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The Witcher (Netflix)

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  • #76
    Nachdem die Realserie so gut ankam, kommt nun ein Animationsfilm obendrauf. Das Ganze nennt sich Nightmare Of The Wolf und stammt immerhin auch von den Produzenten der Serie.

    https://www.serienjunkies.de/news/ni...ix-100067.html
    "Kommt Geister, die ihr lauscht auf Mordgedanken . . . und entweiht mich!" - MacBeth

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    • #77
      Schon jetzt zählt The Witcher Millionen Fans, die gebannt und sehnsüchtig auf eine Fortsetzung der Saga um Hexer Geralt von Riva warten. Diesem Wunsch kommt Netflix zwar nach, lässt sich dafür aber deutlich länger Zeit als ursprünglich erwartet. Vor 2021 soll es nämlich nichts mit den neuen Folgen werden. In weiser Voraussicht hatte man Showrunnerin Lauren Schmidt Hissrich zwar schon letzten Sommer grünes Licht für die zweite Staffel gegeben, doch gedreht wird diese erst jetzt, nämlich gegen Mitte oder Ende Februar in den britischen Arborfield Studios, die etwa 40 Kilometer außerhalb von London zu finden sind. Die erste Staffel wurde noch mehrheitlich in Polen, Ungarn oder Spanien auf Film gebannt. Dank üppigerer Budgets im Rücken stellt aber auch das wesentlich kostspieligere Großbritannien kein Problem mehr dar, zudem sollen große Teil der zweiten Staffel direkt vor Ort in Schottland und Umgebung gedreht werden. Mit dabei sind Neuzugänge wie Carmel Laniado als Violet, deren spielerische, kindliche Art ein dunkles Geheimnis verschleiert. Ihre Rolle wurde eigens für die Serie erschaffen, kam daher weder in den Büchern noch Spielen vor, und soll uns mindestens 3 Folgen begleiten – ob als Nebenfigur oder mit eigener Storyline, ist noch unklar.

      Auch Geralts Hexer-Kollege Vesemir wird in der zweiten Staffel eine große Rolle spielen. Hissrich hatte sich öffentlich für eine Verpflichtung von Mark Hamill ausgesprochen und bei vielen Star Wars-Fans damit Hoffnungen geschürt, dass er diese Rolle tatsächlich bekommen könnte. Weil das Casting zur zweiten Staffel noch läuft, ist das aber bislang mehr Wunschdenken als ein tatsächlich bestätigter Fakt. Die sichtlich ergraute Star Wars-Ikone würde aber schon optisch gut auf den Part von Geralts väterlichem Sidekick passen, weshalb die Chancen gar nicht so schlecht stehen. Jetzt, wo alle Hauptfiguren hinreichend eingeführt wurden, soll die Handlung einen gradlinigeren Pfad einschlagen. Bei der ersten Staffel hatten sich noch viele Zuschauer über wirre Zeitsprünge und Verweise beklagt, die lediglich für Buchkenner einen Sinn ergeben würden.

