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    Upgrade (Blu Ray)

    In einer dystopischen Zukunft begleiten wir Grey Trace, einen Automechaniker mit einem verhärteten Misstrauen gegenüber der Technologie, die inzwischen die Welt erobert hat. Die meisten Autos sind jetzt fahrerlos, ein großer Teil der Polizeiarbeit wird aus der Ferne über Drohnen erledigt und eine Handvoll junger Genies entwickeln so fortschrittliche Geräte, dass die menschliche Arbeitskraft bald obsolet werden könnte.
    Ein schrecklicher Zwischenfall lässt Grey aber querschnittsgelähmt zurück und ihm kann nur mehr ein Mikrochip namens „STEM“ seine Freiheit und sein Leben zurückgeben. Perfekt, weil er nun an Rache denkt.

    Zweite Sichtung. Ein bisschen „Matrix“, ein bisschen „John Wick“ und auch etwas „Venom“ und der Look eines Cyberpunk 2077, so schaffte es Regisseur Leigh Whannell einen coolen Sci-Fi Actioner zu inszenieren.
    Er ist wahrscheinlich am besten für seine Zusammenarbeit mit James Wan bekannt, mit dem er an „Saw“ und „Insidious“ mitwerkelte. Hier tritt er erneut aus Wans Schatten heraus und zeigt, dass er auch Action inszenieren kann - auch wenn hier selten „die Post abgeht“. Vielmehr ist es die dystopische Welt selbst, in der „Upgrade“ spielt.

    Der Film bietet aber auch viele clevere Wendungen in der Erzählung, so dass die knapp 90 Minuten (netto)Spielzeit erneut wie im Flug vergehen. Ich mag Hauptdarsteller Logan Marshall-Green („Prometheus“), diese dreckige Sci-Fi Welt, die oft an 90er Jahre B-Movies und Videospiele erinnert, den schrägen sowie sehr eindringlichen Score, die Choreografie in den wenigen Action-Szenen und irgendwie habe ich mich beim Schauen richtig gut unterhalten gefühlt.

    Dass die Story lediglich eine plumpe Rachegeschichte ist - geschenkt. Auch dass sich einiges nach „abarbeiten“ des Hauptdarstellers anfühlt oder vieles sehr vorhersehbar ist, empfand ich hier nicht mal als störend. Neben all den coolen futuristischen Ideen fand ich tatsächlich lediglich eine schlecht: und zwar die schießenden Hände inklusive nachladevorgang im Unterarm. Das hätte man sich meiner Meinung nach schenken können. Immerhin gibts solche Szenen nur äußerst selten.

    Mir gefällt aber dieses Sci-Fi Subgenre im Umgang mit der Angst und den Gefahren der KI und wie sie Oberhand nimmt. „Upgrade“ fühlt sich oft wie ein Potpourri aus vielen bekannten Sci-Fi Größen an und schafft es aber doch, eigenständig zu unterhalten.
    Unterhaltsam und stilvoll ist „Upgrade“ definitiv, aber jetzt nichts bahnbrechendes was man unbedingt gesehen haben sollte. Ich hatte aber erneut 90 Minuten Filmspaß.

    7,5 von 10 eingesetzte Microchips

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      Mel Brooks’ - Die Verrückte Geschichte der Welt (Blu Ray)

      Lange nicht mehr gesehen - daher wollte ich ihm wieder mal ne Chance geben.
      Mel Brooks’ „Die Verrückte Geschichte der Welt“ aus dem Jahr 1981 ist ein wilder Ritt durch einige Epochen der Menschheit. Von der Steinzeit über das Römische Reich bis zur Spanischen Inquisition nimmt der Meister der Parodie kein Blatt vor den Mund. Dennoch zeigt sich der Episodenfilm als ein zweischneidiges Schwert des Humors.

