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    The last Showgirl (Netflix)

    Es geht um die Las-Vegas-Revuetänzerin Shelly, deren Welt nach dem abrupten Ende ihrer Show zusammenbricht. Mit fast 60 Jahren muss sie sich nach drei Jahrzehnten im Rampenlicht neu orientieren, ihre vernachlässigte Beziehung zur Tochter kitten und ihre Identität abseits der Bühne finden.

    „The Last Showgirl“ aus dem Jahr 2024 mit Pamela Anderson und Dave Bautista in den Hauptrollen wird definitiv die Geschmäcker spalten. Ich fand ihn ermüdend bzw. langweilig, die wackelige Kamera mit den Nahaufnahmen machte mich richtig nervös und da der Film auf Wunsch von Regisseurin Gia Coppola auf 16mm gedreht wurde, bekommt man obendrauf noch ein dreckiges, körniges sowie verwaschenes Bild zu sehen, welches vermutlich den Verfall vom Showbiz in Las Vegas unterstreichen soll. Eine tiefgründige Charakterstudie konnte ich jedenfalls nicht erkennen und auch Andersons schauspielerische Leistung war jetzt nicht der Rede wert. Obwohl der Film gerade einmal 88 Minuten Laufzeit aufweist, war es ein innerer Kampf, bis zum Ende durchzuhalten, nur um zu sehen, ob etwas Besonderes passiert.

    Beispiel? Nach ca. 30 Minuten (!) Spielzeit haben die Showgirls lediglich mitbekommen, dass ihre Show abgesetzt wird. Ja, DAS war in etwa die gesamte Handlung der ersten halben Stunde. Alles eingebettet in oberflächlichen und klischeehaften Dialogen.

    Der einzige Lichtblick war Ex-Wrestler Dave Bautista, der den Bühnenmanager Eddie in einer Nebenrolle spielt. Seine unaufdringliche, aber wirkungsvolle Darstellung fand ich richtig stark. Hier konnte er eine andere Bandbreite seines Könnens zeigen.

    Natürlich ist mir nicht entgangen, dass die Handlung eine melancholische Betrachtung über das Altern, der Identität und verpasste Chancen ist. Dennoch ist „The Last Showgirl“, auch weil Nebenhandlungen zu kurz kommen, viel zu zäh inszeniert ist und der spezielle visuelle Ansatz nicht gefällt, nichts zum Weiterempfehlen. Dass der Film mich (uns) in keiner Weise abgeholt hat verpasst ihm den endgültigen Todesstoß.

    2 von 10 gekünstelte und aufgesetzte Lächeln

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    • Red Heat (WT/B)

      2+



      Der City Hai (B)

      2+
      "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

      Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
      4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


      Kommentar


      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Also ich sehe Red Heat weit über dem Stadthai.

      • Sonny
        Sonny kommentierte
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        Alex Gabler Ja, ich normalerweise auch, aber gestern Abend hat der Kollege Kaminski wirklich viel Spaß gemacht! Und dann bekommt er zur Belohnung auch ne gute Note ...

      • movieguide
        movieguide kommentierte
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        Die Wertung für Red Heat passt, beim City Hai würde ich das + aber wegnehmen... der fällt schon deutlich ab im Vergleich

    • IMG_4312.jpeg

      The Long Walk (Blu Ray)

      In einer autoritären Zukunft müssen 50 Jugendliche einen Marsch auf Leben und Tod antreten. Die Regel ist simpel wie grausam: Wer langsamer als vier Meilen pro Stunde geht, wird verwarnt. Nach der dritten Warnung erfolgt das „Ticket“ – die Exekution. Es gibt kein Ziel, denn der letzte der übrig bleibt gewinnt.

      Ich habe den Roman nicht gelesen.
      Mit The Long Walk (2025) ist Regisseur Francis Lawrence („The Hunger Games“, „Constantine“) das Kunststück gelungen, eine der „unverfilmbaren“ Vorlagen von Stephen King (geschrieben als Richard Bachman) in einen beklemmenden Spielfilm zu verwandeln.
      Lawrence inszeniert diesen Überlebenskampf nicht als Action-Spektakel, sondern als psychologisches Kammerspiel unter freiem Himmel.