      Um Zuschauern die Wartezeit so angenehm wie möglich zu gestalten, setzt man Geralts Geschichte dieses Jahr zusätzlich mit dem Animationsfilm The Witcher: Nightmare of the Wolf vom renommierten Studios Mir (Legend of Korra, Voltron: Legendary Defender, The Boondooks oder Kipo und die Welt der Wundermonster) und Autor au DeMayo (The Originals) fort, der „die Welt von The Witcher erweitern und von einer kraftvollen neuen Gefahr erzählen wird, die es auf den Kontinent abgesehen hat.“
      Quelle: https://www.blairwitch.de/news/the-w...eason-2-57644/
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      • #78
        etzt ist in London schließlich die erste Klappe zur zweiten Staffel gefallen, mit der man Witcher-Fans voraussichtlich Anfang 2021 wieder ins düstere Fantasy-Franchise voller Monster und zwielichtiger Gestalten entführt, in dem er für Recht und Ordnung sorgt – Geralt von Riva, ein ausgebildeter Hexer, der sich mit Mutationen und Silberklinge ausgestattet selbst den finstersten und größten Bestien in den Weg stellt. Geralt (Henry Cavill) kehrt ebenso zurück wie seine treuen Wegbegleiter Ciri (Freya Allan), Yennifer (Anya Chalotra) oder Jaskier (Joey Batey), ohne die seine Abenteuer vermutlich nur halb so spannend, unterhaltsam ausfallen würden.
        Quelle: https://www.blairwitch.de/news/the-w...elaufen-67986/
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        • #79
          Die Coronakrise stellt Filmmacher weltweit auf eine harte Probe und könnte für erhebliche Verzögerungen bei kommenden Film- und Serienstarts sorgen. Auch Netflix kapituliert vor der potenziellen Gefahr für Leib und Leben und stellt mit sofortiger Wirkung die laufenden Dreharbeiten zur zweiten Staffel von The Witcher ein. Geplant ist ein vorläufiger Produktionsstopp von zwei Wochen, um abzuwägen, in welchem Umfang der Dreh wieder aufgenommen werden kann. Sollte sich das Virus weiterhin so rasant und unberechenbar ausbreiten wie bisher, dürfte es aber vermutlich eher auf eine längere Pause hinauslaufen. Bis dahin steht in den vierzigKilometer vor London anzutreffenden Arborfield Studios alles still. Cast und Crew wurden per Email über den plötzlichen Stopp in Kenntnis gesetzt. Deadline zitiert eine der Produktion nahe Quelle wie folgt: „Wir haben uns während der schwierigen Zeit dazu entschlossen, die Produktion für mindestens zwei Wochen anzuhalten… Das gibt uns die nötige Zeit, die nächsten Schritte abzuwägen und die Situation genauer zu beobachten.“ Neben The Witcher sind auch noch weitere Serien-Formate wie Der Herr der Ringe, Wheel of Time oder Stranger Things 4 von der Zwangspause betroffen.

          Eine mögliche Folge ist die drastische Verschiebung des für Anfang 2021 angekündigten Starts der zweiten Staffel. The Witcher-Fans sollten sich also vorsorglich schon einmal an den Gedanken gewöhnen, dass sich die Fortführung der Geschehnisse um Hexer Geralt bis Mitte oder Ende 2021 verzögern könnte – vorausgesetzt, die aktuelle Lage stabilisiert sich in den nächsten Wochen.
          Quelle: https://www.blairwitch.de/news/the-w...staffel-78987/
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          • #80
            Netlix` The Witcher war das letzte große Ding, was ich mir vor der Rückkehr zur Arbeit noch anschauen konnte. Die Bücher haben mich bislang nicht interessiert und bei den Spielen würde ich schon gerne mal mit dem ersten Teil anfangen . . . was es immer noch nicht als Remaster gibt! Also war das für mich auch keine Option und ich konnte ohne Vorurteile an die Serie herantreten. Ob was nun von Vorteil war oder nicht, das sehen wir jetzt?

            The Witcher dreht sich natürlich auch um einen Hexer mit dem Namen Geralt, der in einer fantastisch-mittelalterlichen Welt Monster, Geister und Dämonen aller Art für ein angemessenes Kopfgeld erledigt. Dabei wird ihm aber wegen seiner magischen Kräfte selbst oft mit Misstrauen begegnet. Dabei bringt er sich mit seiner kaltschnäuzig-trockenen Art selbst oft in Bedrängnis. Begleitet wird er manchmal von dem nervigen Barden Jaskier, der ihn unfreiwillig auch immer wieder in Ärger stürzt. Aber durch ihn kommt er auch mit der Zauberin Yennefer in Kontakt, die sich von ihrem Orden losgesagt hat, um ein eigenständiges Leben zu führen. Das will sie auch behalten, auch wenn sie Geralt ganz gerne hat. Doch der hat ganz andere Sorgen, denn das Reich von Milfgard ist im Norden eingefallen und droht diesen ins Chaos zu stürzten. Eigentlich will sich Geralt raushalten, doch er ist durch eine uralte Tradition daran gebunden die Prinzessin Ziri zu beschützen. Doch die muss zwischen all dem Kriegswirren und den Monstern erst einmal finden.

