestochen scharf und detailreich dargestellt. Farben sind etwas entsättigt und es dominieren Braun und Blautöne. HDR10 sorgt für eine verbesserte Tiefe, einen besseren Kontrast und detailliertere satte Schwarzwerte. Die Durchzeichnung lässt keine Details in den vielen Dunklen Szenen absaufen. Spitzlichter halten sich in Grenzen, gibt’s aber zuweilen bei Taschenlampen oder den Heizkörpern im Feriencamp zu bewundern. Insgesamt eine tolle UHD mit einem überzeugenden Bild.

                    Vom deutschen Dolby Atmos Ton (mit einem 7.1 True-HD Kern) habe ich mir etwas mehr erhofft. Klar, Dialoge sind jederzeit glasklar aus dem Center zu hören und der Soundtrack ist „nice“, allerdings vermisste ich Dynamik, Effekte und auch 3D Sounds. Ja, ab und an gibt’s nette Effekte aus den hinteren Lautsprechern aber von oben gibt’s lediglich den Score und maximal eine Handvoll native 3D-Sounds zu hören. Natürlich bietet der Film auch nicht wirklich viele Gelegenheiten, Effekte von „oben“ zu implementieren, allerdings hätten die, die man bekommt, dynamischer ausfallen dürfen. Schade, denn hier wäre etwas mehr „Wumms“ drinnen gewesen.

                    Kommentar


                    • IMG_4361.jpeg

                      Bild:
                      Die native 4K-Auflösung sorgt für eine deutlich bessere Detailwiedergabe in Nahaufnahmen, wie Hautstrukturen oder feinem Haar. Das Bild wirkt schärfer und klarer als bei der herkömmlichen 1080p-Blu-ray, wobei der Filmcharakter durch das erhaltene, feine Filmkorn gewahrt bleibt. Der über 40 Jahre alte Film bietet einen, in den meisten Szenen, überraschend guten Schwarzwert und bringt dank gut sichtbarer Falten der Darsteller ein ordentliches UHD-Feeling mit. Die Farbpallette reicht von hellen Brauntönen bis hin zu weichen Gelbtönen und passt so hervorragend zum Alter des Films. Dank Dolby Vision wirken Farben natürlicher und gesättigter und Weißtöne sind sauberer und klarer. Obwohl die 4K-Version eine Verbesserung darstellt, handelt es sich um einen Film aus dem Jahr 1980. Einige Aufnahmen sind naturgemäß weicher oder weisen leichte Unschärfen auf, die durch die höhere Auflösung nicht vollständig behoben werden können.
                      Mit aktuellen Produktionen kann der Film nicht mithalten.

                      Ton:
                      Tja, was soll man aus einem flachen deutschen DD 2.0 Ton schon groß herausholen? Immerhin sind die Dialoge meist klar und verständlich, auch wenn sich die Synchro vereinzelt, aufgrund des Alters des Films, etwas muffig anhört. Die hinteren Kanäle sowie der Subwoofer bleiben stumm. Auch wenn die englische DTS-HD 5.1 MA-Spur zumindest am Papier klar die Nase vorne hat, profitiert eigentlich fast ausschließlich der geniale Soundtrack von Elmar Bernstein davon, der bereits in Klassikern wie „Die glorreichen Sieben (1960)“, „Caddyshack“ oder „Ich glaub´ mich knutscht ein Elch“ sein Können unter Beweis gestellt hat. Sein Score verteilt sich nun auf alle Kanäle und schafft so einen angenehmeren Klangteppich als bei der deutschen Tonspur.

                      Insgesamt geht der Ton, für das Alter und das Genre aber schon in Ordnung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

                      Leider gibt es auf der UHD keinerlei Bonusmaterial wie Trailer, Making-Of´s oder Werbeclips zu sehen – diese bleiben ausschließlich der beiliegenden Blu Ray vorbehalten.

                      Kommentar


                      • IMG_4390.jpeg

                        The Departed

                        Bild:
                        Das 4K-Upgrade mit HDR10 merzt die Schwächen der alten Blu-ray (die oft matschig und überschärft wirkte) vollständig aus. Scorseses düsteres Boston erstrahlt in einer Klarheit, die den Film wie neu wirken lässt.
                        Dank HDR10 ist der Kontrast deutlich dynamischer. Die Schatten in den Hinterhöfen von Boston sind tief und satt, ohne dass Details im im Dunkeln verloren gehen. Die Durchzeichnung in dunklen Anzügen oder schummrigen Bars ist exzellent.
                        Die HDR-Spitzlichter sind gezielt gesetzt. Reflektionen auf Autodächern, das Gleißen der Sonne, Mündungsfeuer in den Schießereien oder einfach helle bis weiße Flächen haben eine Brillanz, die in der Blu ray Fassung fehlt.
                        Die Farbpalette wirkt nun noch natürlicher. Besonders die gesunden Hautfarben fallen auf: DiCaprio und Damon sehen nicht mehr künstlich gerötet aus, sondern zeigen realistische Texturen und Nuancen. Die oft kühle, blau-grüne Ästhetik des Films bleibt erhalten, wirkt aber organischer. Der Detailzuwachs ist enorm. Poren in den Gesichtern der Schauspieler, die Struktur von Nicholsons Stoffen und das feine Filmkorn des 35mm-Films sind klar erkennbar. Das native 4K-Master bewahrt den cineastischen Look ohne künstliche Nachschärfung.
                        Das UHD -Upgrade lohnt sich definitiv.

                        Ton:
                        In einem Film, der von Lügen und Flüstern lebt, ist die Sprachwiedergabe entscheidend. Der Center-Lautsprecher liefert die messerscharfen, oft vulgären Dialoge von Wahlberg und Nicholson mit beeindruckender Klarheit.
                        Der Ton ist eher frontlastig und bodenständig, nutzt die Surround-Speaker aber effektiv für die Atmosphäre. Das Rauschen des Verkehrs, das Echo in den Lagerhallen oder die bedrückende Stille in den Fahrstuhl-Szenen erzeugen eine greifbare Räumlichkeit.
                        Wenn es knallt, dann richtig. Die Schusswechsel (insbesondere der Showdown) haben einen präzisen, harten Punch. Der Subwoofer bekommt auch was zu tun.
                        Obendrein wurden auch Howard Shores Score und die Songauswahl integriert. Die Musik taucht oft aggressiv in die Szenerie ein und nutzt die gesamte Bandbreite, ohne die Stimmen zu übertönen. Insgesamt gibt es beim Dolby Digital 5.1 Ton keine Änderungen gegenüber der alten Blu Ray.

                        Kommentar

                        Lädt...
                        X