      Das größte Problem des Films liegt in seiner Treffsicherheit. Nicht jeder Gag zündet – auch damals schon nicht. Neben genialen, auch subtileren Gags stehen flache Witze, die heute merklich gealtert wirken. Besonders die ausschweifende Musicalnummer hätte man sich sparen können. Die Inquisition als opulentes Tanzspektakel zieht das Erzähltempo unnötig in die Länge, anstatt die satirische Deutlichkeit auf den Punkt zu bringen. Hier verliert sich Brooks zu sehr in seiner eigenen Theaterleidenschaft.

      Trotz dieser Längen besitzt das Werk unbestreitbaren Charme. Die detailverliebten Kulissen, der augenzwinkernde Umgang mit historischen Mythen und Brooks in gleich mehreren Hauptrollen versprühen eine angenehme Nostalgie. Es ist ein unbeschwerter, bisweilen herrlich alberner Film, dem man die Freude aller Beteiligten in jeder Sekunde anmerkt.

      Letztendlich bleibt diese Aneinanderreihung von Sketchen zwar charmant, aber nur für Fans des Regisseurs wirklich empfehlenswert. Wer den spezifischen, oft klamaukigen Stil von Mel Brooks liebt, wird auch hier gerade noch ordentlich unterhalten und kann über die Schwächen hinwegsehen. Filmfans ohne diese Vorliebe könnten sich jedoch schnell an der zähen Struktur und den flachen Pointen stören.

      6 von 10 Piss-Pott Träger

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      • Bloody Beach (Prime)

        Ich habe diesen Film zuletzt beim Release vor 26 Jahren gesehen und hatte wieder Lust auf diesen koreanischen Slasher, obwohl ich ansonsten keinerlei Erinnerung mehr an diesen Film hatte.
        Dieser Film entstand zu einer Zeit als man in Korea anfangen wollte bessere Filme zu drehen, jedoch wenige Jahre bevor man international den Durchbruch mit Oldboy und Tale of Two Sisters feierte. Mit diesem Film wollte man auch ein bisschen im Fahrwasser des damaligen Slasher Hypes mitschwimmen. Was aber auch bedeutet, dieser Film hat noch nicht annähernd das Niveau wie es das Koreanische Kino heute hat.
        Die Story selbst ist simpel und man hat hier sämtliche Slasher Klischees drin, wobei das Schauspiel und die Dialoge teilweise schon ein bisschen zum Fremdschämen sind. Okay die unterirdische deutsche Synchro, die mehr an ein Kinderhörspiel erinnert trägt auch dazu bei, dass viele Dialoge unfreiwillig komisch und albern wirken. Hier ist die koreanische Tonspur die deutlich bessere Alternative. Trotzdem es hat schon seinen Grund, warum nur zwei Leute vom Cast nach diesem Film noch eine große Karriere hatten und der Rest im Nirvana verschwanden.
        Ein weiteres Problem was dieser Film hat, dass zwischen den Kills nicht wirklich viel passiert und man sehr lange Leerlauf hat und trotz der kurzen Laufzeit von unter 90 Minuten es oft vor sich hindümpelt, auch wenn zumindest die Strandhaus Kulisse ganz nett ist. Aber in Kombination mit dem schlechten Schauspiel gibt es halt schon so einige Längen. Auch die Auflösung ist sehr vorhersehbar gestaltet.
        Positiv zu erwähnen ist aber dass die Kills mit den handgemachten Gore Effekten wirklich gut aussehen. Leider gibt es davon jetzt nicht so viele, hier wäre es besser gewesen wenn man von Anfang an knallhart auf Slasher gemacht hätte und auf pures Gemetzel gesetzt hätte, aber so hat dieser Film keine Chance gegen die großen Slasher der 80er und 90er. Hier gibt es halt zu viel langweilige Handlung und schlechtes Schauspiel und zu wenig Schauwerte. Viel rausholen tun da noch die letzten 20 Minuten die machten Spaß, aber solange durchzuhalten war nicht einfach und ich dachte nur, oh man warum nicht gleich von Anfang an so.
        Im der Summe ist dieser maximal nur etwas für Hardcore Genre Fans zu empfehlen, denn egal ob Slasher oder koreanische Filme an sich, in beiden Fällen gibt es viel, viel, viel bessere Alternativen.