            Wie die Serie nun als Verfilmung von The Witcher taugt, das weiß ich nicht. Als Unterhaltungsserie hat sie zumindest ganz schön viel richtig gemacht. SIe kann mir nämlich so ziemlich Alles bieten, was eine gute Serie an für sich ausmacht. Eine unterhaltsame Geschichte in einer fantastische Welt, sogar mit erzählerischer Finesse, dazu ganz eigene Charaktere, Action, Sex, Gewalt und eine Prise Humor.
            Es gibt hier drei große Stories, die sich parallel abspielen und auch im erzählerischen Stil voneinander abweichen. Allen voran ist da natürlich Geralt, der in der ersten Staffel hier tatsächlich noch dem klassischen Muster eines Case-Of-The-Week folgt. Oder besser gesagt: dem Monster-Of-The-Week, weil er bis zum Finale in jeder Episode mit einem anderen Monster konfrontiert wird. Das geschieht zunächst auch schön chronologisch und nimmt zunehmend immer stärker Verlauf auf die Ereignisse in den vorherigen Episoden, woraufhin es auch einen schön dezenten roten Faden gibt. Normalerweise gefällt mir dieses Format weniger, doch das Schema erinnert in genau diesem Sinne schon etwas an ein Videospiel und deswegen ist diese Herangehensweise hier nicht verkehrt. Linear und progressiv kümmert sich die Serie um seine anderen beiden Geschichten. Noch vor Geralt lernen wie Ziri kennen, die als Enkelin der Königin von Sintra doch mehr Blödsinn im Kopf hat als höfische Riten zu befolgen; aber dennoch sehr zur Freude der Königin. Die fröhliche Kindheit endet jedoch abrupt, als Sintra vom Reich Milfgards überfallen und brutal niedergemetzelt wird. Nur Ziri kann mit dem Hinweis entkommen, dass sie sich zu Geralt durchschlagen muss. Und diese Flucht hat es durchaus in sich. Durch Flüchtlingslager hindurch, die wieder überfallen werden. Durch Eis, Schnee und Gewalt. Dabei kommt sie aber auch dunklen Familiengeheimnissen auf die Spur, was nicht minder abenteuerlich und spannend ist. Viel dominanter als auf Geralt und Ziri konzentriert sich The Witcher allerdings auf Yennefer, deren Leben man quai fast von kleinauf verfolgen kann. Geboren als Krüppel mit magischen Fähigkeiten wird sie an eine Hexenschule verkauft, wo sie lernen muss ihre Kraft einzusetzen. Sie muss Freunde, Kolleginnen und ihre Liebe opfern und gerät unwillentlich in die politischen Ränkespiele zwischen Sintra, Milfgard und den Hexern. Sie muss lernen, dass ihre Schönheit einen grausamen Preis hatte und das Magie nicht jeden Wunsch erfüllen kann.

            Ganz wichtig dabei ist - was mir außerordentlich gut gefallen hat - waren die verschiedenen Zeitebenen, mit der mich die Serie auch erzählerisch fesseln konnte. Tatsächlich spielt sich jede der drei Geschichten in ihrer eigenen Zeitebene ab, aber die Serie sagt uns nicht, welche Geschichte zu welcher Zeit passiert. So muss man eben auf die Details drum herum achten und selbst herausfinden, welcher Strang nun chronologisch einzuordnen ist. Wie etwa ein Tanz, bei dem zwei Kinder auftauchen, die man vorher jedoch schon als Erwachsene kennengelernt hat. Hinweise finden sich auch den Dialogen, wo die Charaktere Bezug auf manche Ereignisse nehmen, die in der Serie auch gezeigt werden. Das fordert den Zuschauer schon ein wenig heraus und darum lohnt es sich, wenn man etwas genauer hinsieht. Ein ganz ähnliches Storytelling konnten wir mit der ersten Staffel von Westworld erleben, was sich jedoch erst im letzten Moment aufgeklärt hat. Hier kommt der entscheidende Moment jedoch viel früher; genau in der Mitte der Staffel. Erst nur mit kleinen Details, die bereits stutzig machen. Denn kommt es zu einer starken Montage, bei der Geralt episch-fetzig gegen ein Monster kämpfen muss und Yennefer gleichzeitig eine Art Auferstehung forciert, und erst gegen Ende legt The Witcher seine Erzählstruktur offen. Bei mir, der weder die Bücher noch die Spiele kennt, hat dieser Effekt tatsächlich fabelhaft funktioniert. Dadurch kann es sich die Serie nämlich erlauben manche Geheimnisse früher oder später aufzuklären. Schon gegen Mitte der Staffel erfahren wir beispielsweise, was Geralt und Ziri eigentlich miteinander verbindet, doch ihre Reise ist zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht vorbei und wir wollen nun natürlich wissen, wie es weitergeht. Letztendlich erfahren wir so im Laufe der Serie auch, dass längst nicht Alles so aussieht, wie es scheint. Man lernt unter anderem den eisernen Willen von Yennefer gut kennen und wir erfahren auch, dass dieses blutige Abschlachten in Sintra wohl doch nicht ganz so plötzlich oder gar ungerechtfertigt geschehen ist.

