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  • The Suicide Squad | OV #14

    Für mich hat James Gunn zwei sehenswerte Filme gemacht: "Guardians of the Galaxy" (2014) und "The Suicide Squad" (2021). Beide haben diesselbe Substanz, der iene ist eher einfach, der andere eben nicht. Von spaßig bis makaber ist hier alles dabei.

    Gut, dass Gunn Joel Kinnaman und Viola Davis wieder an Bord gekommen sind, da die beiden hier besser rüberkommen und eingesetzt werden, als im viel zu langen Musikvideo von 2016. Das Margot Robbie wieder dabei ist, ist okay. Meiner Ansicht nach hätte es auch eine andere Dame machen können. Der Film ist voller Witz, skurilität, makaberem Gewalthumor und schönen zwischenmenschlichen Verbindungen zwischen den nterschiedlichsten Charakteren. Gerade das gezicke zwischen Peachmaker und Bloodsport ist für mich das Sahnehäubchen. Die Geschichte zwischen den beiden bis zum Finale sind richtig gutgemacht. Das kann Gunn.

    Jede einzelne Figur bekommt hier eine gute Beleuchtung, eineie mehr und andere weniger und man kommt auf dem Lachen, sich wundern und mitfiebern nicht raus. Auch das Dauerfeuer an Situationskomik ist hier nicht zu viel und auch nicht zu wenig. Der Überflieger ist TSS, aber durchweg unterhaltsam mit farbenfrohen Figuten und guten Set-Ups/Pay-Offs. Am besten von allen hat mir Bloodsport gefallen, direkt danach Peachmaker. Die beiden tragen den Film. Direkt danach folgen für mich Harley Quinn und Rick Flag. Mitglieder der Herzen ist Ratcatcher 2, die alleine schon wegen des Names einen ulk mehr abbekommt, da die Nummerierung überflüssig ist.

    Die Popsongs fetzen und passen hier gut rein, die Animationen von King Shark und dem Starro sind großartig und die Geschichte ist zwar nichts besonderes, passt hier aber gut herin, um die Figuren sich entfalten zu lassen. Gerne hätte ich noch einen zweiten Teil gesehen, aber vielleicht ist es auch gut, dass es dabei blieb.

    Leider kann Gunn nur noch das und bei Superman ist ihm sein "One-Trick-Pony" auf die Füße gefallen. "Supergirl" sieht auch aus, wie ein Misfit-Ensemble-Film und naja...
    [the hatches are open!]

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    • Lady Dragon (Youtube)

      Ich kannte diesen Cynthia Rothrock Film bisher noch nicht, aber durch den Bullets und Fists Podcast wollte ich diesen zumindest mal nachholen, wohlwissend dass dieser eine US Produktion ist und somit zu den merklich schwächeren Rothrock Filmen gehört. Auch sieht man dass dieser Film mir recht wenig Budget gedreht worden ist, selbst für einen DTV Film gibt es da in dem Bereich schon deutlich hochwertigere Filme aus der damaligen Zeit.
      Die Story selbst ist ein recht simpler Rache Actionfilm, wo es gefühlt 1000 Filme gibt die besser sind. Die Charaktere benehmen sich allesamt recht dämlich und es gibt auch so einige Logiklöcher.
      Rothrock selbst auch wenn ihr Charakter strunzdoof ist, holt viel über die Tatsache heraus dass sie vom Typ her einfach sehr niedlich ist, während ihr Kumpel Richard Norton den psychopathischen Bösewicht souverän runter spult und die Szenen mit Rothrock tatsächlich cooler waren als die mit Rothrock, da Nortons Charakter einfach mal komplett drüber und böse ist.
      Rothrocks Charakter selbst beginnt leider zu viel Zeit mit ihrem Selbstfindungsprozess, wodurch dieser Film schon ein paar Längen hat. die Trainingsmontage ist aber ganz nett, aber auch hier kennt man natürlich deutlich bessere. Allgemein hat dieser Film aber relativ wenig Action wodurch dieser Film an sich den ganzen film über so einige Längen hat.
      Verhältnismäßig gut ist der Lagerhaus Fight, da sieht man zumindest Ansätze von dem was man von Rothrock zu Hongkong Zeiten gewohnt ist, auch die Motorradverfolgungsjagd gegen Ende sehr cool in Szene gesetzt.
      Am meisten Rausholen tut jedoch der Endfight, der war klasse. Hier merkt man natürlich dass sich Norton und Rothrock in und auswendig kennen und entsprechend ihr Können hier voll ausschöpfen können. Der Fight geht richtig gut ab so sehr dass man sich fragt, warum man nicht von Anfang an so abgegangen ist.
      In der Summe ist dieser Film jedoch nicht gut, bestenfalls nur für Hardcore Cynthia Rothrock Fans zu empfehlen. Trotzdem ist es besser diesen Film zu ignorieren und ich mehr auf ihre Hongkong Filme zu konzentrieren. Ansonsten reicht es wohl einfach sich nur den Endfight anzuschauen.