        3,25/10 Punkte
        Letterboxd: Sawasdee1983

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        • He-Man: Masters of the Universe (1987) | #24 OV

          Erstsichtung: nettes Fernsehfilmchen mit tollen Kostümen und Effekten, begleitet von guter Musik von Bill Conti. Was leider etwas mäßig war, dass man von Eternia nur eine Öde Hügellandschaft zu sehen bekommt. Der restliche Film findet soweit nur in einem kleinen Viertel auf der Erde und in Skeletors-Thronsaal statt. Seltsam war auch der Wandel einer Figur, die weder angekündigt oder abgearbeitet wurde. Zack, auf einmal steht die Figur da und hat sich verändert. Es gab' also nicht viel Budget.

          Ab und zu war das Schauspiel sehr theatralisch und wirkte dadurch leicht komisch. Gerade bei Skeletor und wenn ich Courtney Cox beim Schreien an die Haare fasste. Mir gefiehl auch, dass der Film, trotz seiner ca.10 bis 15 Haupt- und Nebenfiguren, nie zu voll wirkte. Jede Figur hatte etwas zu tun oder zu sagen und niemand blieb aus. Das war wirklich gut gelöst!

          Ingesamt ist der Film ganz nett und hat ein paar liebe Szenen, aber nichts, was ich mir nochmal anschauen würde. Als Kind hätte ich den Film bestimmt gefeiert, aber mir hatte damals der Cartoon und meine Spielfiguren gereicht.
          [the hatches are open!]

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          • A Dangerous Man (BD)

            Ich habe diesen Film seit seinem Release vor 16 Jahren nicht mehr gesehen aber durch den Actionkult Podcast wieder Lust drauf gekriegt und hatte den Film auch ganz gut in Erinnerung.
            Inzwischen hat dieser Film bei mir etwas nach gelassen, da seine Schwächen mir inzwischen deutlich mehr auffallen, aber auf seine verrückte Art macht dieser Film auch Spaß.
            Optisch sieht man diesem seine DTV Herkunft an wobei die Kanadische Kulisse Ende Winter, Anfang Frühling zumindest schön aussieht. Seagal schien hier auch wieder weniger Lust gehabt zu haben, denn hier ist mir mal so richtig aufgefallen dass er fast die Hälfte der Zeit gar nicht im Bild ist sondern man sich auf die bösen Buben konzentriert. Auch wenn die Bösewichter recht namhaft besetzt waren, waren die aber für mich nicht ganz so interessant genug.
            Auch sah ich diesmal mehr das Body Double von Seagal, sprich nahezu jedes mal wenn er von hinten zu sehen war, war es halt nicht Seagal. Auch schien er wieder angefangen zu seine Dialoge nicht ordentlich zu sprechen und durfte öfters mal von jemand anderem nachsynchronisiert zu werden, weil die wechselnden Stimmen fielen hier dann doch schon auf.
            Die Story selbst ist sehr simpel gehalten, nicht immer logisch und stellenweise eine sehr wildes Potpourri. Die Dialoge und vor allem die Sprüche von Seagal sind so klischeehaft und albern dass es schon wieder witzig ist. Hier habe ich dann viel Lachen müssen. Das tropfte nur so vor Möchtegern Coolness. Hier hatte ich richtig viel Spaß.
            Bei der Action war es dagegen zweischneidig. Nicht so schön war das deutlich sichtbare Speed Up, dadurch wurde aus Seagals sehr wildem Rumgefuchtel ein noch mal deutlich wilderes Rumgefuchtel. Teilweise wird das Speed Up simplen Szenen angewandt, da sieht sogar simples Tasche packen aus, als hätte man die Vorspultaste gedrückt. Was aber gut ist dass man nicht mit der Gewalt geizt. Es geht wirklich sehr brutal zur Sache. Seagal bricht endlich wieder den Leuten die Knochen und schlägt die Leute wortwörtlich wieder zu Brei. Auch hier hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Klar an Seagals glorreichen Zeiten kam man hier nicht mehr heran.
            Der Bodycount in diesem Film war recht hoch und nicht nur Seagal hinterlässt hier ein Spur der Verwüstung sondern auch die Bösewichter dürfen jede Menge Leichen hinterlassen auch wenn die Bösewichter nicht gerade die hellsten Kerzen waren.
            Das letzte Drittel des Films geht gut ab, vor allem die Schießerei in der Villa machte extrem viel Laune, auch das Finale am Hafen hat Spaß gemacht. Bei beiden merkt man aber dass man vielleicht hätte noch mehr rausholen können wenn man mehr Budget gehabt hätte und die Mittel die man hatte sehr limitiert waren.
            In der Summe ein recht spaßiger Seagal DTV Actioner, aber auch mit einigen Schwächen. Hier fand ich Seagals Vorgänger The Keeper und Driven to Kill merklich besser. Aber als simpler DTV Klopper bietet A Dengerous Man definitiv seinen Unterhaltungswert.