            Etliche Fragen beantwortet The Witcher dadurch wirklich ganz geschickt, andere Sachen lässt die Serie allerdings offen. Zum Beispiel hat man den Charakter von Stregobor nur angeschnitten und dabei kommt er auch nicht gerade sympathisch rüber, sondern manipulativ, opportunistisch und überheblich, obwohl er sich durchaus wortgewandt präsentieren kann. Auch die Frage nach dem Attentäter, dem Yennefer nur um Haaresbreite entkommen kann, bleibt offen. Wer hat ihn geschickt und wen sollte er denn eigentlich genau töten? Und da ist natürlich die Frage von Geralts merkwürdiger Wandlung vom Ignoranten zum Behüter . . .

            Spoiler ->

            Geralt weiß zwar vom Kind der Überraschung und auch von der Pflicht sich um Ziri zu kümmern. Aber er selbst hat mehrmals und zu verschiedenen Zeiten gesagt, dass er einen Scheiß auf die Vorsehung gibt. Im Vorfinale taucht er jedoch verdächtig passend an genau der Stelle auf, wo die Truppen Nilfgaards in den Norden einmarschieren, woraufhin er auch verdächtig zeitgenau beschließt Ziri endlich unter seine Fittiche zu nehmen. Er nimmt sogar Streit, Mord und Verbannung in Kauf, um Ziri zu finden. Doch woher kommt dieser Sinneswandel?


            Ich kann nur vermuten, dass man sich die Serie diese Fragen für die zweite Staffel aufgehoben hat. Das würde immerhin zum narrativen Stil der Serie passen. Überraschender Weise, was mir ebenfalls gut gefallen ist, spielt ausgerechnet Geralt im Finale nur eine untergeordnete Rolle, weil sich die Serie ganz auf die Schlacht von Suddunburg konzentriert. Diese Schlacht wiederum finde ich ziemlich gelungen, weil sie die Magier beider Seiten in eine militärische Position bringt und im großen Stil gegeneinander antreten lässt. Da wird mit den Elementen geschickt taktiert, Blutmagie eingesetzt und sogar eine Art Splittergranate geworfen. Doch es gibt Verräter, überhebliche Ausreißer und simpel zu schwache Verteidiger. Dieses Szenario finde ich durchaus nicht verkehrt, denn es zeigt das Fehlen von militärischer Erfahrung und Disziplin sowie auch diverse Charakterschwächen wie Arroganz und Wut, wodurch die Schlacht letztendlich verloren wird - und eben nicht durch den Elan der Verteidiger oder die Übermacht des Gegners. Da hat die Serie also auch zwischen den Zeilen eine geistreiche Metapher parat. Es reicht nicht nur das Richtige zu tun, man muss das Richtige auch richtig umsetzen, weil es sonst zu solchen Niederlagen kommt. Letztendlich aber ist diese Schlacht noch lange nicht vorbei, die Serie erst einmal klarstellt.