      2,5/10 Punkte
      Letterboxd: Sawasdee1983

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      • IMG_4877.jpeg

        The Cloverfield Paradox

        Zweite Sichtung. „The Cloverfield Paradox“ aus dem Jahr 2018 markiert den dritten und bisher umstrittensten Eintrag in das von J.J. Abrams produzierte Cloverfield-Franchise. Was ursprünglich als eigenständiger Sci-Fi-Thriller unter dem Titel „God Particle“ konzipiert war, wurde nachträglich in das Cloverfield-Universum gepresst – und genau das merkt man dem Film in vielen Momenten an.

        Die Prämisse ist klassisches Weltraum-Thriller-Territorium: Eine internationale Crew versucht an Bord einer Raumstation, eine Energiekrise auf der Erde mittels eines Teilchenbeschleunigers zu lösen. Wie man es erwarten kann, geht das Experiment schief. Die Realität gerät aus den Fugen, Körperteile verselbstständigen sich und die physikalischen Gesetze verabschieden sich in den Ruhestand.

        Daniel Brühl liefert als deutscher Wissenschaftler Schmidt eine gewohnt präzise Performance ab, doch selbst sein Talent kann nicht über das zerfahrene Drehbuch hinwegtäuschen. Der Film wirkt wie ein Best-of bekannter Genre-Größen wie „Event Horizon“, „Alien“ oder Sunshine, ohne jedoch deren klaustrophobische Dichte oder philosophische Tiefe zu erreichen. Man hat als erfahrener Genrefan eben schon zig bessere Referenzen. Die Versuche, eine Brücke zum originalen „Cloverfield“ Monster-Film von 2008 zu schlagen, wirken oft gewollt und wie ein nachträglicher Marketing-Gag. Auch fand ich den Humor für so einen Film etwas unpassend.

        Trotz dieser Schwächen ist der Film als reines „Guilty Pleasure“ durchaus konsumierbar. Die audiovisuelle Gestaltung ist hochwertig und der Body-Horror sorgt für einige effektiv-skurrile Momente. Auch gibt es natürlich die ein oder andere spannende Szene. Es ist eben solide Genre-Kost, die handwerklich überzeugt, aber erzählerisch im Mittelfeld stecken bleibt.

        „The Cloverfield Paradox“ ist innerhalb der Trilogie leider der schwächste Teil. Während „10 Cloverfield Lane“ durch psychologische Spannung und der Erstling „Cloverfield“ durch Immersion glänzten, verliert sich „The Cloverfield Paradox“ in Logiklöchern und einer Identitätskrise. Für Sci-Fi-Fans ein netter Snack für zwischendurch – nicht mehr und nicht weniger.

        6,5 von 10 abgetrennte Gliedmaßen in der Schiffshülle

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        • The Descent - Abgrund des Grauens - 8/10

          THE DESCENT ist ein packender Survival-Thriller von Neill Marshall aus dem Jahr 2005 der sich unterdessen einen gewissen Kultstatus erarbeitet hat. Der Film begleitet einer Gruppe Mädels die nach einem traumatischen Ereignis als Gruppe zu einer Höhlenbesteigung aufbrechen. Das ganze beginnt noch als als Abenteuer, wird aber zunehmend ernst als der Rückweg abgeschnitten wird und man sich durch ein enges, dunkles Höhlensystem kämpfen muss. Außerdem ist man offenbar nicht allein, denn lichtscheue Kreaturen treiben hier ebenfalls ihr Unwesen... ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt....