            6/10 Punkte
            Letterboxd: Sawasdee1983

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              Hoppers (2026) (Disney+)

              Mit „Hoppers“ aus dem Jahr 2026 liefert Pixar unter der Regie von Daniel Chong erneut ein originelles Abenteuer ab, das vor allem durch seine visuelle Pracht besticht. Die Geschichte um die junge Mabel, die ihr Bewusstsein in einen Roboter-Biber transferiert, um mit Wildtieren zu kommunizieren, richtet sich auf den ersten Blick klar an ein jüngeres Publikum. Die drolligen Charakterdesigns und der herrlich absurde Humor holen die kleinsten Zuschauer sofort ab. Dennoch schafft es der Film, auch alle anderen Altersgruppen zu unterhalten, da er eine überraschend tiefgründige, politische Komponente rund um lokalen Aktivismus einwebt.

              Der größte Schwachpunkt des Films liegt jedoch in seinem wechselhaften Pacing. „Hoppers“ nimmt sich in der Mitte extrem viel Zeit und verharrt in sehr ruhigen, fast dokumentarischen Momenten, in denen das Leben der Tiere im Fokus steht. Kurz darauf bricht jedoch wieder schlagartig das Chaos aus, wenn die Tierarmee mit reichlich Action gegen den gierigen Bürgermeister in den Kampf zieht. Hier gabs dann einige herzhafte Lacher meinerseits. Dieser Kontrast zwischen Entschleunigung und rasantem Slapstick wirkt aber stellenweise etwas unrund.

              Getragen wird das Abenteuer von einer klassischen, aber dringlichen Botschaft für den Naturschutz. Der Film hält uns den Spiegel vor und zeigt auf humorvolle, aber emotionale Weise, wie rücksichtslos die Menschheit oft Lebensräume zerstört.

              Visuell ist das Werk erneut Disney/Pixar typisch fantastisch. Die Animationen sind erstklassig. Pixar verlässt hier die Pfade des fotorealistischen Stils und setzt auf einen ganz eigenen Stil, der mit seinen runden, expressiven Formen und der lebendigen Farbpalette stark an den eigenen Hit „Rot“ erinnert.

              „Hoppers“ ist trotz kleinerer Rhythmusstörungen ein wunderschönes, warmherziges 100 minütiges Kinoerlebnis für die ganze Familie.

              7,5 von 10 harte aber natürliche Gesetze des Waldes

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              • Sawasdee1983
                Sawasdee1983 kommentierte
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                Meine Frau liebt die Szenen mit dem Smartphone wo es heißt: "Biber, Biber, Chop Wood, Chop Wood, Potato, Potato, Red Heart, Red Heart" Daraüber lacht sie sich immer noch extrem schlapp

              • Alex Gabler
                Alex Gabler kommentierte
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                Sawasdee1983 meine Frau lachte sich über die piepsenden Stimmen der Biber, als sie mit den Menschen redeten, schief.
                Zuletzt geändert von Alex Gabler; Heute, 10:33.