      Der sympathische Cooper Hoffman („Licorice Pizza“) und der talentierte David Jonsson („Alien: Romulus“) liefern eine Chemie ab, die das Herzstück der Geschichte bildet. Ihre wachsende Freundschaft inmitten der Hoffnungslosigkeit ist zutiefst bewegend. Man kann nicht anders, als mit den beiden und ihrer kleinen Gruppe mitzufühlen. Besonders frisch wirkt der Ansatz, die körperliche Auszehrung der Protagonisten fast physisch spürbar zu machen. Wenn ihre Füße bluten und der Geist nachgibt, leidet man als Zuschauer in jeder Sekunde mit.
      Mark Hamill liefert als „Major“ eine beeindruckende Performance ab. Er spielt den Antagonisten nicht als klischeehaften Bösewicht, sondern erschreckend sympathisch und väterlich, was die Perversion des Todesspiels nur noch unterstreicht.

      „The Long Walk“ kam mir oftmals wie das düstere Spiegelbild von „Stand by Me“ vor und dieser Vergleich trifft bei näherer Betrachtung genau ins Schwarze. Es ist eine Coming-of-Age-Geschichte, bei der das „Erwachsenwerden“ durch das Sterben ersetzt wird. Während die Jungen marschieren, philosophieren sie über das Leben, die Liebe und den Tod, was den Film extrem nachdenklich macht.

      Unterstrichen wird das ganze von einem tristen Bild mit erdigen Farbtönen und einem dezenten aber ins Herz treffenden Score von Jeremiah Fraites („The Hunger Games“).

      Nur das Ende hat mir nicht ganz so zugesagt, da ich gerne noch mehr Hintergrundinfos zum „Long Walk“ selbst und Rays Vater gehabt hätte und ob das Preisgeld überhaupt echt ist - „Die Insel“ lässt grüßen.

      „The Long Walk“ ist kein leichter Film. Es ist ein hochemotionales Erlebnis, das zum Zuhören und Mitfiebern zwingt, während man gleichzeitig weiß, dass es nur einen Gewinner geben kann. Lawrence hat bewiesen, dass man King-Horror auch ohne Monster, nur durch menschliche Abgründe, meisterhaft erzählen kann. Ein absolutes Must-Watch für Fans von Stephen King und tiefgründigen Dystopien.

      Zum Abschluss noch der beste Dialog des Films, der mir lange im Kopf geblieben ist, nachdem wieder jemand aus der Gruppe vor deren Augen erschossen wurde:
      Peter: “Ich hoffe, das wird mit der Zeit leichter.“ Daraufhin Ray: „Genau davor habe ich Angst…“

      8 von 10 große Geschäfte während dem Marschieren

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      • Sawasdee1983
        Sawasdee1983 kommentierte
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        ich kenne dem Roman und fand den Film sehr langweilig zumal die Charaktere hier auch deutlich anstrengender rüber kamen als im Buch und sich im Film die ganze Zeit recht sinnlos unterhielten. Das wurde für mich schnell sehr anstrengend

      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Sonny natürlich weiß ich was ein Kammerspiel ist, daher auch der Zusatz “unter freiem Himmel“, da es sich trotz Außenaufnahmen sehr beengt anfühlt.
        Sawasdee1983 Mich hat der Film eben auf dem richtigen Fuß erwischt und die von dir angesprochenen langweiligen Dialoge finde ich extrem wichtig, ansonsten würde der Film, der sich um (beginnende) Freundschaften dreht, nicht funktionieren. Ja, der Film mag gemächlich und für die „MCU/ Transformers-Generation“ eine Schlaftablette sein, aber Action, Chaos und Hektik hätte gar nicht zur Prämisse gepasst. Ich ziehe aber auch Gottseidank keine Vergleiche zum Buch - vielleicht würde ich ihn dann anders bewerten.
        Ein Film zum Immerwiederschauen ist er aber dennoch nicht.