            Spoiler ->

            Das Letzte, was wir vom Schlachfeld sehen ist Anführer aus Nilfgaard, der seine verkohlten Truppen betrauert. Er hat nämlich erkannt, dass er mit Yennefer eine ebenso bissige wie mächtige Gegnerin gefunden hat, die sich der Blutmagie stellen kann. Gleichzeitig sehen wir, wie verbündete Truppen eintreffen. Wie wir jedoch auch wissen, haben es die Südländer direkt auf den Norden und Ziri abgesehen und müssen an Suddun vorbei. Somit sollte die Fortsetzung der brutalen Schlacht in der zweiten Staffel vorprogrammiert sein. Wie es mit Yennefer und Tissaia weitergeht, ist nicht ganz klar, doch diese werden sich zunächst einmal erholen müssen. Mit Geralt und Ziri sollte es nun ebenfalls interessant werden, da sie sich immer noch im Kriegsgebiet befinden und die unmittelbare Bedrohung für sie noch nicht vorbei ist. Mal ganz zu schweigen davon, wie ausgerechnet Geralt ein Kind großziehen will. XD


            Man kann sich also darauf einstellen, dass diese Erzählstrategie auch in der zweiten Staffel fortgeführt wird. Oder, dass es zumindest einige ausführlichere Flashbacks geben wird. Allerdings wirft diese Erzählweise auch einige Schwierigkeiten mit den Charakteren auf, die nun eine etwas holprige Dynamik zueinander entwickeln. Wenn hier manchmal Monate, Jahre oder auch Jahrzehnte übersprungen werden, hat man nur allzu oft den Eindruck, hier würde etwas fehlen. Man hat den Eindruck etwas verpasst zu haben, wenn Yennefer oder Geralt über dieses oder jenes Ereignis referieren oder ihre Abenteuer von anderen Figuren erwähnt werden. Man hätte doch diese Anekdoten doch auch lieber gleich mit eigenen Augen gesehen, zumal Jaskier dazu neigt die Wahrheit arg zu dehen und zu dramatisieren. Ansonsten gefallen mir die Figuren eigentlich recht gut, sofern man genügend Zeit mit ihnen verbringen kann. Allerdings ist die Serie dabei nicht ganz so neutral und weist eine Tendenz auf. Wie etwa, dass hier fast jeder Magier - inklusive Geralt und Yennefer - undurchsichtig sind. Oder, dass die Sintaner gerne stur und unbelehrbar sind. Oder, dass es sich bei den Truppen von Nilfgaard um religiöse Fanatiker handelt. Es gibt jedoch einen auffallenden Gegensatz zwischen Geralt und Yennefer. Geralt ist ein Miesepeter und Schwarzseher, der sich das Leben oft schlechter einredet, als es ist. Yennefer hingegen bleibt integer und möchte ein guter Mensch bleiben. Doch das fällt ihr zunehmend schwerer, weil sie von der Zurückweisung ihrer Eltern, dem Verlust ihrer Reproduktion und dem allgegenwärtigen Tod von unschuldigem Leben sehr viel Scheiße zu fressen bekommt. Genau deswegen lässt sie sich vom Schicksal nicht mehr so leicht ans Bein pissen und sucht immer nach einem Ausweg. Auch wenn das oft zu Konflikten mit ihrer Umwelt führt.

            Auch wenn die Serie sich Mühe gibt finster zu wirken, kommt der Humor dank dem Barden Jaskier auch nicht zu kurz und die meisten der Gags zünden problemlos. Auch Geralt ist mit seiner trockenen, wortkargen Art für den einen oder anderen Lacher gut. Auch wenn er sich manchmal nur ein "Scheiße!" abringen kann. Das muss auch so sein, denn alleine mit der Geschichte von Ziri und Yennefer wäre The Witcher vermutlich zu düster für die meisten Zuschauer ausgefallen. Immerhin geht es vor allem zum Beginn und im Finale richtig schöne Action zu sehen; weitgehend mit dem Schwert, aber auch Massenschlachten und allerhand magischer Tricks. Dabei geht es durchaus ziemlich blutig zur Sache. Da fliegen schon mal Köpfe oder Arme durch die Gegend, Pfeile und Messer bohren sich in Leiber und auf Gedärmgekröse müssen wir hier auch nicht verzichten. Nacktszenen gibt es auch nicht zu knapp, weswegen sich The Witcher also definitiv an Erwachsene richtet. Daneben lernt man auch allerhand diverse Monster kennen, von denen manche mal besser mal schlechter getrickst sind. Die Drachen waren beispielsweise nicht besonders überzeugend. Die Shtriga war in der Tat sehr gruselig umgesetzt und macht auch einem Del Toro alle Ehre. Sie hat mich wahrscheinlich auch nicht ohne Grund an Crimson Peak erinnert. Wie ebenfalls die Ghoule im Finale ganz verdächtig an Shadow Of Mordor.