              • movieguide
                movieguide kommentierte
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                Der Film hat schon ein paar echt lustige Szenen, unter anderem die von Pierre genannten Szenen

            • Tokyo Powerman (BD)

              Wohlwissend das dieser Film kein Meisterwerk ist, hatte ich wieder Lust auf den zweiten Teil der Lucky Stars Reihe, was auch heißt dass ist kein Jackie Chan Film, sondern eine Sammo Hung Komödie. Jackie Chan und Yuen Biao spielen nur kleine Nebenrollen. An den Hongkong Kinokassen brach man mit diesen Film damals alle Rekorde und das obwohl die Entstehung des Films eher holprig ist. Man bekam nur 3 Monate Zeit um diesen Film von der Idee bis zum Kinostart aus dem Boden zu stampfen, was absolut nicht einfach war und Sammo Hung hat sich die Regie inoffiziell teilen müssen um den Termin einzuhalten. Während Sammo sich um die Handlung kümmerte, kümmerte sich Jackie Chan nebenher um die Actionsequenzen, weil die mehr Vorbereitungszeit benötigten. Action gibt es aber trotzdem wie in den anderen Lucky Stars Filmen nicht viel, sprich hier nur kurz am Anfang sowie kurz am Ende. Wobei wenn die Action kommt dann richtig, mit coolen Fights und hammermäßigen Stunts, vor allem das Finale hat es in sich. Der Fight Jackie Chan vs. Dick Wei gehört hier klar zu den Highlights des Films.
              Problem ist aber die Zeit dazwischen, weit über eine Stunde passiert nicht wirklich viel sondern man reiht jede Menge Comedy Elemente nach dem anderen nacheinander und der Humor ist für westliche Zuschauer extrem albern und nicht immer Lustig, wobei ich die Comedy inzwischen etwas besser fand als bei meiner letzten Sichtung vor gut 15 Jahren. Die eingefügten Szenen sind alles reine Handlungsszenen, die diesen Film noch mal merklich in die Länge zogen. Hier ist die kürzere deutsche Version klar die besser alternative. Immerhin konnte man wieder eine enorme Starbesetzung für diesen Film gewinnen, die sich allesamt für keinen Blödsinn zu Schade waren und Sibelle Hu ist hier auch ein schönes Eye Candy, auch wenn so einige Momente mit ihr im Zeichen von Mee Too sicherlich sehr grenzwertig sind, politisch korrekt ist hier gar nichts. Immerhin darf aber auch sie eine schöne Actionsequenz abliefern. Hier Fight mit Michiko Nishiwaki ist wirklich gut gemacht.
              In der Summe finde ich diesen Film zwar besser als Winners & Sinners aber schwächer als Powerman 2 was die Lucky Stars Reihe angeht. Auch ist dieser Film alles andere als ein Meisterwerk, halt zu viel Comedy und eher albern. Aber zur simplen Berieselung reicht es allemal.

              4/10 Punkte
              Letterboxd: Sawasdee1983

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              • Borderline

                Samara Weaving blut verschmiert, kreischend und darf sich wieder mit nem Psychopaten rumärgern, das kann doch eigentlich nur ein guter Film werden. Tja falsch gedacht hier kriegt man pure Langeweile geboten, vor allem wenn während der ersten zwei drittel des Films kaum was passiert und die groß auf dem Cover zu sehenden Samara Weaving und Ray Nicholson, Sohn des legendären Jack Nicholson kaum auftauchen.
                Man kriegt stattdessen eine recht Sinnfreie Aneinanderreihung von Szenen wo alles nur vor sich hindübelt. Wenn Ray Nicholson dann hier mal zu sehen ist, macht er seine Sache super und man merkt er hat auch das Talent seines Vaters geerbt. Blöd nur dass es hier verpufft und man es nicht nutzt. Es wirkt fast so als würde er gegen eine leere Wand spielen müssen. Es gibt zwar ein paar nette verrückte Ideen, aber irgendwie war das alles nichts halbes und nichts ganzes und die Vorspultaste wurde sehr verführerisch.
                In letzten Drittel kriegt dann endlich Samara Weaving mehr Screentime und sie macht das was sie am besten kann, was die Qualität des Films schon merklich steigert, aber halt am Ende doch nicht groß retten kann, weil sobald sie dann mal wieder nicht im Bild ist, heißt es wieder direkt pure Langeweile. Es passiert in der Summe einfach zu wenig. Viel Potenzial bleibt hier auf der Strecke und die 95 Minuten Laufzeit fühlen sich wie 180 Minuten Laufzeit an. Somit ist es auch kein Wunder dass dieser kleine Indie Film brachial gefloppt ist. Schade hatte mir hier mehr erhofft.