          Nach wie vor ist THE DESCENT ein packender Film, der seine Stärke aus der klaustrophobischen Enge und Dunkelheit zieht... man sieht nur soviel wie man sehen muss und die Kameraarbeit ist immer nah dran an den Protagonisten. Dadurch ist der Streifen sehr atmosphärisch, was sich noch verdichtet als die unterirdisch lebenden Kreaturen als Bedrohung dazu kommen. Vor allem gegen Ende legt der Film dann nochmal ne ordentliche Schippe an Splatter drauf. Wäre meiner Ansicht nach gar nicht unbedingt nötig gewesen, schadet aber auch nicht. Sehenswerter Survival-Horrortrip, der auch heute überzeugen kann.

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          • Jesse Stone - Totgeschwiegen (WT)

            Im dritten Fall finden die Polizisten in Paradise eine junge Frauenleiche, die längere Zeit im Wasser war. Durch ihren schlechten Zustand ist es sehr schwer, sie zu identifizieren, was die Ermittlungen natürlich nicht einfacher macht ...

            Auch hier wieder die jessestone-typische ruhige, unaufgeregte Inszenierung. Während Jesse weiterhin mit seinen eigenen Dämonen kämpft hat dieser Fall auch noch Parallelen zu einem aus seiner Vergangenheit in L. A., was ihm zusätzlich zu schaffen macht.

            3+
            "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

            Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
            4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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              Lisa Frankenstein (joyn)

              Lisa ist eine Außenseiterin mit einer ungewöhnlichen Schwärmerei. Eines Nachts schleicht sie sich auf den Friedhof, um die Statue eines schönen viktorianischen Jünglings anzuschmachten. Eines Tages steigt der verstorbene aus seinem Grab und begleitet Lisa durch dick und dünn, durch Mord und Totschlag.

              Zelda Williams’ (die Tochter des verstorbenen Robin Williams) Regiedebüt „Lisa Frankenstein“ aus dem Jahr 2024 ist ein herrlich schräger Liebesbrief an die 80er-Jahre, der den Geist von Klassikern wie „Heathers“ oder „Edward mit den Scherenhänden“ atmet. In der Hauptrolle brilliert Kathryn Newton als exzentrische Außenseiterin Lisa, die sich im Jahr 1989 buchstäblich ihren Traummann (Cole Sprouse) zusammenbastelt – eine viktorianische Leiche, die nach einem Blitzeinschlag wieder zum Leben erwacht.

              Die größte Stärke des Films ist seine visuelle Ästhetik. Williams fängt die Ära perfekt ein: Neonfarben, toupierte Haare, riesige Schulterpolster und eine Ausstattung, die vor nostalgischen Details nur so strotzt. Untermalt wird das Ganze von einem grandiosen Soundtrack, der den New-Wave-Vibe der späten Achtziger perfekt transportiert und jede Szene mit der richtigen Portion Melancholie und Energie auflädt.

              Der schwarze Humor zündet zu Beginn hervorragend. Das Drehbuch von Diablo Cody (Juno) ist bissig und feiert das Makabre mit einer spielerischen Leichtigkeit. Es macht Spaß, Lisa dabei zuzusehen, wie sie gesellschaftliche Normen sprengt und mit ihrem untoten Begleiter das Vorstadtidyll aufmischt.

              Doch leider verliert der Film ab der Hälfte deutlich an Saft. Was als originelle Coming-of-Age-Groteske beginnt, verliert sich im zweiten Akt in belanglosen sich wiederholenden Szenen und einem etwas ziellosen Plot. Der anfängliche Schwung weicht einer gewissen Vorhersehbarkeit, und die emotionale Tiefe der Charaktere bleibt hinter dem stylischen Look zurück.

              „Lisa Frankenstein“ ist ein charmanter, optisch berauschender Trip in die 80er mit einem tollen Cast. Wer auf schräge Horror-Komödien steht, wird gut unterhalten, auch wenn der Film sein volles Potenzial durch das schwächelnde Pacing in der zweiten Hälfte nicht ganz ausschöpft. Einmalsichtung reicht.



              6,5 von 10 Sonnenbänke im Gartenhäuschen

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