            Also ich hab jetzt definitiv Laune auf mehr Witcher! Das neue Game Of Thrones? Nein, noch nicht. Das Potential ist aber auf jeden Fall dar, wenn auch sehr viel fantastischer, aber dafür eigenwilliger und weniger mit krampfhaft schlechten Menschen. Diese Serie erscheint mir vielseitiger und etwas lebenslustiger, wobei es hier teilweise auch sehr düster zugeht. In fast jeder Folge lernen wir ein anderes mythisches Monster kennen, während Geralt, Yennefer und Ziri hier in der ersten Staffel noch ihre Abenteuer weitgehend für sich alleine zu bestehen haben. Bei der Erzählung wird jedoch auf etlichen Zeitebenen gearbeitet und das fordert den Zuschauer schon heraus. Einerseits werden uns mitreißende Geschichten über die Charaktere vorenthalten, andererseits zwingt sie uns so umso mehr auf die Details dieser fantastischen Welt zu achten, die angeblich sehr gut im Kontrast der Spiele und der Bücher umgesetzt worden ist. Wie ich mir außerdem hab sagen lassen, besitzen fast alle Charaktere einen sehr hohen Wiedererkennungswert; die Serie hier auch also wieder weitgehend Alles richtig gemacht hat. Tatsächlich gefiel mir diese Erzählstrategie wirklich, weil sie The Witcher auch weit mehr narrative Möglichkeiten einräumt und man sich noch stärker auf die Serie einlassen kann. Es ist eben nicht Alles so, wie es scheint und diese Geheimnisse machen die Serie auch teilweise richtig spannend. Daneben gibt es viel Action, viel Blut und Gedärm, Humor und auch nachdenkliche Momente. Mir ist die erste Staffel also gut 8 von 10 Punkten wert.
            "Kommt Geister, die ihr lauscht auf Mordgedanken . . . und entweiht mich!" - MacBeth

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            • #81
              Dreh geht wohl im August weiter
              Die zweite Staffel von „The Witcher“, war die erste Netflix Produktion, die von Covid-19 lahm legt wurde. Nun plant man die...

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              • #82
                Wisst ihr wann es mit der 2. Staffel auf Netflix weitergeht?

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                • #83
                  Zitat von Filmfan2020 Beitrag anzeigen
                  Wisst ihr wann es mit der 2. Staffel auf Netflix weitergeht?
                  wird doch erst im August gedreht :zwinker:

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                  • #84
                    Dreh von season 2 geht offiziell am 17.08 weiter

                    https://www.comicbookmovie.com/tv/ne...the-uk-a176214

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                    • #85
                      Netflix haben jetzt doch glatt noch ein Spin-Off angekündigt! Und zwar ebenfalls als Live-Action!!!!

                      https://www.filme.eu/node/247074
                      "Kommt Geister, die ihr lauscht auf Mordgedanken . . . und entweiht mich!" - MacBeth

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                      • #86
                        Dreh aufgrund mehrerer Positiver Corona Tests vorübergehend abgebrochen

                        https://www.comicbookmovie.com/tv/ne...9862#gs.kv4i5y

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                        • #87
                          [the hatches are open!]

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                          • #88
                            Bin ich die einzige die findet, dass das Ende der Serie etwas kompliziert war? Oder habe ich nicht gut genug aufgepasst? Vielleicht sollte ich der Serie eine zweite Chance geben.

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                            • #89
                              Es gab ein paar Zeitsprünge in der Serie, ansonsten fand ich aber, dass man der Handlung auch ohne Vorkenntnisse gut folgen konnte.

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                              • #90
                                Zitat von knarfe1000 Beitrag anzeigen
                                Es gab ein paar Zeitsprünge in der Serie, ansonsten fand ich aber, dass man der Handlung auch ohne Vorkenntnisse gut folgen konnte.
                                EIn paar Zeitsprünge? Die Folgen sind zweitlich arg bunt durchgeschüttelt worden

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