                2/10 Punkte
                Letterboxd: Sawasdee1983

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                • Jesse Stone - Lost in Paradise (WT)

                  In der 9. und letzten Romanverfilmung hat Jesse erstmal wieder mit sich und den eigenen Problemen zu kämpfen, was dazu führt, daß in den ersten 20 Minuten nichts nennenswertes passiert, außer Ruhe, Niedergeschlagenheit, Nachdenklichkeit und Whisky trinken. Da das in jedem Film bisher so war, jetzt aber nochmal länger thematisiert wurde, nervt das schon sehr, vor allem, weil das seit Teil 1 bekannt ist.

                  Ansonsten ist in Paradise wohl wieder mal nichts los, weshalb er im Bostoner Morddezernat anfragt und einige Cold Cases bekommt, von denen er sich den 4. Mord eines inhaftierten und verurteilten Serienmörders vornimmt, der eine Beteiligung an ebendiesem aber vehement bestreitet. In Nebenfall kümmert er sich um ein vernachlässigten 13jähriges Mädchen.

                  Ein schlechter Abschluss der Reihe. Das sie ihm einen neuen Hund an die Seite gestellt haben läßt darauf schließen, daß wohl weitere Teile angedacht waren. Wahrscheinlich war der Erfolg dieses Films aber so bescheiden, daß sie es letztendlich gelassen haben. Wundern würde es mich nicht!

                  Auf jeden Fall ist jetzt Schluß.

                  4-
                  "Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!"

                  Schulnotenbewertung: 1 sehr gut (= top!), 2 gut (= empfehlenswert), 3 befriedigend (= in Ordnung),
                  4 ausreichend (= geht so), 5 ungenügend (= schlecht), 6 mangelhaft (= sehr schlecht!)


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                  • Sonne und Beton | 24# OV

                    Da ich früher gerne den Podcast "Gemischtes Hack" gehört habe und einer der beiden Sprecher sein Buch sowie den Film "Sonne und Beton" vorgestellt hat, hab ich heute aus Interesse mal reingesehen.

                    Was mir an dem Film gefällt ist seine Authenzität! Gerade in den Mileu - und Zeitbezogenen Dialogen und den Umständen Zuhause. Das wollte ihm das Studio damals versagen, die Sprache anpassen und auch aus den ausländischen Jungsgangs eine lesbische Mädchengang machen. Lobrecht wechselte das Studio und konnte somit sein Buch authentisch verfilmen. Das rechne ich ihm auch hoch an, auch wenn die Aggression der hilflosen Kids & Jugendlichen auf Dauer sehr anstrengend werden. Felix Lobrecht selbst hat auch ein dialogloses Cameo und war hier am Drehbuch beteiligt.

                    Schonungslos wird hier das Leben in Berlin-Gropisstadt und sämtliche zerrüttete Familienverhältnisse der Protagonisten gezeigt. So Authentisch der Film auch ist, so traurig, aber auch schmerzhaft nachvollziehbar ist das Ganze. Drohungen, Schreie, Schlägerein und wenig Hoffung ziehen sich durch den Film. Auch wenn der Film mit einer liebe- und hoffnungsvollen Note endet, kann man sicher sein, dass der Kreislauf weitergeht.
                    [the hatches are open!]

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