      • Sawasdee1983
        Sawasdee1983 kommentierte
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        Alex Gabler wobei im Buch es halt nicht um Freundschaften ging, sondern um Gesellschaftskritik (im Buch sind überall tonnenweise Zuschauer) und halt ums durchhalten

    • Auf Wunsch unseres Sohnes:

      Source Code (B)

      Ist in Ordnung. Nichts weltbewegendes.

      3

      "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

      Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
      4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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      • Alex Gabler
        Alex Gabler kommentierte
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        Ich mag den. Hab sogar die UK UHD mit deutschem Ton.

    • Double Trouble (P)

      Recht sinnbefreiter Film aus dem Jahr 1992.

      Zwei vollkommen unterschiedliche Zwillingsbrüder - einer Cop, einer Dieb - müssen zwangsläufig zusammenarbeiten, um ... Na, das weiß man auch nicht so genau. Ist bei diesem 80minütigem Videotheken-Trash aber auch komplett unwichtig.

      Die beiden Bodybuilder David & Peter Paul - auch im wirklichen Leben Zwillinge - kennt der eine oder andere Ältere unter uns vielleicht aus dem 1987er Fantasy-Trash "Die Barbaren" der so schräg ist, daß er sogar im Mediabook bei mir im Regal steht.

      4-
      "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

      Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
      4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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      • CREED - Rockys Legacy - 9/10

        10 Jahre nach dem (bisherigen) Abschluß der Rocky Saga mit ROCKY BALBOA setzt der erste Teil der Spin-Off Saga mit der neuen Hauptfigur Adonis, dem Sohn von Apollo Creed, an. Auch wenn Rocky hier eine zentrale Figur einimmt, ist er nicht die Hauptfigur und steht auch nicht mehr selber am Ring.

        Coogler ist stilistisch wieder sehr bemüht einen ähnlcieh Ton zu treffen wie die anderen Rocky-Filme, so sieht man von Philadelphia meist das einfache Arbeitermileu, besucht Schauplätze mit Mickys Gym die man bereits aus den anderen Filmen kennt, trotzdem hat der Streifen musikalisch und bildlich eine eigene Sprache und durch seine neue Hauptfigur ist er auch etwas mehr auf einen jüngeres Publikum zugeschnitten (siehe Love Interest). Die Fights und auch die Kontrahenten fand ich hier ebenfalls sehr gut inszeniert, das war imho das einzige Manko bei ROCKY BALBOA.

        Trotzdem lebt der Film auch von seiner stilistischen Nähe zu den Filmen der ROCKY-Saga und damit auch zur Figur Rocky Balboa. Stallone hatte mit Rocky Balboa einen sehr gefühlvollen Film erzählt. Auch Ryan Coogler drückt den Film einen eigenen Stempel auf, gibt sich aber größte Mühe den Ton der Vorgänger zu treffen. So könnte man meinen das eigentlich nur 10 Jahre vergangen sind, man sich aber immer noch im selben Philly mit seinen schrägen Typen befindet. Wirkte Rocky im letzten Teil für sein Alter noch vital, so nagt an ihm mittlerweile der Zahn der Zeit. So ist er unterdessen physisch wohl näher an seinem alten Trainer Micky, als dem Rocky Balboa der früheren Filme. Für Stallone-Fans wie mich mag das zwar schmerzlich sein, seinen Helden in einen so miserablen Zustand zu sehen, Stallone gleicht das aber mit einem sehr gefühlvollen Schauspiel wieder aus. Sicher seine beste Leistung seit ROCKY BALBOA für die er wie ich finde auch verdient für den Oscar nominiert wurde.

        Der eigentliche Held des Filmes ist aber ein Anderer: Michael B. Jordan. Bisher kannte ich ihn davor nur aus dem katastrophalen Fantastic 4 Reboot und dort wirkte er ziemlich schmächtig. Wahnsinn wie er sich für CREED ins Zeug gelegt hat und an Muskeln zugelegt hat. Auch schauspielerisch gibt er eine durchaus gute Leistung ab, sowohl im als auch abseits des Rings. Unterdessen ja eine feste Bank in Hollywood, der Film hier hat sicherlich maßgeblich dazu beigetragen.

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